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Aushändigung von Auszeichnungen

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Aushändigung von Auszeichnungen am Dienstag, 22. September 2009, 14.30 Uhr, im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses

 

Anrede

ganz herzlich möchte ich Sie zu dieser kleinen Feierstunde im Kurfürstenzimmer des Alten Rathauses begrüßen, wo ich heute die äußerst angenehme Aufgabe habe, verdiente Bürgerinnen und Bürger für ihre Verdienste um die Gesellschaft und die Stadt Regensburg auszeichnen zu dürfen.

Viele Jahre lang haben sich
Frau Philomena Baumann,
Frau Elisabeth Stäbler,
Frau Luise Mozek,
Herr Prof. Dr. Martin Creuzburg, Herr Horst Scholz und
Herr Johann Robl in den Dienst der Allgemeinheit gestellt.
Herrn Robl darf ich zusätzlich noch nachträglich ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren: Am vergangenen Freitag konnte er sein 89. Lebensjahr vollenden.

Die genannten Personen werden für ihr Engagement mit dem Ehrenblatt der Stadt Regensburg bzw. mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste vom im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern geehrt.

Sehr geehrte Damen und Herren,
und damit meine ich insbesondere die ehrenamtlichen Helfer, die heute die Auszeichnungen entgegennehmen werden. Sicher sind Sie im Laufe Ihres Engagements bereits einmal oder vielleicht auch öfter gefragt worden:

„Sag mal, warum tust Du Dir das alles eigentlich an, es bringt Dir doch nichts außer Arbeit – dankt Dir die ganze Mühe überhaupt jemand?“
So oder ähnlich werden bestimmt nicht nur in Einzelfällen Zweifel an der Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements geäußert. Vielleicht hat Sie eine derartige, in den Raum geworfene Meinung oder Frage bisweilen zum kurzen Nachdenken angeregt, so wie ich Sie jetzt alle ganz bewusst zum Nachdenken anregen möchte:

„Bringt das Ehrenamt überhaupt was?“

Der österreichisch – britische Philosoph Sir Karl Raimund Popper hat einmal gesagt: „Während wir Philosophen noch streiten, ob die Welt überhaupt existiert, geht um uns herum die Natur zu Grunde.“

Wir alle nehmen alltäglich die Meldungen in den Medien über den Klimawandel zur Kenntnis und die begleitenden Aufrufe, alternative Energien stärker zu fördern. Hier steht jedoch nicht der Staat in einer Alleinverantwortlichkeit, jeder für sich kann seinen Beitrag dazu leisten, indem er sich z.B. über alternative Heizungsquellen oder Stromerzeugung informiert und vielleicht auch in Zukunft nützt – etwa beim privaten Wohnungsbau.

Wasser – unser Lebenselixier schlechthin! Unser aller Aufgabe ist es, unsere Quellen, mit denen wir in unserer Region Gott sei Dank noch reichlich gesegnet sind, zu schützen – im täglichen Haushalt aber auch während des Freizeitvergnügens.

Da gibt es Menschen wie Herrn Prof. Dr. Creuzburg oder Herrn Scholz, die unermüdlich für den Erhalt unserer Umwelt arbeiten und zahlreiche Stunden verbracht haben, ihren Mitmenschen, uns allen, die Bedeutung des Umweltschutzes näherzubringen, uns aufzurütteln.

Ich frage Sie wiederum: „Bringt das Ehrenamt was?“

Fassungslos mussten wir alle den Ausbruch sinnloser Gewalt am vorletzten Wochenende an der S-Bahnhaltestelle in München-Solln zur Kenntnis nehmen, dem ein Mitbürger zum Opfer fiel, als er Zivilcourage gezeigt hat. Man kann jetzt über mögliche strafrechtliche Konsequenzen diskutieren, darf darüber hinaus aber nicht vergessen, dass Prävention das beste Mittel ist, derartige Taten zu verhindern. Prävention, die bereits in der familiären Erziehung beginnt. Hierbei helfen auch insbesondere Staat und kirchliche Einrichtungen, wenn sich Eltern überfordert fühlen.

