Vitalii Shupliak

Die Fotografie zeigt Vitalii Shupliak © Simone Bühler

  • Programm: CreArt 3.0
  • Ukraine
  • Zeitraum: 16. November bis 15. Dezember 2024
  • Residence-Partner: Florian Hauer

Vitalii Shupliak (*1993 in Lwiw) ist ein ukrainischer Künstler, der mit einer Vielzahl künstlerischer Medien arbeitet, darunter Videoinstallationen, Hinterglasmalerei und Performancekunst. Seine Arbeiten untersuchen oft die Schnittstellen von Migration, Identität und Grenzen und verbinden traditionelle Techniken mit zeitgenössischen Themen. Shupliak absolvierte seinen Abschluss an der National Academy of Arts in Lwiw und studierte anschließend an der Kunstuniversität in Posen, Polen sowie an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Zu seinen Auszeichnungen zählen der "Kunst+Stahl"-Preis (2024) und der "FilmFestSpezial"-Preis (2018). Seine Werke wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Europa präsentiert, darunter zuletzt in Wearing Out Trousers in Kiew sowie beim Berliner Festival „48h Neukölln“.

In seinen Arbeiten untersucht Shupliak häufig die Beziehung zwischen digitalen und physischen Realitäten, schafft Kunstwerke, die Wahrnehmungen herausfordern und zur Selbstreflexion einladen. Mit innovativen Techniken wie der Integration von Smartphone-Objekten und Spiegelinstallationen kommentiert er die Fragmentierung des Bewusstseins und den allgegenwärtigen Einfluss digitaler Medien auf das heutige Leben.

Zum Abschluss seines Aufenthalts in Regensburg präsentiert Shupliak die Ausstellung Periscope in der Schaufenstergalerie "neunkubikmeter". Sein Projekt untersucht den Einfluss sozialer Medien und digitaler Technologien auf unser Verständnis von Realität. Inspiriert durch die Metapher eines Periskops – eines Beobachtungsinstruments, das sowohl Distanz als auch Überwachung suggeriert – stellt die Ausstellung die Spannung zwischen Privatsphäre und Transparenz im digitalen Zeitalter in Frage. Mit einer Kombination aus Hinterglasmalerei und modernen visuellen Elementen thematisiert Shupliak Isolation, Kontrolle und die Manipulation von Informationen und regt die Besucher*innen dazu an, kritisch über ihre Rolle in einer hypervernetzten Gesellschaft nachzudenken.

Die Fotografie zeigt ein Kunstwerk des Künstlers Vitalii Shupliak