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Eröffnung der Ausstellung "Willi Ulfig - Stadtpanorama Regensburg"

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede für Herrn Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Ausstellungseröffnung „Willi Ulfig – Stadtpanorama Regensburg“ in der Städtischen Galerie am Freitag, 10.12.2010, 19.00 Uhr


Anrede

Als Oberbürgermeister dieser Stadt macht es mich stolz und glücklich, heute eine Ausstellung zu eröffnen, die zeigt, wie malerisch Regensburg ist und wie sehr die Stadt Künstler zu inspirieren vermag.

Willi Ulfig ist zwar nicht der Einzige, der sich auf dieses facettenreiche Stadtbild eingelassen hat, aber er ist zweifelsfrei ein besonders exponierter Vertreter, der das Thema in den Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg immer wieder aufgegriffen hat.

Ganz offensichtlich hat ihn die faszinierende Ausstrahlung unserer Stadt berührt, immer wieder aufs Neue herausgefordert und nie losgelassen.

Genau vor dreißig Jahren, zu Beginn des Ausstellungsbetriebes wurde Willi Ulfig schon einmal in der Städtischen Galerie mit einer Ausstellung geehrt. Damals feierte man seinen 70. Geburtstag. Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits alle Werke, die in dieser Ausstellung zu sehen sind, geschaffen.

Ulfig hat nicht nur Plakate für Regensburg entworfen – das eine konnten Sie bereits auf der Einladungskarte sehen – vielmehr hat er durch seine permanente Auseinandersetzung mit dem Stadtbild quasi PR-Arbeit geleistet – und das nachhaltig und hohen künstlerischen Ansprüchen genügend.

Welch größere Auszeichnung, meine sehr verehrten Damen und Herren, kann es für eine Stadt geben als die Tatsache, dass ein Künstler sie durch Zufall entdeckt, sich in ihr niederlässt, hier eine neue Heimat findet und sich dann auch noch sehr intensiv künstlerisch mit ihr auseinandersetzt?

Zu diesem Thema fallen einem zumeist große Kunstmetropolen, wie München, Berlin oder Dresden ein. Aber wenn die Architektur so anziehend attraktiv ist, wie eben in Regensburg, dann kann das auch in einer kleineren Stadt funktionieren.

Dabei muss man sich immer vor Augen halten, dass Regensburg zwischen 1945 und 1980 beileibe noch nicht die strahlende, viel besuchte Welterbestadt war, die sie heute ist.

Eines belegen die Stadtansichten von Ulfig sehr eindrucksvoll – nämlich seine hohe Identifikation mit der Domstadt. Diese Identifikation teilte Ulfig mit vielen Bürgern, die dann auch liebend gerne eine Ulfig’sche Stadtansicht besitzen wollten.

Ich danke den Museen der Stadt unter Leitung von Dr. Germann-Bauer und dem Leiter der städtischen Galerie, Dr. Meyer, und seinem Team für die Realisierung dieser sehenswerten Ausstellung.

Ich wünsche mir, dass viele unserer Gäste diese Ausstellung mit mehr als 100 Stadtansichten besuchen, aber ich möchte es ganz besonders unseren Regensburgerinnen und Regensburgern ans Herz legen, hierher in den Leeren Beutel zu kommen. Diese Bilder wecken Erinnerungen, regen an zu Gesprächen und Diskussionen und zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Stadtbild und dem Wandel, mit der Kunst und dem Künstler.

So wünsche ich dieser Ausstellung viele interessierte Besucher.

Damit erkläre ich die Ausstellung „Willi Ulfig – Stadtpanorama Regensburg“ für eröffnet.