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Eröffnung BIOtechnikum des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

-Es gilt das gesprochene Wort-

Grußwort von Bürgermeister Gerhard Weber anlässlich der Eröffnung des BIOtechnikums des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) am Mittwoch, 16. Juni 2010, 11.00 Uhr, auf dem Neupfarrplatz


Anrede

Ich freue mich, heute hier mitten in der Altstadt, an historischer Stelle, das Biotechnikum des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF zu eröffnen, eine mobile Ausstellungs- und Erlebniswelt wie sie besser zu Regensburg nicht passen könnte.

Das Biotechnikum des BMBF beleuchtet eine Technologie, die in Regensburg sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft längst zu Hause ist und die mit dafür verantwortlich zeichnet, dass Regensburg heute nicht mehr nur das mittelalterliche Wunder Deutschlands und Welterbestätte von internationalem Rang darstellt, sondern einen der dynamischen und führenden High Tech Standorte in Bayern und Deutschland.

Ob in den Labors der jungen Biotech Unternehmen im BioPark, im Klinikum, in der Biologie, der Pharmazie oder Chemie an der Universität Regensburg, ob im Maschinenbau an der Hochschule Regensburg oder bei Unternehmen wie Antisense Pharma, AMGEN, AMAREG Haupt Pharma oder Geneart. Biotechnologie ist längst in Regensburg angekommen, als Schlüsselbranche etabliert und sie sorgt für hochqualifizierte Arbeitsplätze und Wohlstand.

Regensburg ist in Bayern hinter München die Nummer 2 in der Biotechnologie und zählt zu den 10 bedeutendsten Biotech- Standorten in Deutschland.  Aber: Ist die Biotechnologie auch in den Köpfen der Menschen zu Hause? Kennt unsere Gesellschaft die Errungenschaften der Biotechnologie der letzten Jahre, weiß sie die wirtschaftliche Bedeutung, die die Biotechnologie schon heute hat und schätzt sie ihre Zukunftsperspektiven. Oder überwiegen die Unsicherheit, die Angst und die Skepsis vor Technologien, die man nicht mehr auf dem ersten Blick versteht und deren Wirkungen man nicht so leicht einstufen kann.

Die Frage „Warum und Wie funktioniert Biotechnologie“ kann dann doch nur noch der kleine Kreis der Experten beantworten. Aufklärung ist also angesagt. Veranschaulichen, verständlich machen und Begeisterung dafür wecken, wie biotechnologische Vorgänge funktionieren und wie man der Natur auf die Schliche kommen kann. Dies ist eine ganz wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Nur wenn eine Gesellschaft hinter den neuen Technologien steht, die sie entwickelt, haben diese langfristig eine Chance.

Neugierde zu wecken, kompetent und neutral informieren und Chancen sichtbar machen – dies ist die Aufgabe des Biotechnikums, das für 3 Tage in Regensburg Station macht. Es ist ein Angebot an jung und alt, sich diesem komplexen aber faszinierenden Thema zu nähern - nicht nur in der Theorie, sondern auch ganz praktisch am Labortisch. Viel intensiver und realitätsnäher als bei klassischen Ausstellungskonzepten lädt das Biotechnikum nicht nur zum mitmachen ein, es fordert auf.

Das Biotechnikum soll die Neugierde im Menschen wecken und soll uns letztendlich eine Technologie ein Stück näher bringen und verständlicher machen, mit der wir die Chance haben, Lebensqualität und Gesundheit nochmals erheblich zu steigern. Sie soll vor allem junge Menschen dazu motivieren, sich wieder mehr mit dem „Warum“ zu beschäftigen und sich wieder stärker dem Thema „Technik und Naturwissenschaften“ zu widmen.

In einem Land wie Deutschland, das mit Rohstoffen nur sehr spärlich ausgestattet ist, stehen und fallen die Wirtschaftskraft und unser Wohlstand mit der Innovationskraft, dem Erfindergeist und dem Wissen in der Gesellschaft. Dies wurde in den letzen Jahren oftmals unterschätzt und unser heutiger Mangel an ausgebildeten jungen Ingenieuren und Naturwissenschaftlern ist nicht nur ein erstes Warnsignal. Wir müssen wieder mehr junge Menschen für Technik und Naturwissenschaften begeistern. An den Schulen, im Elternhaus und an den Hochschulen. Dazu soll das Biotechnikum als kleiner Mosaikstein mit beitragen.

Ihnen - werte Gäste - wünsche ich viel Vergnügen beim Gang durch das Biotechnikum und ich würde mich freuen, in den nächsten Tagen viele junge Familien, SchülerInnen und Studierende zu sehen, die extra wegen der Ausstellung zum Neupfarrplatz kommen.

Den Veranstaltern BMBF, den bayerischen Staatsministerien für Unterricht und Kultus sowie Wissenschaft, Forschung und Kunst und unserer BioPark Regensburg GmbH gilt mein herzlicher Dank für 3 Tage High Tech am Neupfarrplatz.