Bericht zur sozialen Lage in Regensburg

- Quantitative Analyse -

Obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern der Welt gehört und über weitreichende soziale Sicherungssysteme verfügt, ist stetig eine Ausweitung der Armutsbetroffenheit zu beobachten.

Die Bundesregierung fasst dabei vor allem zwei Entwicklungstendenzen zusammen:

  • Das Armutsrisiko steigt überproportional in den Bevölkerungsgruppen, die ohnehin am stärksten gefährdet sind (z. B. Langzeitarbeitslose und Personen mit geringer beruflicher Qualifikation).

  • Außerdem ist eine zunehmende soziale Entgrenzung von Armut zu beobachten, die weit bis in die als bisher gut gesichert geltende gesellschaftliche Mittelschicht hineinreicht.

Zwar leben aufgrund der wirtschaftlichen Stärke in Regensburg und Bayern insgesamt weniger arme Menschen. Der jetzt vorliegende Bericht zur sozialen Lage in Regensburg (2011) macht dennoch deutlich, dass sich auch Regensburg nicht auf einer „Insel der Glückseligen" befindet.

Dabei stand beim vorliegenden Bericht bewusst nicht die Aufgabe im Mittelpunkt, zum wiederholten Mal die Ursachen für Armut „aufzudecken“. Denn diese sind in Regensburg keine anderen als anderswo. Bundesweit veröffentlicht vor allem die Bertelsmann-Stiftung regelmäßig umfassende Analysen zum Thema Armut:

Sozialbericht - Illustrationsbild (C) Peter Ferstl, Stadt Regensburg

Im Regensburger Bericht sollen stattdessen strukturelle Zusammenhänge verschiedener sozioökonomischer Merkmale speziell für Regensburg analysiert werden. Ziel ist es, Anknüpfungspunkte besonders für kommunale Handlungs- und Steuerungspotentiale aufzuzeigen.
Aufbauend auf der vorliegenden statistischen Analyse sollen im Rahmen akteursübergreifender Arbeitsgruppen konkrete Handlungsansätze und Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation und der sozialen Integration benachteiligter Menschen in Regensburg entwickelt werden.

Weiterführende Informationen zur Maßnahmenentwicklung