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Stadtfreiheitstag - Verleihung städtischer Auszeichnungen

Laudationes von Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Verleihung der Matthäus-Runtinger-Medaille, der Stadtschlüssel, des Städtepartnerschaftspreises, des Kulturpreises, der Kulturförderpreise sowie des Prof.-Josef-Engert-Preises am Samstag, 16. November 2013, im Reichssaal des Alten Rathauses

-Es gilt das gesprochene Wort-

Verleihung der Matthäus-Runtinger-Medaille an Wolfang Dehen und Dr. Karlheinz Götz

Die durch Stadtratsbeschluss im Jahr 1979 geschaffene Matthäus-Runtinger-Medaille wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich auf dem Gebiet der Wirtschaft, der Gesellschaft, im Arbeitsleben oder im vorpolitischen Raum große Verdienste um das Wohl oder das Ansehen der Stadt erworben haben.

Heute erhält diese Auszeichnung Herr Wolfgang Dehen und Herr Dr. Karlheinz Götz.

Sehr geehrter Herr Dehen,

der Name Wolfgang Dehen steht für die Osram AG, als Teil der Osram AG steht Osram Opto Semiconductors für Regensburg und Sie stehen seit 2002, damals noch als Vorstandsvorsitzender der Siemens VDO Automotive AG, felsenfest hinter Regensburg als Wirtschaftsstandort.

Die wachsende strategische Bedeutung Regensburgs als Entwicklungs- und Produktionsstätte des automotive sectors ist mit Ihrem Namen verknüpft.

Insbesondere der Bau des Entwicklungszentrums im Jahre 2006, für das Sie sich als Vorstandsvorsitzender der Siemens VDO Automotive AG sehr eingesetzt haben, hatte daran einen wesentlichen Anteil.

2003 war der Beginn Ihres Engagements für ein weiteres Wissenschaftsgebiet, das mittlerweile ein Markenmerkmal für die Stadt Regensburg darstellt – die Sensorik.

Sie waren ein Motor beim Aufbau der Strategischen Partnerschaft Sensorik. Seit 2006 hat diese Partnerschaft zwischen Bildungseinrichtungen, Körperschaften und Unternehmen offiziell das Management für das Bayerische Sensorik-Cluster inne.

Mit circa 50 Mitgliedern aus Wirtschaft und Wissenschaft ist die Strategische Partnerschaft das Netzwerk der Sensorik-Branche.

Als Sie im November 2012 Vorsitzender der Osram Licht AG und gleichzeitig Geschäftsführer der Osram GmbH wurden, war das wieder ein Glücksfall für den Technologiestandort Regensburg.

Sie haben in der Folgezeit den Ausbau des Headquarters der Osram Opto Semiconductors GmbH in Regensburg vorangetrieben.

Mit Ihrer Standortentscheidung für die erste Pilotfertigung für die Organische Leuchtdiode (OLED) setzten Sie einen Meilenstein für den Innovationsstandort Regensburg.

Osram stand über 100 Jahre lang für die Glühbirne. Längst sind Sie, sehr geehrter Herr Dehen, dabei, den Konzern neu auszurichten, um Osram auch in der LED / OLED-Welt zum globalen Marktführer zu machen.

Für Osram sprechen hier Größe, Marktzugang und die Abdeckung der Wertschöpfungskette.

OLED-Technik, das ist zunächst Einsatz in Bildschirmen, Smartphones und Tablet – PCs, später auch in größeren Fernsehgeräten und Computer-Monitoren; natürlich auch im Automotive-Bereich, z.B. in Heckleuchten.

Es wird auch bereits an der Entwicklung großflächiger Raumbeleuchtungen gearbeitet. Aufgrund der Materialeigenschaften ist eine Verwendung von OLEDs als biegsamer Bildschirm und als elektronisches Papier interessant.

Für Regensburg waren Ihre Entscheidungen, Herr Dehen, oft von allergrößter Wichtigkeit. Unsere Stadt ist die heimliche Hauptstadt der LED / OLED-Lichttechnik in Deutschland, und Sie, sehr geehrter Herr Dehen, haben daran einen maßgeblichen Anteil.

Ich darf Ihnen ganz herzlich zur Verleihung der Matthäus-Runtinger-Medaille gratulieren.

