Frédéric Storup
Frédéric Storup aus Clermont-Ferrand wird vom 12. Januar bis zum 28. Februar gemeinsam mit Irena Frantal als Gastkünstler eine der beiden neuen Atelierwohnungen beziehen.
©
Anthony René MinhFrédéric Storup (Le Thoronet, *1997) fokussiert sich manchmal ganz auf ein Projekt, die meiste Zeit ist er aber am Experimentieren und Herumtüfteln.
Nachdem er in Var, Turin und München gelebt hatte, beendete er 2020 sein Studium an der École Supérieure d'Art de Clermont Métropole und hat seinen Lebensmittelpunkt inzwischen in Clermont-Ferrand.
Ob als Seilzugangstechniker, Siebdrucker, Tischler, in Kostümen oder im Chor – Frédéric hat große Freude daran, verschiedene Ausdrucksformen miteinander zu verweben. Er ist außerdem in mehreren Verbänden der Bildungs- und Wissenschaftsvermittlung tätig und lehrt den Umgang mit digitalen Werkzeugen in einem Fablab. Mit diesen Rollen improvisiert Frédéric gerne und bewegt sich zunehmend in Richtung kollektiver und sozialer Kreationen.
Vielseitig und verspielt, durchquert seine Praxis gerne die neuesten Entdeckungen und durchdringt Kontexte mit verschwommenen künstlerischen Konturen. Manchmal geschieht sein künstlerisches Schaffen dabei in der Höhe, mit Leere, Elektrizität oder unregelmäßigen mechanischen und klanglichen Bewegungen. Frédéric richtet seine Aufmerksamkeit gerne auf die Gesten, die durch die Funktionalität des Objekts und die zeitliche Ausdehnung der Beziehungen zu unbelebter Materie hervorgerufen werden, ebenso wie auf die emotionale Projektion und ihre Entwicklung in Bezug auf entfernte Räume. Das Übergangsobjekt fungiert dabei als schwankende Stütze für die Erinnerung an Verdrängung und als Zeuge der Schnittpunkte von Zeit und ortsspezifischen Wahrnehmungen.
