Im BMW Werk Regensburg produzieren rund 10 000 Mitarbeiter täglich 965 Fahrzeuge.
Eine Brandkatastrophe kann sowohl das Leben der Mitarbeiter als auch die Existenz eines Unternehmens gefährden. „Eine Stunde Ausfall bedeutet 50 Fahrzeuge weniger“, beschreibt Manfred Niebler, Leiter der BMW Werkfeuerwehr, die Situation. Daher sind 38 hauptamtliche und 38 nebenberufliche Mitarbeiter der Regens- burger BMW Werkfeuerwehr verantwortlich für den vorbeugenden Brandschutz und für die Brandbekämp- fung auf dem 140 Hektar großen Werksgelände. Sie sorgen für die Sicherheit der Beschäftigten und tragen dazu bei, die Brandschutzauflagen der Bauaufsichts- behörden und der Brandversicherer einzuhalten.
Hauptaufgabe der BMW Werkfeuerwehr ist der vorbeu- gende Brandschutz. Hierzu wird die Werkfeuerwehr frühzeitig in die verschiedenen Bau-, Projekt- und Planungsvorhaben eingebunden. Sie legt gemeinsam mit den Planungsabteilungen des Werkes Standorte für Flucht- und Rettungswege, für Feuerlöscher, Wandhydranten und automatische Löschanlagen (z. B. Sprinkleranlagen) fest. Zudem hat die Werkfeuerwehr in den vergangenen fünf Jahren mehr als 4.500 BMW Mitarbeiter in Sachen vorbeugenden Brandschutz unter- wiesen.
Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Werkfeuerwehr verfügen über die gleiche Qualifikation wie die Berufs- feuerwehr. Die Einsatzzentrale der Feuerwehr ist Tag und Nacht besetzt. Gearbeitet wird rund um die Uhr in jeweils zwei Schichten. Dabei sind die Anforderungen an die Feuerwehrleute hoch. Bei Einsätzen sind technisches Know-how und vor allem eine extrem hohe körperliche Leistungsfähigkeit erforderlich. Um den körperlichen Belastungen bei einem Einsatz gewachsen zu sein, wurde für jeden Mitarbeiter der Werkfeuerwehr ein spezielles Fitness-Programm erstellt. Neben einer guten Ausbildung geht auch bei der Regensburger Werkfeuer- wehr nichts ohne die richtige Ausrüstung und Technik. Erst kürzlich wurde der Fuhrpark der Feuerwehr durch ein neues High-Tech-Löschfahrzeug ergänzt, das auch zur technischen Hilfeleistung eingesetzt werden kann.
„Lediglich fünf Minuten dürfen zwischen einer Alarmierung und dem Eintreffen am Einsatzort vergehen“, erklärt Niebler. Um für Ernstfälle optimal gerüstet zu sein, wird zweimal im Jahr eine Großübung auf dem Werksgelände gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr Regensburg und den Freiwilligen Feuerwehren der Nachbargemeinden organisiert. Dabei lernt man sich immer wieder von Neuem kennen und kann auch die Zusammenarbeit immer wieder auf hundertprozentigen Stand bringen. Denn wenn’s mal brennt und die Feuerwehren der Stadt nicht mehr ausreichen, rücken die Kollegen von BMW aus. Sprich: Die Wehren arbeiten untereinander bestens zusammen.