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Blumenschmuckwettbewerb

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Preisverleihung für die Wettbewerbe Blumen- und Gartenschmuck, Kleingartenwettbewerb sowie den Sonderwettbewerb „Begrünter Innenhof“ der Stadt Regensburg am 08.10.12


Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer des Grüns unserer Stadt,

ich möchte Sie alle hier im Reichssaal des Alten Rathauses herzlich willkommen heißen. Mein besonderer Gruß gilt:

  • den Vorsitzenden der Kleingartenvereine mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Herrn Peter Sperlich an der Spitze
  • den OGV-Vorsitzenden mit ihrem Stadtverbandsvorsitzenden, Herrn Dr. Hans-Joachim Hoffmann
  • den Gärtnern und Floristen unserer Stadt.

Sie haben auch in diesem Jahr mit der Auslage der Anmeldebögen die Aktionen unterstützt. Ein großes Dankeschön hierfür.

  • den Vertretern der Regierung der Oberpfalz
  • den Vertretern des Landratsamtes
  • den Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates
  • den Vertretern von Presse, Medien

Ein herzlicher Gruß gilt auch unseren Akteuren - Christina Fink-Rester und Eberhard Geyer. Beide sind weit über die Grenzen Regensburgs hinaus bekannt und werden uns mit Sicherheit einen unterhaltsamen Abend bereiten.

Ganz bewusst werden wir ihnen schon vor der heutigen Preisverleihung viel Zeit einräumen, denn die heiteren Chansons aus den „Goldenen Zwanzigern“ sollen gleichzeitig Anerkennung und Preis für das Engagement der Hobby- und Kleingärtner für ein auch optisch „Blühendes Regensburg“ sein.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

warum gibt es in unserer Stadt Wettbewerbe, die den Blumenschmuck und die verschiedenen Möglichkeiten der Begrünung zum Thema haben? Nun, zunächst einmal wollen wir die Aktivitäten unserer Bürgerinnen und Bürger zur Verschönerung der Stadt Regensburg anerkennen. Darüber hinaus möchten wir die Bevölkerung aber auch ermuntern, im privaten Bereich das Stadtbild mit Pflanzen attraktiver zu gestalten.

Das Thema Klimaveränderung ist uns allen bekannt. Das Grün in unserer Stadt ist in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Pflanzen verbessern das Mikroklima. Bepflanzte Flächen führen zu einer geringeren Aufheizung. Die natürliche Verdunstung und die damit verbundene Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch Pflanzen führen zu einer erhöhten Staubbindung. Schadstoffe werden gebunden und in der Pflanzendecke deponiert. Dies wiederum führt zu einer erheblichen Verbesserung der Luftqualität.

Durch Balkon- und Fensterschmuckbepflanzung werden Straßenräume natürlich auch angenehmer, freundlicher und persönlicher. Eine Bepflanzung belebt die Fassade. Sommerblumenschmuck am Haus ist aber sehr viel mehr als nur hübsche Dekoration. Die Beschäftigung mit Pflanzen fördert das Naturverständnis und regt die Phantasie an. Darüber hinaus vermittelt Grün auch zwischen den Menschen. Nachbarn finden durch das Gespräch über Pflanzen zueinander.

Blumengeschmückte Fassaden und Eingangsbereiche fungieren als Willkommensgruß für Besucher der Stadt und die Kunden unserer Geschäfte.

Die Schönheit von Plätzen und Bauwerken kann durch Pflanzen gesteigert werden. Unschöne „Ecken“ kann man zumindest optisch, verschwinden lassen. Dabei liegt die Bedeutung weniger bei der Quantität als vielmehr bei der Qualität Ihrer Beiträge, denn es wäre sicher schade, interessante Hausfassaden hinter meterlangen Blütenkaskaden zu verbergen.

Die Initiative aller Bürgerinnen und Bürger ist notwendig, um sämtliche Mittel zur Aufwertung des Lebensraumes Stadt zu nutzen. Gerade im Innenstadtbereich könnte hier noch wesentlich mehr geschehen. Wie wir beobachten können, und dies wurde leider auch von der Jury bestätigt, sinkt die Bereitschaft zum Fassadenschmuck mit Pflanzen.

Es ist aber dennoch erfreulich, dass auch in diesem Jahr wieder viele Bürgerinnen und Bürger durch die Bepflanzung von Fenstern, Balkonen und Gärten mitgeholfen haben, ein blühendes Gesamtbild zu präsentieren.

An dieser Stelle möchte ich mich sehr herzlich für die Unterstützung durch die Regensburger Bürgerschaft, die Geschäftsleute, Betriebe und Institutionen bedanken, die weder Kosten noch Mühe scheuen, an der Verbesserung und der Verschönerung unserer Stadt mitzuwirken.

Pflanzen in der Stadt bedeutet, nicht nur gelegentliches Wochenendgrün zu genießen, sondern Grün für den Stadtalltag und Naherholung der kurzen Wege zu schaffen.

Wer unsicher ist, welche Pflanzen er verwenden soll oder welche Kombinationen gut glücken, kann sich bei den Regensburger Gartenbaubetrieben oder unserem Gartenamt fachlichen Rat holen. Neben dem umfangreichen Kursprogramm des Gartenamtes gibt darüber hinaus eine Vielzahl an Fachliteratur Hobbygärtnern Antworten auf fast alle Fragen.