Genau hier setzt wiederum ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedensten Aufgabenbereichen an. Ob es sich um auffällig gewordene Jugendliche handelt oder um die Integration von Mitbürgern mit Migrationshintergrund. Menschen, die sich in die Gesellschaft eingebunden und darin anerkannt sehen, werden sich für sie engagieren, sie unterstützen und nicht bekämpfen.

Frau Stäbler und Frau Mozek haben sich dem genannten Personenkreis jahrelang gewidmet und damit einen äußerst wichtigen Beitrag für die Gesellschaft geleistet.

„Bringt das Ehrenamt was?“

Da gibt es Menschen, die eines besonderen Zuspruchs, eines hohen Verständnisses einer uneingeschränkten Liebe bedürfen: Kinder, Kranke, Kriegs- und Wehrdienstopfer, Menschen mit Behinderung.

Auch hier teilen sich Staat, Kirchen, Sozialverbände aber auch Privatpersonen die gesamte Aufgabenpalette, wobei den ehrenamtlichen Helfern eine nicht wegzudenkende Position zufällt.

Berichte, die die jüngere Generation bis dato nicht gekannt hat, rücken mehr und mehr in das Bewusstsein. Berichte über heimkehrende deutsche Soldaten aus den Kriegsgebieten in Afghanistan. Soldaten, die schwer verwundet oder traumatisiert sind. Neben der Fürsorge der Familie brauchen diese Männer auch mehr und mehr rechtlichen Beistand um ein Leben, das sie nicht gewohnt sind, meistern zu können und die Integration in ein Berufsleben nach der Bundeswehr zu schaffen.

Daneben bedürfen Kranke und Menschen mit einer dauerhaften Einschränkung der besonderen Zuwendung. Unzählige Einsätze können hier unter anderem kirchliche Hilfsorganisationen auf der Haben-Seite verbuchen. Seien es Sonderzüge im Rahmen von Wallfahrten oder Aufgaben im Rettungs- und Sanitätswesen, ehrenamtliche Helfer stehen rund um die Uhr im Einsatz zum Wohle dieser Menschen.

In ihren Hilfsorganisationen haben Frau Baumann und Herr Robl jahrelang vorbildlichen Einsatz gezeigt.

Ich darf Sie zum letzten Mal fragen, obwohl ich sicher bin, Ihre Antwort darauf zu kennen:
„Bringt das Ehrenamt was?“

Ich glaube jeder in diesem Kreise wird dies, ohne zu zögern, mit einem kräftigen „Ja“ beantworten. Auch die Frage, ob dem engagierten Personenkreis je ein Dank zuteil wird lässt sich – denke ich – beantworten.

Jedes Lachen eines Kindes, jeder Händedruck eines kranken Menschen, jede Blume, die am Wegesrand blüht und jede Forelle, die im sauberen Wiesenbach munter ihre Bahn zieht, bedeuten Dank, Erfolg und sicherlich Ansporn, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Creuzburg,

Sie engagieren sich bereits mehr als 15 Jahre für den Umweltschutz. Seit 30 Jahren Mitglied des Bundes Naturschutz in Bayern, haben Sie sich dem Forschungsgebiet Alternative Energien zugewandt. Insbesondere haben Sie sich für die Einsparung von Energie und für die Förderung der Photovoltaik eingesetzt.

Eigenhändig haben Sie z.B. auf dem Dach der Landesgeschäftsstelle des Bundes Naturschutz Ihre selbst geplante Photovoltaik-Anlage zusammen mit einigen Mitgliedern der Kreisgruppe montiert.

Sie haben die Kreisgruppe intensiv beraten und praktisch aufgezeigt, wie man effizient Energie einsparen kann. Durch einfachste Methoden konnte somit in den Geschäftsräumen der Stromverbrauch um 1200 kWh pro Jahr gedrosselt werden – die Menge, mit der ein energiebewusster Drei-Personen-Haushalt ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden könnte.

Dem im Jahre 1994 in Regensburg gegründeten SAMOS e.V. (Solar Anlagen Mit Organisierter Selbsthilfe) traten Sie kurze Zeit später bei und gehören seit dieser Zeit zu den tragenden Mitgliedern.

