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Gestaltung: grün, hell und freundlich

Die Anforderungen einer modernen Stadtgesellschaft spielten bei der Planung der neuen Fußgängerzone eine wesentliche Rolle. Das Gesamtkonzept setzt sich aus mehreren Einzelbausteinen zusammen, die in Summe ein zeitgemäßes Architekturkonzept ergeben.

Fußgängerzone - Rendering tkmaxx (C) mvisu.de/Till KwiotekSo soll es nach dem Umbau aussehen: eine freundliche und moderne Optik mit viel Grün und Sitzmöglichkeiten. © mvisu.de/Till Kwiotek

Mehr Grün in der Stadt

Grüne Oasen haben sich die Bürgerinnen und Bürger in der Planungsphase explizit gewünscht. Dieser Wunsch deckt sich mit dem Ziel der Stadtplaner, in der dicht bebauten, steinernen Altstadt die Raumqualität und das Kleinklima zu verbessern. Nach dem Umbau bleiben nicht nur die vorhandenen Bäume bestehen, es kommen auch neue große und kleine Bäume hinzu. Die ausgewählten Bäume passen sich optimal den klimatischen Bedingungen in der Altstadt an.

Pflasterbelag

In den Straßen und Gassen werden kleinteilige Granitpflastersteine verlegt, wie es sie beispielsweise auch in der Gesandten- und der Ludwigstraße gibt. Jeweils in der Mitte der Wege wird eine Entwässerungsrinne eingelassen, die nicht nur das Regenwasser ableitet, sondern auch Menschen mit eingeschränkter Sehfähigkeit bei der Orientierung hilft.

Plätze und Aufweitungen werden durch eine „Intarsie“ genannte optische Unterbrechung der Pflasterung gekennzeichnet. Dort werden großformatige Platten verlegt. Bäume und Bänke auf diesen Intarsien laden die Menschen zum Verweilen ein.

Stadtmöblierung

Die Sitzmöglichkeiten in der zentralen Fußgängerzone werden zur Belebung der öffentlichen Plätze beitragen und dienen vor allem älteren Bürgern und Familien als Aufenthaltsort ohne Konsumzwang. Dabei sind die Anforderungen hoch: Design und Funktionalität sowie Konstruktion, Material und Verarbeitung der Sitzmöbel müssen richtig gewählt sein, damit Witterung, Nutzung und Vandalismus den neuen Bänken nichts anhaben können. Neben den Standardmöbeln, die bereits am St.-Georgen-Platz verbaut sind, gibt es einen eigenen Wettbewerb „Objektkunst Sitzmöbel“, der besonders innovative und attraktive Sitzmöbel am Viereimerplatz und in der Schwarze-Bären-Straße hervorbringen soll. 

Beleuchtung

Auch das Beleuchtungskonzept der Fußgängerzone wird im Zuge der Sanierungsarbeiten modernisiert. Bestehende Mastleuchten werden aus den Straßen und Gassen der Altstadt entfernt, dafür die Altstadtleuchte „Ratisbona“ an den Hausfassaden angebracht. Die historisch anmutenden Lampen geben warm-weißes LED-Licht ab. Das sorgt nicht nur für eine angenehme Beleuchtung, sondern senkt auch die Energiekosten.

Spielpunkte

Damit sich auch Familien mit Kindern in der Fußgängerzone wohlfühlen, werden zwei Spielpunkte errichtet. Der bereits bestehende in der Königsstraße bleibt erhalten. Zusätzlich werden am Viereimerplatz neue Spielmöglichkeiten mit festen und beweglichen Elementen entstehen.

Fahrradbügel

Nach der Verkehrsfreigabe der zentralen Fußgängerzone für den Fahrradverkehr ist es nur konsequent, weitere Abstellbügel für Fahrräder zu installieren. Rund 30 weitere „Fahrrad-Parkplätze“ sollen während des Umbaus bis zum Jahr 2019 aufgestellt werden. An einigen Plätzen in der Regensburger Altstadt sind die reduziert gestalteten Bügel bereits zu sehen.

Müllbehälter

Für ein sauberes und gepflegtes Stadtbild werden 30 neue Abfallbehälter aufgestellt. Sie sind so gestaltet, dass sie optisch zur übrigen Stadtmöblierung (Bänke, Fahrradbügel etc.) passen.