Sehr geehrter Herr Dr. Götz,

die „Eröffnungsbilanz“ der Firma Götz im Jahre 1949 war schnell erstellt. Dem Vermögen in Form einer Leiter, eines geschenkten Fensterleders sowie ein paar Eimer und alten Handtüchern standen auf der Passivseite geliehene

56 DM gegenüber, der Gegenwert der Leiter. So gründeten Ihre Eltern am 1. Februar 1949 die Reinigungsfirma „K. Götz Blitz-Blank“.

Hatte das elterliche Unternehmen bei Ihrer Übernahme im Jahre 1967 bereits 200 Beschäftigte und einen Jahresumsatz von umgerechnet 485.000 Euro, so schlagen heute bei weltweit 15.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 205 Millionen Euro zu Buche. Innerhalb von nahezu 50 Jahren hat sich die Firmengruppe Götz unter Ihrer Führung zu einem der bedeutendsten Dienstleistungsspezialisten in Deutschland entwickelt.

Dabei gingen Ihre Berufswünsche in eine völlig andere Richtung. Sie studierten Pädagogik und stiegen 1966 in den Schuldienst ein.

Dennoch übernahmen Sie im Jahre 1967 aufgrund des frühen Todes Ihres Vaters die Firmenführung und bauten ein bedeutendes und international tätiges Unternehmen auf.

Sie haben immer neue Märkte früh erkannt und rasch erschlossen.

1975 haben Sie das Firmenangebot um Krankenhausreinigung und Industriewartung erweitert, 1977 kam als komplett neues Standbein der Götz-Sicherheitsdienst hinzu.

Mit der Deutschen Wiedervereinigung und der Öffnung des osteuropäischen Marktes gelang Ihnen eine enorme Expansion: Mit Niederlassungen in Sachsen und Thüringen und dem Schritt nach Tschechien und Ungarn.

Dabei kamen weitere Dienstleistungen, wie z.B. Geld- und Werttransporte, Baustellenabsicherungen, Schädlingsbekämpfung und Geldautomatenservice hinzu. Letztlich wagten Sie den auch den Sprung über den großen Teich nach Kanada.

2004 und 2005 gehörten Niederlassungen Ihrer Holding zu „Bayerns Best 50“, von 2004 bis 2007 reihte sich die Gruppe regelmäßig unter „Europe’s 500“ ein. Das sind die Firmen, die die höchsten Zuwächse an Arbeitsplätzen verzeichnen.

Als gebürtiger Regensburger blieben Sie unserer Stadt mit dem Hauptsitz des Unternehmens immer treu und trugen den Namen „Regensburg“ nach Europa und mittlerweile auch in den nordamerikanischen Kontinent.

Daneben haben Sie immer Zeit und Gelegenheit gefunden, sich in die Gesellschaft von Stadt und Region einzubringen. Als Förderer von Sozialprojekten, in kirchlicher Funktion und als ehrenamtlicher Interessensvertreter in Wirtschaftsverbänden.

Sehr geehrter Herr Dr. Götz,

Sie schufen in den letzten Jahren eine große Anzahl an neuen Arbeitsplätzen in der Region, in Bayern und weit darüber hinaus.

Als engagierter Unternehmer haben Sie Zeichen gesetzt und stets die Belange des Wirtschaftsraums Regensburg gefördert.

Ich gratuliere Ihnen herzlich zu der verdienten Auszeichnung.

Verleihung der Stadtschlüssel an Frau Petra Franziska Seitzer

Der Stadtrat hat 2004 beschlossen, die Auszeichnung „Stadtschlüssel“ zu schaffen. Damit werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich Verdienste um das Wohl der örtlichen Gemeinschaft erworben haben.

Sehr geehrte Frau Seitzer,

seit nahezu zwanzig Jahren engagieren Sie sich im Hospiz-Verein Regensburg, seit 2004 als Vereinsvorsitzende.

Die 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins begleiten im Jahr

rund 150 Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige; manchmal für ein paar Stunden, manchmal über mehrere Jahre hinweg.

Sie gehören selbst zu den Betroffenen: Mit 27 Jahren wurde bei Ihnen eine lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert; bereits als junge Erwachsene lernten Sie die Ängste einer Schwerkranken kennen.