Dem Aufruf zur Teilnahme an den Wettbewerben 2012 folgten wieder viele Bürgerinnen und Bürger und ließen unsere Stadt an zahlreichen Stellen grünen und blühen. Die Jury konnte nahezu 250 Objekte beurteilen.

Beurteilt haben diesmal:

  • Frau Brigitte Heer, Mitglied im Obst- und Gartenbauverein und engagierte Bürgerin im Stadtteil Burgweinting
  • Frau Adelheid Wenk, Kleingartenfachberaterin
  • die Fachlehrerin für Gestaltung und Floristik am Berufsbildungszentrum, Frau Klara Schober
  • Frau Ingrid Bäuerlein, Pflanzenexpertin in der gleichnamigen Staudengärtnerei in Peising, bei Bad Abbach
  • Frau Katharina Schipulle vom Umwelt- und Rechtsamt mit dem Aufgabengebiet Naturschutz
  • Frau Christine Lippert, Baureferendarin beim Stadtplanungsamt
  • der 1. Vorsitzende des Stadtverbandes der Kleingärtner, Herr Peter Sperlich
  • Herr Jonas Doerfler, stellvertretender Amtsleiter beim Stadtplanungsamt
  • Herr Gerd-Dieter Vangerow, Gartenfachberater und Mitarbeiter im Stadtgartenamt, der gleichzeitig mit der gesamten Koordination der Wettbewerbe betraut war.

Den engagierten Mitgliedern der jeweiligen Jury gilt an dieser Stelle mein besonderer Dank.

Jeder, der zur Verbesserung und Verschönerung des Grüns in unserer Stadt beiträgt, hätte einen Preis verdient. Einzelne Leistungen sollen heute dennoch besonders hervorgehoben werden. Sie dürfen sich über Urkunden und den ausgezeichneten Regensburger Stadtwein freuen. Mehr als 80 Auszeichnungen, die wir heute vergeben können, sprechen für sich.

Beim Blumenschmuckwettbewerb bekommen in den Kategorien „Fenster“, „Balkon“, „Hausfassade“ und „Vorgarten“ jeweils zehn Bewerber über einen Preis. Die ersten drei Preise im Wert von insgesamt 350,- € wurden vom Kreisverband Regensburg Stadt für Gartenkultur und Landespflege zur Verfügung gestellt. Dafür möchte ich mich ganz besonders bedanken.

Einen großen Stellenwert nehmen auch unsere 23 städtischen Kleingartenanlagen in Regensburg ein. Mit über 1800 Einzelgärten beeinflussen die Kleingärtner auf mehr als 62.000 m² Grünfläche durch die abwechslungsreiche Gestaltung ihrer Gärten das Stadtklima und die Stadtökologie positiv.

Beim Kleingartenwettbewerb wurden diesmal „Paradiesgärten“ gesucht. Vor allem vielfältige und nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftete Gärten konnten hier brillieren. Sie bieten den größten Erlebnisreichtum und entsprechen auch am meisten den Zielsetzungen des Kleingartengedankens. Wer also allein Wert auf eine schöne Laube und gepflegten englischen Rasen legte, hatte schlechte Karten.

Der diesjährige Sonderwettbewerb hatte den „Begrünten Innenhof“ zum Thema. Für die Verbesserung des Kleinklimas haben gerade die Innenhöfe im Altstadtbereich eine große Bedeutung. Schaut man sich Luftbilder genauer an entdeckt man, wie groß hier das Potential an Fläche und damit Platz für Grün ist. Viele Innenhöfe fristen noch ein trauriges Dasein und dienen oft nur als Abstellfläche.

Mit dem Wettbewerb möchten wir vor allem die Besitzer und Nutzer von Innenhöfen ermuntern, mehr aus diesen Flächen zu machen. Denn durch das Pflanzen von Bäumen und Sträuchern, Fassadenbegrünung und die Entsiegelung von Teilbereichen erhöhen sie nicht nur die Lebensqualität der Bewohner, sondern tragen zu Verbesserung des Stadtklimas bei. Für die besten Drei gibt es Geldpreise. Das Umwelt- und Rechtsamt stellte aus dem „grünen Konto“ insgesamt 600,-€ zur Verfügung.

Bei den Regensburger Grünwettbewerben konnten alle nur gewinnen. Alle, die mitmachten und sich an der Pflege, am Wachsen und Gedeihen von Pflanzen freuen. Aber auch alle Besucher, Passanten und Geschäftsleute in der Stadt profitieren vom wohltuenden Blühen und Grünen im Stadtbild. Und nicht zuletzt gewinnt auch das Ansehen unserer Stadt durch hochwertigen, ansprechenden Blumenschmuck und ein gutes Stadtklima durch vielfältige Begrünung.

Wer heute keine Urkunde mit nach Hause nehmen kann, den darf ich trösten. Sie alle kommen nun in unserem blumengeschmückten Reichssaal in den Genuss heiterer Chansons aus den „Goldenen Zwanzigern“. Und natürlich gibt es bei künftigen Grünwettbewerben eine neue Chance.

Ich wünsche uns einen unterhaltsamen Abend.