Seit Dezember 1999 sind Sie 1. Vorsitzender des Vereins. Ursprüngliches Ziel von SAMOS e.V. war es, die Nutzung von Solarenergie beispielhaft zu demonstrieren. Heute besteht er aus engagierten Menschen, die den Umwelt- und Klimaschutz in allen Bereichen aktiv fördern wollen und sich deshalb für Energiespartechniken und regenerative Energieerzeugung einsetzen.

Dank Ihrer fachlichen Kompetenz konnte sich der Verein einen hervorragenden Ruf als unabhängiger Berater für Regensburg auf den Gebieten der

  • effizienten Nutzung von Energie,
  • Energieeinsparung und
  • Nutzung regenerativer Energie

erwerben.

Mit Ihren Aktivitäten haben Sie auch sicherlich dazu beigetragen, dass Regensburg in der Solarbundesliga immer auf den vorderen Plätzen zu finden ist. Hierbei handelt sich es um eine jährliche Tabellendarstellung aller Neuinstallationen.

Sie haben sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht. Für Ihre Verdienste darf ich Ihnen das Ehrenblatt der Stadt Regensburg verleihen.

 

Sehr geehrte Frau Stäbler,

Sie setzen sich sich bereits seit über 25 Jahren für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt ein. Unzählige Stunden verbrachten Sie im ehrenamtlichen Einsatz, sei es in Gruppenstunden oder im Bastel- und Verkaufsdienst.

Im Jahre 1982 gründeten Sie den Pfadfinderstamm St. Paul in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), dessen Vorsitz sie bis 1986 innehatten. Darüber hinaus waren Sie von 1985 bis 1989 Bezirksvorsitzende der DPSG im Dombezirk. Seit 1990 unterstützten sie den Verein, indem sie sich als Materialwart zur Verfügung stellten und kostenlos Lagerfläche anboten.

Immer wieder brachten Sie sich bei Veranstaltungen ein, organisierten und unterstützten die Verantwortlichen auf jede erdenkliche Weise. Sie widmeten sich dabei im Besonderen Mädchen und jungen Frauen in der DPSG, wobei einer Ihrer Arbeitsschwerpunkte deren Koedukation und Stärkung waren.

Mit großem Eifer widmeten Sie sich neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit als Erzieherin im Kinderzentrum St. Vincent der Gestaltung dieses Hauses, indem Sie sich bei jeder Veranstaltung liebevoll um die Dekoration des Heimes kümmerten.

Darüber hinaus organisieren oder basteln Sie jedes Jahr Adventsmaterial und stehen anschließend viele Stunden lang in den Verkaufsständen, um aus dem Erlös der verkauften Basteleien Freizeitaktionen der Kinder unterstützen zu können.

Von 2003 bis 2008 haben Sie in Ihrem Privathaus für die Katholische Jugendfürsorge ein „Kleinstheim“ organisiert und betrieben.

Hier wurden Jugendliche, die sehr auffällig waren, rund um die Uhr betreut. Zwar erfolgte diese Tätigkeit im Rahmen eines Beschäftigungsverhältnisses, ging aber weit über die Grenzen Ihrer beruflichen Aufgaben hinaus und war mit hohem ehrenamtlichen Engagement verbunden. Bis dato wird eine der jungen Erwachsenen von Ihnen z. B. an Weihnachten oder im Urlaub aufgenommen und betreut.

Sehr geehrte Frau Stäbler, Sie haben über Jahre hinweg für viele Jugendliche eine wichtige Rolle gespielt, gaben ihnen Kraft, Orientierung und zeigten Wege für deren Zukunft auf.

Dieses Engagement, gepaart mit einer bemerkenswerten Mischung aus gesunder Menschenkenntnis, Verstand, Geduld und Lebenslust, hat diese jungen Menschen begeistert.

Sie haben sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht. Ihre Verdienste erfahren durch die Verleihung des Ehrenblattes der Stadt Regensburg eine öffentliche Würdigung.