Aufgrund Ihrer eigenen Erfahrungen können Sie die Bedürfnisse und Sorgen von Schwerstkranken besonders gut nachvollziehen. Sicher war dies mit ein Grund für Ihren Entschluss, sich in der Hospizarbeit zu engagieren.

Das größte Projekt des Vereins zusammen mit den „Johannitern“ ist der Bau des Johannes-Hospizes in Pentling. In wenigen Wochen wird es als erstes seiner Art in der Oberpfalz eröffnet.

Es bietet zehn Menschen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden, eine Heimat in der letzten Phase ihres Lebensweges. Sie, Frau Seitzer, haben sich unermüdlich für die Realisierung des Projekts eingesetzt.

Im Mittelpunkt all Ihrer Bemühungen standen und stehen die Wünsche und Bedürfnisse der Sterbenden und ihrer Angehörigen. Auch nach dem Tod hört Ihre Aufgabe nicht auf.

Sie, Frau Seitzer, kennen den Schmerz der Betroffenen. Ihre besonnene und ruhige Art schätzen sowohl die Patienten und Angehörigen als auch die Vereinsmitglieder.

Im Laufe Ihrer Hospizarbeit haben Sie unzählige Schicksale begleitet.

Sie geben vielen Menschen in einer schwierigen, manchmal aussichtslosen Lebenslage Hoffnung und Mut.

Sehr geehrte Frau Seitzer, Sie tragen einen herausragenden Anteil am Erfolg der Hospizbewegung in Regensburg und der Oberpfalz. Themen wie Sterben, Tod und Trauer, die zwar zu unserem Leben gehören, die wir aber meistens ausblenden, werden durch Ihre Arbeit in der Gesellschaft bewusst gemacht. Dabei sind Sie bescheiden und dankbar geblieben. Ich freue mich sehr, Ihnen die Auszeichnung „Stadtschlüssel“ überreichen zu dürfen und gratuliere Ihnen herzlich zu der Auszeichnung.

Verleihung eines Städtepartnerschaftspreises an YMCA Aberdeen und CVJM Regensburg

Im April 1998 hat der Stadtrat beschlossen, eine städtische Auszeichnung für besondere Verdienste im Bereich der Städtepartnerschaften zu schaffen.

Die Stadt Regensburg möchte damit Dank und Anerkennung für besonderes städtepartnerschaftliches Engagement zum Ausdruck bringen.

In diesem Jahr hat der Stadtrat entschieden, zwei Städtepartnerschaftspreise zu verleihen.

Leider kann Herr Gustav Frick, der heute für seinen Einsatz um die Partnerstadt Odessa geehrt werden sollte, aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein.

Der griechische Philosoph Epikur von Samos (um 341 v. Chr. bis 271 v. Chr.) hat einmal gesagt: „Von allen Geschenken, die uns das Schicksal gewährt, gibt es kein größeres Gut als die Freundschaft – keinen größeren Reichtum, keine größere Freude.“

Acht Städtepartnerschaften, die rund um unseren Globus reichen, pflegt Regensburg mittlerweile. Die ersten Bande wurden vor nahezu 60 Jahren mit der schottischen Stadt Aberdeen, der „Flower of Scotland“, geknüpft. Schon im November 1955 fand der erste offizielle Kontakt mit Repräsentanten aus Aberdeen statt.

Im Laufe der Jahre haben sich neben vielen offiziellen Kontakten zahlreiche Freundschaften entwickelt. Eine ganz besonders tiefe Freundschaft hat sich während der letzten 20 Jahre manifestiert:

Im Jahre 1994 begann die Partnerschaft zwischen dem YMCA Aberdeen und dem CVJM Regensburg.

Als Vereinigung junger Männer entstanden, steht eine Mitgliedschaft heute allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern bilden die weltweite Gemeinschaft des CVJM.

Die beiden christlichen Jugendbewegungen aus Aberdeen und Regensburg verbindet zuallererst der gemeinsame christliche Glaube. Den Verbänden ist es wichtig, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit zeitgemäßen Programmen diesen Glauben zu vermitteln. Genauso wichtig ist es aber auch, Lebensfreude und Werte weiterzugeben.

Zahlreiche Veranstaltungen prägen die Verbindung zwischen den Partnern.

Neben dem nun schon obligatorisch gewordenen jährlichen Austausch gab es in den vergangenen Jahren so manchen Höhepunkt.

