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Jubiläumsfeier 20 Jahre VKKK

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Bürgermeister Gerhard Weber anlässlich der Jubiläumsfeier 20 Jahre VKKK Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder am Mittwoch, 14. Januar 2009, um 19 Uhr im Kulturspeicher

Anrede,

Genau 20 Jahre und zwei Tage ist es her, dass am 12. Januar 1989 in Lappersdorf der „Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder“ ins Leben gerufen wurde.

Aus anfänglich neun Vereinsmitgliedern bei der Gründung wurden in den vergangenen 20 Jahren mehr als eintausend, das heißt mehr als eintausend engagierte Menschen, die unter dem Motto „Sie für uns – wir für Kinder“ wertvolle Arbeit für die Gesellschaft leisten.
Was durch die persönliche Betroffenheit, durch erkrankte Kinder in der eigenen Familie, und durch verantwortungsvolles Handeln in Anbetracht der Sorgen anderer betroffener Familien in Bewegung gebracht wurde, nämlich 20 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit des VKKK, ist eine beachtliche Leistung. Sie verdient nicht nur ein großes, von ganzem Herzen kommendes Lob, sondern auch eine ausführliche Würdigung.

Alle Benefizaktionen und Projekte zu nennen, sowie die vielen Geld-, Sach- und Zeitspenden zu beziffern, die in den vergangenen 20 Jahren durch den VKKK initiiert oder zusammen getragen wurden, ist fast unmöglich. Noch viel weniger kann man in Worte fassen, wie viel Hilfe, Zuspruch und Trost Sie den kranken Kindern, aber auch deren Eltern und Familien gegeben haben. Liebevolle Zuwendung und Anteilnahme lassen sich nicht in Maßeinheiten erfassen.

Wir sind in der glücklichen Lage, in Regensburg eine hervorragende medizinische Versorgung zu haben, auch und besonders für Kinder. Und wir können uns glücklich preisen, in Regensburg auch eine äußerst engagierte Bürgerschaft zu haben – ich muss nur das Stichwort KUNO, die Kinder UNi Klinik Ostbayern, nennen – dann wissen wir alle, wie groß die Solidarität und die Spendenbereitschaft der Menschen in Regensburg und Ostbayern ist. Der Erfolg von KUNO stellt allerdings gerade Sie vom VKKK vor neue Herausforderungen – Stichwort Elternhaus.

Es ist ja der VKKK, der für so vieles von dem da, was die öffentliche Hand, was unser Gesundheitswesen nicht übernehmen kann. Selbst bei bester medizinischer Versorgung stehen krebskranke und körperbehinderte Kinder und Jugendliche und deren Eltern vor einer Vielzahl von Problemen. Dass sie damit nicht alleine gelassen werden, dass sie eine Anlaufstelle haben und mit anderen Menschen, die ähnliche Sorgen haben in Kontakt kommen – das allein ist schon eine große Unterstützung.

Der Verein hat in seinem Elternhaus, dem „Otto-Haus“, nicht nur eine offene Tür, sondern auch ein offenes Ohr für die Sorgen der Eltern und Geschwister, die einen kleinen Patienten während eines Klinikaufenthaltes begleiten. Dort wird nicht nur eine kostenfreieÜbernachtungsmöglichkeit angeboten, dort finden die Familien auch ein Stück Geborgenheit in einer sorgenvollen Zeit. Die Kinder Uni Klinik Ostbayern macht daher auch für Sie einen Neubau erforderlich. Schließlich hat das Elternhaus nur Sinn, wenn es dort ist, wo die kranken Kinder versorgt werden. Mit 2,5 Millionen Euro veranschlagen Sie den Neubau – Mittel die Sie selbst aufbringen  werden. 

Wenn wir heute mit Ihnen dankbar auf die erfolgreiche Geschichte des VKKK zurückblicken, dann gilt der Dank vor allem, aber nicht nur Ihnen, den Vereinsmitgliedern, sondern auch den vielen Spendern, ohne die Sie widerum ihre Arbeit gar nicht hätten leisten können. Es bedarf eben der Ideen, des Engagements, der Zeit Ihrerseits und dazu der Unterstützung durch große und kleine Spenden gleichermaßen.

Sie für uns - Wir für Kinder, das ist Ihr Leitmotto. Dass Spenden bei Ihnen in verantwortungsvolle Hände kommen, kann nicht oft genug betont werden. Sie verwenden die finanziellen Mittel direkt dafür, dass den kranken Kindern und deren Familien Hilfe zuteil wird. Ich möchte gern einige Beispiele herauspicken, wohl wissend, nicht alle nennen zu können:

Neben dem Bau und Betrieb des Elternhauses gibt es eine Reihe von Kooperationen:

  • Der Verein unterstützt z.B. das Pater-Rupert-Mayer-Zentrum und die Bischof-Wittmann-Schule u.a. in der „Hippo-Therapie“, dem so genannten therapeutischen Reiten.
  • Der Verein beteiligt sich an der Finanzierung von Personalstellen in der onkologischen Station St. Hedwig: eine Medizinisch-Technische-Assistenz-Stelle, eine Psychologin und eine okumentationsassistentin.
  • Es erfüllt mich mit Freude, dass Ihr Verein es vermag, kranken Kindern und Jugendlichen ihre „Herzenswünsche“ zu erfüllen und damit auch Lebensfreude und Lebensmut zurückzugeben, die für die Genesung so wichtig sind.
  • Der Verein stellt sich auch der schweren Aufgabe der Begleitung in der letzten Lebensphase. Er macht durch das Pilotprojekt Pädiatrische-Palliativversorgung ein Sterben in der vertrauten, häuslichen Umgebung möglich, betreut während der Sterbephase und hilft danach auch den trauernden Familien wieder Hoffnung zu schöpfen.
  • Unentbehrlich für die Ziele des Vereins ist ein langfristig gesichertes finanzielles Fundament. Dazu hat der Verein die Stiftung für krebskranke und behinderte Kinder in Bayern, kurz „KreBeKi“, im Jahre 2004 aus der Taufe gehoben.

All dies und noch vieles mehr, ist die Bilanz von 20 Jahren Arbeit des Vereins zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder – dafür nicht nur Glückwunsch sondern aufrichtigen Dank und großen Respekt.

Unsere guten Wünsche begleiten Sie für die Zukunft.