 

Sehr geehrte Frau Baumann,

Sie sind eine Persönlichkeit, die sich über einen besonders langen Zeitraum hinweg ehrenamtlich engagiert hat. Seit nunmehr 35 Jahren unterstützen Sie den Malteser Hilfsdienst.

Nachdem Sie im Jahre 1979 die Prüfung zur Ausbilderin in „Erster Hilfe“ abgelegt hatten, waren Sie bis 1996 äußerst aktiv in dieser Funktion tätig.

Als Kreisgruppenführerin fungierten Sie seit 1982. Verantwortungsbewusst führten Sie bis zum Jahr 2000 eine Sanitätsgruppe des Malteser Hilfsdienstes und nahmen die Aufgaben einer Gruppenführerin im Katastrophenschutz war.

Dem Diözesanvorstand des Malteser Hilfsdienstes gehörten Sie von 1974 bis 2000 an.

Drei Jahrzehnte lang nahmen Sie äußerst engagiert sanitäts- und betreuungsdienstliche Einsätze wahr. Höhepunkte Ihres Wirkens waren in dieser Zeit die Papstbesuche 1991 in Ungarn sowie 2006 in Regensburg.

Daneben begleiteten Sie mehrere Wallfahrten Kranker und Behinderter nach Rom und Lourdes. „Minna“, werden Sie diözesanweit von den Maltesern liebevoll genannt.

Sie bauten im Klinikum der Barmherzigen Brüder einen Besuchsdienst auf, dem sie selbst bis zum Jahr 2000 angehörten.

Nach wie vor engagieren Sie sich, Sehr geehrte Frau Baumann, mit der Ihnen besonderen Lebens- und Glaubensphilosophie für „Ihren“ Malteser Hilfsdienst. Sie sind heute noch – in hohem Alter – ein wichtiger und fester Bestandteil der ehrenamtlichen Helferschaft der Regensburger Malteser und werden von Jung und Alt nicht nur akzeptiert, sondern als Vorbild angesehen.

Die Brotherhood of Blessed Gérard ist eine Hilfsorganisation des Malteserordens in Südafrika. Sie wurde im Oktober 1992 von Pater Gerhard Lagleder gegründet. Benannt ist sie nach dem Seligen Gérard Tonque, der im Mittelalter in Jerusalem ein Spital und eine Gemeinschaft von Helfern aus der Taufe gehoben hatte.

Die Hilfsorganisation betreibt Hospiz- und Pflegeeinrichtungen für die Ärmsten, unterstützt aber auch bedürftige Schüler und Studenten. Seit 2003 wird AIDS-Patienten eine kostenlose Therapie angeboten, durch die die Vermehrung der AIDS-Erreger aufgehalten wird und die Patienten wertvolle 15 bis 20 Lebensjahre gewinnen können.

Seit Gründung der Brotherhood of Blessed Gérard unterstützen Sie regelmäßig die Arbeit der Hilfsorganisation durch private Spenden und Spendenaktionen, deren Einnahmen den beschriebenen Hilfsprojekten in Südafrika zugute kommen.

Sie haben sich in besonders herausragender Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht. In Dankbarkeit und Anerkennung darf ich Ihnen heute das Ehrenblatt der Stadt Regensburg in Gold überreichen.

 

Sehr geehrter Herr Robl,

Seit über 50 Jahren stellen Sie sich schon in den Dienst der Allgemeinheit. Sie waren von 1956 bis 1982 1. Vorsitzender des Ortsverbands Kumpfmühl im Bund Deutscher Kriegs- und Wehrdienstopfer, Schwerbeschädigter und Behinderter e.V. .

Sie organisierten für die Mitglieder Ausflugsfahrten und Informationsveranstaltungen. In vorbildlicher Weise kümmerten Sie sich um die Betreuung der im Verband organisierten Senioren.

Von 1962 bis 1980 waren Sie 2. Bezirksvorsitzender des Verbands. Während dieser Zeit informierten Sie die Mitglieder der Ortsverbände umfassend über die Bestimmungen des Kriegsopferrechts sowie des Schwerbehinderten- und Rentenrechts.

