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Fortbildungsveranstaltung „Kulturelles Erbe und Jüdisches Erbe in Regensburg und der Oberpfalz“

In einer als großangelegte Kooperation zwischen der Stadt Regensburg, der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Architektur und Schule Bayern e.V. und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege konzipierten Fortbildungsveranstaltung konnten sich Lehrerinnen und Lehrer über Einbindungsmöglichkeiten des Themas „Kulturelles Erbe und Jüdisches Erbe in Regensburg und der Oberpfalz“ informieren.

Ziel der Fortbildungsveranstaltung war, den Lehrerinnen und Lehrern Unterstützung und Anregungen anzubieten, wie Kulturerbe und Jüdisches Erbe lebendig und zielgruppengerecht an die Schülerinnen und Schüler vermittelt werden kann. Zudem bekamen die Organisatoren wertvolle Hinweise darauf, wo noch Informationsbedarf besteht und welche Projektideen bei den Schulen im Moment im Raum stehen.

Besonderen Anklang fand die Präsentation von Dr. Silvia Codreanu-Windauer vom bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und von Lutz Dallmeier von der Unteren Denkmalschutzbehörde: Sie präsentierten die Projekte der jüngsten Vergangenheit, unter anderem die Grabungen vor dem Neubau der neuen Synagoge und dem Neubau des Museums der bayerischen Geschichte. Von diesem archäologischen, lokalen und regionalem Hintergrundwissen ganz konkret vor Ort könne der Unterricht in verschiedenen Fächern ganz besonders profitieren, so die spontane Rückmeldung der Zuhörerschaft.

Die Welterbekoordination der Stadt Regensburg stellte zudem Teilhabemöglichkeiten am Europäischen Kulturerbejahr 2018 vor und präsentierte das „Bürgerprojekt Synagogenneubau“ als Anknüpfungspunkt für die Thematisierung des jüdischen Kulturerbes in Regensburg.

Für das Europäische Kulturerbejahr 2018 kooperiert die Stadt Regensburg mit der LAG Architektur und Schule, die mit der Projektidee LOST TRACES... bayernweit Schulen zur Teilnahme am Kulturerbejahr motivieren und unterstützen will. LOST TRACES... steht für eine baukulturelle Spurensuche, das Aufdecken europäischer, kultureller Bezüge und das aktive Einnehmen, Inszenieren und Bespielen eines „verlorenen“, unbeachteten Ortes.

Nach den Impulsreferaten am Vormittag wurden anschließend konkrete Projektideen und Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet, zum Beispiel eine „Schüler führen Schüler“-Reihe zum Thema Jüdisches Erbe und eine Gedenkveranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.