Beispielhaft darf hier die im Jahre 2005 gemeinsam durchgeführte Radtour der beiden Vorsitzenden von Regensburg nach Aberdeen zum 50. Jahrestag der Städteverbindung erwähnt werden. Für 2015 ist bereits eine Folgetour angedacht, diesmal von den Highlands nach Bayern.

Herr Mike Will und Herr Ralph Osteroth, die beiden Vorsitzenden der Vereine, pflegen diese Partnerschaft seit nahezu 20 Jahren äußerst intensiv und haben wesentlichen Anteil daran, dass sich zwischen vielen Mitgliedern mittlerweile tiefe Freundschaften entwickelt haben.

Die freiwillige Arbeit in den Vereinen leistet Wertvolles, sie zeichnet für Gemeinsamkeit, Respekt und Vertrauen verantwortlich.

Der YMCA Aberdeen und der CVJM Regensburg sind ein Vorbild für eine funktionierende Partnerschaft und Botschafter für Frieden und Völkerverständigung.

Ich gratuliere den Vereinen sehr herzlich zur Auszeichnung mit dem Städtepartnerschaftspreis.

Verleihung des Kulturpreises an Guido Zingerl

Sehr geehrter Herr Zingerl,

ich freue mich sehr, Ihnen heute den Kulturpreis der Stadt Regensburg 2013 überreichen zu dürfen.

Als gebürtiger Regensburger halten Sie der Stadt seit nunmehr 80 Jahren die Treue und zählen zu den bemerkenswertesten Künstlern Regensburgs.

Schon in Ihrer Jugendzeit erkannte Alfons Maria Bauer, Ihr damaliger Lehrer am Albrecht-Altdorfer-Gymnasium, die Besonderheiten und den eigenwilligen Stil Ihrer Bilder und förderte Ihre Kunstbegeisterung.

Und es ist genau dieser für Sie typische Stil, der Ihre Werke so einzigartig macht.

Sie schaffen es wie kaum ein Zweiter, mit Ihren Bildern Geschichten zu erzählen, auf die sozialen Missstände unserer Zeit hinzuweisen und menschliche Schicksale aufzuzeigen.

„Urig, kantig und kritisch“ bezeichnet die Mittelbayerische Zeitung Ihre Art.

Das mag für den Betrachter manchmal anstrengend und unbequem sein, doch regt es auch zum Nachdenken an, zum Dialog mit Ihrem Werk und schließlich dazu, sich mit dem Leben an sich auseinanderzusetzen. Genau aus diesem Grund sind Sie, verehrter Herr Zingerl, für Merkur-Online ein „Wahrsager unter den Malern“ und für die Mittelbayerische Zeitung „ein mutiger Mahner“.

Auch als Karikaturist und Illustrator zahlreicher Bücher sind Sie über die Jahre in Erscheinung getreten. Bereits 1969 wurde Ihnen der Regensburger Kulturförderpreis verliehen und auch die überregionale Wertschätzung und Bewunderung Ihres Schaffens ist Ihnen schon lange sicher.

Mit der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Regensburg wird allerdings nicht nur Ihr außergewöhnliches Talent ausgezeichnet. Der Preis stellt darüber hinaus eine Würdigung Ihrer Verdienste um die Stadt dar.

Entscheidende Ereignisse der Regensburger Stadtgeschichte haben Sie mit den Mitteln der Karikatur und Satire dargestellt, viele Ihrer Werke zeigen unterschiedliche Facetten der Domstadt. So zum Beispiel auch der 20-teilige Bilderzyklus „Aufzeichnungen eines Donauschülers“, der in den Jahren 1985 bis 1986 entstanden ist. Welche außerordentliche Bedeutung dieses Werk unter anderem für die Stadt Regensburg hat, zeigt die Tatsache, dass wir uns bei der Bewerbung Regensburgs als Kulturhauptstadt 2010 dafür entschieden haben, eben jene Bilder als eines der Aushängeschilder für die Bewerbung Regensburgs auszuwählen und zu präsentieren.

Auch zahlreiche weitere Werke begeistern die Regensburger Kunstszene, so beispielsweise die Ausstellungen im Leeren Beutel oder das bekannte Betonrelief „Der Tanz um das goldene Kalb“, das heute am BayWa-Kulturspeicher seinen Platz gefunden hat.