Aufgrund einer Erkrankung konnten Sie Ihre Führungsfunktionen im Verband zwischenzeitlich nicht fortführen, wurden aber im Jahre 1991 erneut zum 1. Vorsitzenden des Ortsverbandes Kumpfmühl gewählt. Dieses Amt nahmen Sie bis zum Jahr 2004 äußerst engagiert wahr.

Seit 2004 sind Sie Ehrenvorsitzender des Ortsverbandes, der immer noch auf Ihr Wissen und Ihre Hilfsbereitschaft zählen kann.

Sie waren zudem über 20 Jahre Sozialreferent der KAB Ziegetsdorf und wirkten lange Jahre als ehrenamtlicher Richter am Sozialgericht Regensburg.

Sie haben nicht nur über einen außerordentlich bemerkenswerten Zeitraum, sondern auch mit großer Fachkunde und hohem sozialen Anspruch die Geschicke des BDK gelenkt.

In den schwierigen Zeiten des Wiederaufbaus der Bundesrepublik Deutschland haben Sie den Menschen und der Gesellschaft Ihren Beistand sowie Ihre Unterstützung uneigennützig zur Verfügung gestellt.

Für Ihre sozialen Verdienste wurden Sie, sehr geehrter Herr Johann Robl im Jahr 1971 mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und im Jahr 1992 mit dem Ehrenblatt der Stadt Regensburg in Silber ausgezeichnet.

Es ist mir eine große Freude, Sie heute für Ihre besonders herausragenden Verdienste um die Bürgerinnen und Bürger der Stadt mit dem Ehrenblatt der Stadt Regensburg in Gold auszuzeichnen.

 

Sehr geehrter Herr Scholz,

Ebenfalls seit über 50 Jahren setzen Sie sich für die Erhaltung der Natur als Erholungs- und Lebensraum ein. Dabei ist es Ihnen stets ein persönliches Anliegen gewesen, aktiv zur Arterhaltung in den Oberpfälzer Gewässern beizutragen.

Sie wurden im Jahre 1956 in den Anglerbund Regensburg aufgenommen, wo Sie sich sofort mit all Iher Energie der Genossenschaftsarbeit widmeten, bevor Sie 1981 in die Vorstandschaft gewählt wurden.

Seit 1997 sind Sie 2. Vorsitzender des Anglerbundes Regensburg. Die öffentliche Fischereigenossenschaft mit Sitz in Regensburg bezweckt in gemeinnütziger Weise unter anderem

  • die Durchführung einer geregelten Aufsicht über die Ausübung der Fischerei,
  • die Anwendung geeigneter Maßnahmen zum Schutze und zur Hebung des Fischbestandes,
  • den Schutz und die Pflege der Natur, insbesondere die Erhaltung der Gewässer in ihrem natürlichen Zustand und in ihrer Ursprünglichkeit.

Bis dato sind Sie unermüdlich von Frühjahr bis einschließlich Herbst nahezu täglich im Bereich des Fischereiwesens unterwegs.

Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist für die Genossenschaft von hohem Wert, da Sie Ihre langjährige Erfahrung in der laufenden Verbandsarbeit weitergeben. Sie, sehr geehrter Herr Scholz, der „Allrounder“ des Anglerbundes Regensburg, sind Ansprechpartner in sämtlichen gewässerspezifischen Belangen. Als 1. Vorsitzender der Fischereigenossenschaften „Donau“ und „Schwarze Laaber“ sind Sie darüber hinaus an wasserrechtlichen Verfahren beteiligt.

Seit März 1991 gehören Sie dem Beirat des Fischereiverbandes Oberpfalz e.V. an. Mit dem Umweltmobil des Verbandes sind Sie bereits im Jahre 1993 auf die ersten Touren gegangen. Bis heute führen Sie oberpfalzweit Gewässeruntersuchungen durch und unterstützen somit Verband und Vereine bei der Bewertung der Wasserqualität.

Im März 2009 wurde Ihnen für Ihre herausragende Einsatzbereitschaft die Ehrenmitgliedschaft des Oberpfälzer Fischereiverbandes übertragen.

