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Vortrag „Das jüdisch-mittelalterliche Erbe“

Dr. Silvia Codreanu-Windauer (Archäologin Bay. Landesamt für Denkmalpflege) und Dr. Karin Sczech (Archäologin Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Thüringen) referieren am 22. Februar 2017 um 18:30 Uhr im UG des Historischen Salzstadels zum Umgang mir dem jüdisch-mittelalterlichen Erbe in Regensburg und Erfurt.

Die Stadt Erfurt war durch ihre Lage in der Mitte Deutschlands bereits im Mittelalter nicht nur zentraler Handelsort, sondern auch geistliches und geistiges Zentrum. Die Lage an wichtigen europäischen Handelsrouten bot ideale Bedingungen für Geld– und Warenhandel, die Juden im Mittelalter erlaubt waren. Gleichzeitig profitierte die Stadt stark von der jüdischen Bevölkerung und forderte deren Niederlassung an zentraler  Stelle. Frau Dr. Karin Sczech, Gebietsreferentin am Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie in Thüringen, präsentiert neben dem Weg Erfurts zum jüdischen Welterbe, die archäologischen Entdeckungen ihrer mittelalterlichen jüdischen Geschichte und die Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft.

 

Eine jüdische Gemeinde existierte auch in Regensburg seit dem 10. Jahrhundert innerhalb der Mauern des alten Römerlagers. Die Ausgrabungen am Neupfarrplatz 1995 haben ein großes jüdisches Wohnviertel aus dem Jahr 1519 zum Vorschein gebracht. Frau Dr. Silvia Codreanu-Windauer, die Referatsleiterin im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, nimmt Sie mit auf eine Reise in die Vergangenheit des Regensburger jüdischen Erbes und erläutert den Prozess der Ausgrabungen und im Vergleich zu Erfurt, ebenfalls die politischen und gesellschaftlichen Reaktionen in Regensburg.

 

Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung der Stadt Erfurt, in dessen Rahmen die Vorträge veranstaltet werden, läuft noch bis 08. März 2017 (täglich von 10 bis 19 Uhr) im UG des Historischen Salzstadels.