Lieber Guido Zingerl, Sie sind ein Ausnahmekünstler im Bereich der Malerei, der Karikatur und Illustration und bereichern das kulturelle Leben unserer Stadt auf wertvollste Weise.

Sie haben durch Ihr Wirken künstlerische Spuren hinterlassen und Akzente gesetzt, die noch lange wirken werden.

Mit der Verleihung des diesjährigen Kulturpreises der Stadt Regensburg soll die Wertschätzung Ihrer Verdienste um die Stadt zum Ausdruck kommen und Ihr Lebenswerk gewürdigt werden.

Es ist mir daher eine besondere Ehre, Ihnen, lieber Guido Zingerl, den Kulturpreis der Stadt Regensburg für das Jahr 2013 im Namen des Stadtrats und der Stadt verleihen zu dürfen.

Verleihung des Kulturförderpreises an Anka Draugelates

„Es fing alles schon ganz früh an und wahrscheinlich konnte es gar nicht anders kommen…“

So formulieren Sie, verehrte Frau Draugelates, selbst den Einstieg auf Ihrer Homepage, wenn Sie den Beginn Ihres beruflichen Werdegangs und Ihre Liebe zur Musik schildern. „Erblich vorbelastet“ könnte man das wohl nennen, wenn beide Elternteile musikalisch aktiv sind, und man bereits von Klein an von Tönen, Klängen und Melodien umgeben ist.

Da ist es nicht verwunderlich, wenn man zu einem musikalischen Ausnahmetalent aufwächst.

Sehr geehrte Frau Draugelates, Sie zählen heute zu den herausragenden Solokünstlerinnen der Stadt Regensburg. Sie sind nicht nur als bemerkenswerte Sängerin und ideenreiche Komponistin bekannt, sondern auch als Multiinstrumentalistin.

Sie verstehen es, durch Ihr instrumentales Können und Ihre ausdrucksstarke und stimmliche Klanggestaltung zu begeistern.

Bei Projekten, in Konzerten und Performances verzaubern Sie Ihre Zuhörerinnen und Zuhörer.

Darüber hinaus inspirieren Sie seit vielen Jahren vor allem junge Nachwuchskünstlerinnen und -künstler.

Ihr Wissen und Können geben Sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule Regensburg an Studierende weiter.

Sie leisten einen maßgeblichen Beitrag zum kulturellen Leben unserer Stadt.

Sehr geehrte Frau Draugelates, Sie beschreiten beeindruckende und ungewöhnliche musikalische Wege und betreten immer wieder musikalisches Neuland.

Es ist mir heute eine besondere Freude, Ihnen heute den Kulturförderpreis der Stadt Regensburg zu verleihen.

Verleihung des Kulturförderpreises an „blink and remove“
Ralf M. Oberleitner und Stefan Alexander Wisiorek

Sehr geehrter Herr Oberleitner, sehr geehrter Herr Wisiorek,

Innovation, Kreativität und Zeitgeist – das sind vielleicht jene Aspekte, die am besten beschreiben, was das Künstlerkollektiv „blinkandremove“ ausmacht. Seit 2005 begeistern Sie sowohl in der regionalen und nationalen als auch in der internationalen Festival- und Clubszene mit Ihrer Kunst.

Ihr Spektrum als Künstlerduo, Designer und Performer ist äußerst vielfältig und breit gefächert: in der Kreation von Life Visuals, einer speziellen popkulturellen Form der Videokunst, gelten Sie als Vorreiter und haben sich auf diesem Feld durch ihren Ideenreichtum und unverwechselbaren Stil in der Szene einen Namen gemacht.

Sie kreieren und gestalten Videos, Installationen und Filmproduktionen, Sie agieren in unzähligen Projekten in den Bereichen der multimedialen Kunst und der Kunst im öffentlichen Raum. Kooperationen mit namhaften Künstlerkollegen, Installationen und Projektionen an verschiedenen Orten und Schauplätzen, Arbeiten für Tanztheater und Bühnenbilder sowie Auftritte auf renommierten Festivals – Ihren Terminkalender stelle ich mir alles andere als beschaulich vor! Etwa sechshundert Veranstaltungen wären für eine vollständige Aufzählung aller Projekte und Visualisierungen zu nennen, an denen Sie beteiligt waren.