Sie haben den Namen Regensburgs weit über die Grenzen der Oberpfalz hinausgetragen und durch Ihr außerordentliches Engagement bekannt gemacht.

Im Jahre 1990 wurde der Anglerverband Sachsen e.V. gegründet. Sie haben seitdem den Verband mit Anregungen, Erfahrungen und Ideen aber auch mit Fürsprache und praktischer Hilfe vor Ort unterstützt. In Anerkennung Ihrer Leistungen hat der Anglerverband Sachsen e. V. Sie mit der Verdienstmedaille in Silber und in Gold ausgezeichnet.

Sie haben darüber hinaus den Dachverband, den Verband Deutscher Sportfischer, jahrelang im Messeteam für die Grüne Woche in Berlin aktiv unterstützt.

Sehr geehrter Herr Scholz, für Ihre besonders herausragenden Verdienste um den Umweltschutz darf ich Ihnen heute das Ehrenzeichen der Stadt Regensburg in Gold überreichen.

 

Sehr geehrte Frau Mozek,

Seit nunmehr 34 Jahren engagieren Sie sich in der evang.-luth. Kirchengemeinde Neupfarrkirche-Kreuzkirche. Ihr erster großer Schwerpunkt war in den 70er Jahren der Aufbau einer funktionierenden Gemeindegliederkartei der Kirchengemeinde. Unterstützt von ihrem Mann, realisierten Sie dieses Vorhaben, wodurch eine damals zeitgemäße Verwaltung der Gemeindeglieder dauerhaft möglich wurde. Später haben Sie mit großer Sorgfalt die elektronische Kartei über mehrere Jahre hinweg selbständig weitergeführt und ausgewertet.

Darüber hinaus waren Sie von 1989 bis 2001 Mitglied des Kirchenvorstandes der Neupfarrkirche. Der Kirchenvorstand als Kollektivorgan entscheidet über Fragen und Belange der Kirchengemeinde. Verantwortung nehmen Sie heute noch im Frauen- und im Medienkreis wahr.

Mit besonderem Engagement betreuten Sie innerhalb der Gemeinde über drei Jahrzehnte Menschen mit Migrationshintergrund. Die Seelsorge für Spätaussiedler sowie deren Begleitung durch Übergangswohnheime war eine Hauptaufgabe der Gemeindearbeit.

Sie boten hierbei stets ihre Hilfe an und unterstützten aktiv die Seelsorge für Migranten, indem sie jahrelang für warme Malzeiten nach den Gottesdiensten sorgten. Noch heute kochen Sie bei Bedarf im Rahmen von Gemeindezusammenkünften.

Selbst in ihrem hohen Alter sind Sie eine wertvolle Stütze in der Gemeinde-arbeit. Sie sind unbestritten die gute Seele der Kirchengemeinde. Nimmermüde stellen Sie Ihre Dienste in das Gemeinleben. Es sind die kleinen Dinge, die Ihre Arbeit so wertvoll und liebenswürdig erscheinen lassen: Hier engagieren Sie sich im Mitarbeiterinnenteam für den Weltgebetstag der Frauen, dort unterstützen Sie die Vorbereitungen der Gemeinde für die Osternacht. Ein anderes Mal backen Sie Kuchen und kochen Kaffee für die Gemeindehelferzusammenkünfte.

Selbst im Gottesdienst wirken Sie noch gelegentlich als Lektorin und Abendmahlshelferin mit. Sie sind immer da, wenn „Not am Mann, bzw. der Frau“ ist. So manches Projekt hätte ohne Ihre Unterstützung keine Aussicht auf Erfolg gehabt.

Sehr geehrte Frau Mozek, Sie sind seit über drei Jahrzehnten aus der Gemeindearbeit nicht wegzudenken, ihr Engagement für ein funktionierendes Gemeinleben nicht hoch genug einzuschätzen.

Die Auszeichnung mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern ist eine angemessene Anerkennung ihres jahrelangen uneigennützigen Einsatzes zum Wohle der Kirchengemeinde Neupfarrkirche-Kreuzkirche in Regensburg.