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Amtseinführung von Oberstudiendirektorin Sigrid Partenfelder

-Es gilt das gesprochene Wort-

Begrüßung von Bürgermeister Gerhard Weber anlässlich der Amtseinführung von Oberstudiendirektorin Sigrid Partenfelder als neue Schulleiterin des Städtischen Von-Müller-Gymnasiums am 26. September 2011


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

der heutige Tag ist ein wichtiger „Meilenstein“ für unser Städtisches Von-Müller-Gymnasium, denn heute findet die offizielle Amtseinführung der neuen Schulleiterin, Frau Oberstudiendirektorin Sigrid Partenfelder statt. Nach 14 Jahren unter herausragender Leitung von Herrn Oberstudiendirektor Artur Pfoser geht die Verantwortung in neue Hände über. Die Wichtigkeit und Bedeutung dieses Tages wird auch an der großen Anzahl der heute erschienenen Festgäste deutlich.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich darf Sie heute hier in der Aula des Städtischen Von-Müller-Gymnasiums herzlich begrüßen.

Sehr geehrte Frau Partenfelder, meine sehr geehrten Damen und Herren,

die Stadt hat es sich bei der Suche nach einer Nachfolgerin bzw. einem Nachfolger von Herrn Oberstudiendirektor Pfoser und der damit verbundenen Leitung des Städtischen Von-Müller-Gymnasiums nicht leicht gemacht. Die Leitung eines so großen und bedeutenden städtischen Gymnasiums stellt für jeden Bewerber eine große Herausforderung dar, die mit ebenso großer Verantwortung verbunden ist. Gerade in einer Zeit, in der innere und äußere Schulreformen vehement und allgegenwärtig diskutiert werden, ist es bestimmt nicht einfach, die Leitung einer Schule mit fast 80 Lehrkräften und über 800 Schülerinnen und Schülern zu übernehmen.

Sie, sehr geehrte Frau Partenfelder, haben sich dieser Herausforderung gestellt. Einer Herausforderung, die neben einem Höchstmaß an pädagogischen Fähigkeiten auch großes gestalterisches Geschick sowie Kreativität und vor allem viel menschliches Einfühlungsvermögen verlangt, um allen Schülern, Lehrern und Eltern gerecht zu werden. Die Worte „Lehrerkollegium“ und „Schulfamilie“ drücken dies deutlich aus.

Als Schulleiterin sind Sie eben nicht bloß Vorgesetzte, sondern vor allem als pädagogische Beraterin für Ihre Lehrkräfte, für Eltern und Schüler, als Expertin für schul- und beamtenrechtliche Probleme, als Organisatorin, Vorbild und Repräsentantin Ihrer Schule in der Öffentlichkeit gefragt und gefordert. Man wird von Ihnen zudem Entscheidungen erwarten, die mehr voraussetzen als fachliches Wissen und Können.

Man wird erwarten, dass Sie nicht nur mehr wissen und können, sondern noch mehr ….. verstehen. Die durch Ihre früheren Tätigkeiten als Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin erworbenen Erfahrungen werden Ihnen dabei auch in schwierigen Gesprächen und Auseinandersetzungen jenes Maß an Entgegenkommen, aber auch an Standfestigkeit gegenüber Kollegium, Eltern und Schülern sichern, das Sie benötigen, um unser Städtisches Von-Müller-Gymnasium nach modernsten pädagogischen Gesichtspunkten zu führen und weiterzuentwickeln. Dieses Gymnasium wird unverändert Schritt für Schritt nach dem zukunftsweisenden „Regensburger Modell“ zum einzigen voll gebundenen Ganztagsgymnasium in Ostbayern ausgebaut und der verbindliche Ganztagsunterricht in allen Jahrgangsstufen sukzessive umgesetzt. Der heutige Tag ist deshalb auch - wie ich es eingangs bewusst formuliert habe – ein wichtiger Meilenstein, aber keine Wendemarke.

Bereits im ersten Schuljahr 2010/11 haben die Schülerinnen und Schüler der Ganztagsklassen hervorragende Noten erreicht. Dieses erfreuliche Ergebnis sollte auch weiterhin das Ziel sein, es weist den richtigen Weg für den weiteren Ausbau von Ganztagsklassen in allen Jahrgangsstufen. Dass natürlich auch den Klassen, die noch nach dem alten Unterrichtsmodell beschult werden, die nötige Aufmerksamkeit geschenkt werden muss, versteht sich von selbst.

Auch auf die musische Ausbildungsrichtung unseres städtischen Gymnasiums sind wir alle außerordentlich stolz. Dieser Zweig trägt zur wesentlichen Profilbildung dieser Schule bei und liegt der Stadt wie auch mir persönlich sehr am Herzen.

Nur im engen Kontakt zwischen der Schule und dem Schulträger Stadt Regensburg kann Fehlentwicklungen und Fehlinvestitionen vorgebeugt und gegengesteuert, können Probleme rechtzeitig erkannt und Lösungsmöglichkeiten gemeinsam gefunden werden.

Dabei sind auch Erfindungsreichtum und Mut zur Improvisation seitens der Schule erforderlich, denn es gilt mit den personellen und materiellen Ressourcen der Schule wirkungsvoll umzugehen, das heißt ökonomisch und ergebnisorientiert zu handeln. Ich biete Ihnen, sehr geehrte Frau Partenfelder, eine gute, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der gesamten Stadtverwaltung an, insbesondere mit dem Amt für Schulen und mit mir als Schulreferenten.

Sehr geehrte Frau Partenfelder, Sie sind nun an einer Schule, die sich durch ein überzeugendes Schulprofil, ein außergewöhnliches pädagogisches Konzept nach dem Regensburger Modell, ein hoch engagiertes Lehrerkollegium sowie sehr aktive und lernbegierige Schülerinnen und Schüler auszeichnet. Sie werden sich jetzt der hochspannenden Aufgabe widmen, auf dem bisher Erreichten und Bewährtem aufzubauen, auf diesem Weg behutsam weiterzugehen und die Schule in diese Richtung weiterzuentwickeln. Ich wünsche Ihnen für Ihre neuen und verantwortungsvollen Aufgaben viel Erfolg und gutes Gelingen, eine glückliche Hand zum Wohle unserer „Schulfamilie“ und Gottes Segen.