Ganz besonders freut es mich, dass Sie sich als Künstlerkollektiv der Aufgabe gestellt haben, den künstlerischen Bereich der „Neuen Medien“ auch hier in Regensburg zu fördern. Die Weiterentwicklung zeitgenössischer, urbaner Kultur in Ihrer Wahlheimat Regensburg – das ist Ihr spannendes Thema.

Ich freue mich sehr, Ihnen heute den Kulturförderpreis der Stadt Regensburg überreichen zu dürfen und möchte Ihnen auf diesem Wege für Ihr großes Engagement danken.

Verleihung des Kulturförderpreises an Andreas Meixner und Stefan Nierwetberg, Herausgeber der Regensburger Musikedition

Sehr geehrter Herr Meixner, sehr geehrter Herr Nierwetberg,

Ihrer Leidenschaft und Ihrem Ideenreichtum sowie Ihrer Liebe und dem großen Verständnis für die Musik verdankt die Stadt Regensburg ein musikalisches Angebot der besonderen Art: die Regensburger Musikedition.

Im Rahmen der Musikedition wird Musikerinnen und Musikern der Stadt eine Plattform gegeben – um sich selbst zu verwirklichen, mit ihrer Musik zu experimentieren und diese weiterzuentwickeln. Das Besondere dabei ist die Vernetzung der Künstlerinnen und Künstler sowie der facettenreiche Querschnitt durch die Musikwelt, der hier präsentiert wird.

Was herauskommt, ist eine vielseitige CD-Edition, die die Regensburger Musikszene in ihrer Lebendigkeit und Qualität wiederspiegelt und zudem noch einen wertvollen Beitrag zur Dokumentation der Musikgeschichte der Stadt leistet. Alte Werke zum Beispiel werden hier wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht oder völlig neue Kompositionen zum ersten Mal zu Gehör gebracht.

Verehrter Herr Meixner, verehrter Herr Nietwetberg,

ich möchte Ihnen an dieser Stelle für Ihr außerordentliches Engagement im Zeichen der Musik danken. Ich freue mich sehr, Sie heute mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg auszeichnen zu dürfen.

Verleihung des Prof.-Josef-Engert-Preises für die Ko-Autorenschaft des wissenschaftlichen Fachpapiers „Do You Recognize That Building‘s Façade?“

Sehr geehrte Frau Schubart, sehr geehrter Herr Einmal, Herr Hackl, Herr Oreskovich,

mit dem Professor-Josef-Engert-Preis verbindet man möglicherweise zunächst traditionelle Qualifikationsschriften, wie studentische Abschlussarbeiten, Dissertationen oder Habilitationen. Ihre studienbegleitende Projektarbeit zeigt jedoch eindrucksvoll, dass auch diese Form des wissenschaftlichen Arbeitens einer solche Auszeichnung mehr als würdig ist.

Ihr Fachpapier, liebe Preisträger, ist Teil des Projekts URWalking der Universität Regensburg und leistet einen herausragenden Beitrag zu dessen Gelingen. Ziel des Projekts ist unter anderem, das Orientierungsverhalten von Fußgängern in der Regensburger Altstadt zu analysieren und – daraus resultierend – ein neuartiges Navigationssystem zu entwickeln, das an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst ist und so zum Beispiel aktuelle und interessante Informationen über historische Denkmäler über Mobiltelefone abrufbar und somit jederzeit zugänglich macht.

Das Konzept soll ebenfalls für das Campus-Gelände eingesetzt werden.

Ihre Arbeit leistet einen bedeutenden Beitrag zur Außendarstellung der Stadt Regensburg als historischen und zugleich technisch innovativen Standort.

Sie haben als Team einen Beitrag zur Forschung im Bereich Mensch-Maschine-Interaktion erbracht, der international auf bemerkenswerte Resonanz gestoßen ist.

Es ist mir eine außerordentliche Ehre, Ihnen als Autorenkollektiv, zusammen mit Herrn Glaser, der heute leider verhindert ist, den Professor-Josef-Engert-Preis 2013 verleihen zu dürfen. Ich darf Ihnen im Namen der Stadt Regensburg von Herzen zu dieser Auszeichnung gratulieren und wünsche Ihnen weiterhin viel Durchhaltevermögen und Erfolg in Ihrem wissenschaftlichen Wirken und für die Weiterführung Ihres Projekts natürlich alles Gute.