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Warum fehlen Bestseller in der Onleihe?

Aufgrund unterschiedlicher Konditionen der Verlage können Bibliotheken eBooks häufig nur mit Verzögerung, zu erhöhten Preisen oder gar nicht bereitstellen.

Stadtbücherei - Regal mit E-Reader

Seit September 2012 können Kunden der Stadtbücherei E-Books und andere E-Medien über den Onleiheverbund Niederbayern/Oberpfalz ausleihen und downloaden. Mittlerweile sind dort rund 33.000 elektronische Medien verfügbar.

Doch viele aktuelle Titel und Bestseller suchen unsere Kunden leider vergeblich. Der Grund ist, dass Bibliotheken nicht jedes E-Book erwerben können. Anders als bei gedruckten Büchern, CDs oder DVDs haben die Bibliotheken nach dem geltenden Urheberrecht kein Recht zum Erwerb und Verleih elektronischer Medien. Sie sind abhängig davon, wie die Verlage jeweils über die Lizenz-Erteilung entscheiden - und viele Verlage verweigern sich dem Verkauf von E-Book-Lizenzen an Bibliotheken oder erteilen die Lizenz zu sehr restriktiven Konditionen.

Insbesondere aktuelle Neuerscheinungen und Bestseller werden häufig nur mit Verzögerung oder gar nicht angeboten. Hiervon betroffen sind besonders Veröffentlichungen der Verlagsgruppen Random House und Bastei Lübbe. Zu den Verlagsgruppen Random House und Bastei Lübbe gehören folgende Verlage: Blanvalet, Blessing, btb, C. Bertelsmann, Diana, DVA, Goldmann, Heyne, Knaus, Limes, Luchterhand, Manesse, Manhattan, Page & Turner, Penguin, Penhaligon, Lübbe, Ehrenwirth, Eichborn, Lyx.

Die Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier bieten Bibliotheken leider nur befristete Lizenzen zum Kauf an, die deutlich teurer als Endnutzerlizenzen sind. Die begrenzten finanziellen Mittel der Onleihe lassen es nicht zu, eBooks dieser beiden Verlagsgruppen  unter den vorliegenden Konditionen anbieten zu können. Zu den Verlagsgruppen Holtzbrinck und Bonnier gehören folgende Verlage: S. Fischer Verlag, Rowohlt Verlag, Kiepenheuer & Witsch, Droemer Knaur, Argon Verlag, arsEdition, Carlsen, Piper, Malik, Pendo, Econ, List, Ullstein, Thienemann und Berlin Verlag.

Leider stellen mittlerweile die meisten Verlage ihre eBooks und eAudios nur noch als zeitlich befristete Lizenzen zur Verfügung. Einige Titel können lediglich für ein Jahr ausgeliehen werden und müssen danach erneut gekauft werden. Andere wiederum bieten die Lizenzen für Bibliotheken zwar ohne Befristung, aber deutlich teurer an als für private Käufer. Auch dies ist für die Bibliotheken der Onleihe nicht leistbar.

Sie können etwas tun, dass eBooks in dem Maße zugänglich sind, wie es von den Bürgerinnen und Bürgern unserer Wissensgesellschaft erwartet wird!

Unterstützen Sie die Kampagne "E-Medien in der Bibliothek: mein gutes Recht!“

Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) setzt sich für eine Gleichstellung von gedruckten Büchern und E-Books ein.

Um auf das Problem aufmerksam zu machen, gibt es eine europäische Kampagne: „E-Medien in der Bibliothek: mein gutes Recht!“ Umfangreiche Informationen zu "The right to e-read/ E-Medien in der Bibliothek" - Mein gutes Recht! finden Sie auf den Seiten des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V.