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Gedenkveranstaltung für die Opfer des Nationalsozialismus

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Gedenkveranstaltung 2008 für die Opfer des Nationalsozialismus am Sonntag, 27. Januar 2008, in der Neupfarrkirche

 

Anrede,

Wenn wir heute - im Jahr 2008 - den Internationalen Holocaustgedenktag der Vereinten Nationen und damit den deutschen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus begehen, dann schließt sich zeitlich ein Kreis des schwierigen Erinnerns.

  • Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von Truppen der Roten Armee befreit.
  • 1938 – also vor 70 Jahren – brannten in Deutschland die Synagogen, wurden jüdische Menschen gedemütigt, geschlagen, in Konzentrationslager gesteckt. Ihr Eigentum wurde zerstört oder geplündert. Es begann nach Ausgrenzung und zunehmender Rechtlosigkeit der Weg in die Vernichtung.

Wer den Opfern des Nationalsozialismus Gerechtigkeit wenigstens im Erinnern widerfahren lassen will, muss den Mut haben, anzuschauen, wie es zu Auschwitz kommen konnte, wie dieses Vernichtungslager des nationalsozialistischen Terrors zum Synonym für einen beispiellosen Zivilisationsbruch werden konnte.

Damit gemeinsames Erinnern mehr ist als ein gut gemeintes Ritual, eine Pflichtübung, muss gerade den jungen Menschen unter uns deutlich gemacht werden,

  • in welches Grauen eine menschenverachtende Rassentheorie münden musste,
  • wie erbarmungslos die Brutalität der Täter und ihrer Vernichtungsapparate war,
  • wie Ignoranz und Gleichgültigkeit, aber auch die verständliche Furcht der Massen die Verbrechen erst möglich gemacht haben,
  • und wie unermesslich das Leid der Opfer gewesen ist.

Meine Damen und Herren,
natürlich bleibt jedes gemeinsame Erinnern nur ein Versuch – und oft genug ein unzulänglicher. Jedes Mal neu muss die angemessene Form gefunden werden: Was ist für Gegenwart und Zukunft richtig? Ein Zuviel kann ebenso problematisch sein wie erst recht ein Zuwenig.

„Darf man nicht wissen wollen?“
So hat Thomas Mann gefragt und nach 1945 mit einem entschiedenen Nein geantwortet. Dieses Nein muss unser ganz gewiss nicht leichtes Erbe aus den Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus sein.

Wolfgang Thierse hat als Bundestagspräsident am 27. Januar 1999 im Deutschen Bundestag  gesagt, was für alle Deutschen gültig bleibt:

  • „Verpflichtende Erinnerung,
  • ein Gedenken an die Leiden der Opfer,
  • die Übernahme der geschichtlichen Verantwortung – das gehört zum moralischen Fundament der Bundesrepublik Deutschland.“

Und Thierse fuhr fort: Gerade bei der Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen dürfe nicht versäumt werden, das Entsetzliche so zu vermitteln, dass es auch mit dem Herzen erfahren und begriffen werden könne.

Zugleich – und das scheint mir besonders wichtig – sei es notwendig, den jungen Menschen historisches Wissen und emotionale Betroffenheit nahe zu bringen, so dass sie eine Beziehung zur Gegenwart herstellen, also gegenwärtige moralische Sensibilität und politische Verantwortung für ihr gesellschaftliches Handeln entwickeln können.

Lassen Sie mich, meine Damen und Herren, dieses Stück Selbstaufklärung und wenn Sie so wollen durchaus Trauerarbeit in Regensburg heute,
70 Jahre nach der Reichsprogromnacht und 63 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz versuchen, wohl wissend, dass es nur eine Annäherung sein kann. Denn auch das gehört zur bitteren Wahrheit: Opfer und Täter kamen auch aus unserer Stadt. Die Banalität des Bösen – wie es Hanna Arendt auf den Punkt gebracht hat – war auch in Regensburg wirksam.

Oberbürgermeister Friedrich Viehbacher hat 1988 bei der Feier zum fünfzigjährigen Gedenken an die Zerstörung der Regensburger Synagoge und die Drangsalierung der jüdischen Mitbürger ein Bekenntnis abgelegt (Zitat): „Wir wissen heute, dass aus dem kleinen Versagen vieler die große Schuld geworden ist.“

Seine Amtsnachfolgerin Christa Meier hat beim gleichen Anlass im Namen der Regensburger Bürgerinnen und Bürger um Vergebung gebeten.

Beiden können wir uns nur anschließen.

Aber auch das gehört zur historischen Wahrheit und soll nicht in Vergessenheit geraten: Es gab auch die Menschen, die den Bedrängten geholfen, sich also als echte Mitbürger erwiesen haben. Vielleicht steht es uns nicht gerade zu, quasi als Alibi auf diese wenigen Aufrechten zu verweisen.

Lassen wir es einen Überlebenden aus Regensburg sagen, Paul Oettinger.
Er hat als Sechzehnjähriger am 10. November 1938, also am Tag nach dem Niederbrennen der Regensburger Synagoge, das Schild mit der Aufschrift „Auszug der Juden“ der Elendskolonne vorantragen müssen. Dieser schändliche Zug der Entwürdigung jüdischer Regensburger begann am Georgenplatz und führte über die Straße unter den Schwibbögen und die Goliathstraße zum Alten Rathaus und bewegte sich – von uniformierten Männern des NS-Kraftfahrer-Korps bewacht - durch die Wahlen- und Residenzstraße und die Maximilianstraße zum Bahnhof.

Wer wollte danach in unserer Stadt noch behaupten, er habe nichts gewusst von der Entrechtung und Demütigung der Regensburger Juden? Das erste Opfer der gewaltsamen Übergriffe auf jüdische Mitbürger in unserer Stadt wurde ein 61 Jahre alter Schuster. Er starb an den Folgen von Schlägen mit Gewehrkolben bei Schikanen auf dem Gelände der Motorsportschule an der Maxhüttenstraße.

Paul Oettinger hat fünfzig Jahre danach in Regensburg öffentlich geäußert: „Die Aufarbeitung des Grauens in der Wissenschaft, die Fülle der greifbaren Informationen zu diesem Thema: Sie vermögen nichts, wenn zu all dem Schlimmen nicht auch das Positive kommt.“

Zu nennen ist hier das Schicksal eines zwölfjähriger Regensburger Jungen. Seine jüdische Mutter und seine beiden Brüder, 14 und 16 Jahre alt, waren ins KZ gekommen. Er wurde von einer befreundeten Regensburger Familie in einem Holzhäuschen oberhalb der Ausflugsgaststätte Walba bis zum Einmarsch der Amerikaner versteckt und kam mit dem Leben davon.

Auch Otto Schwerdt, der unlängst verstorbene langjährige und allseits geschätzte Vorstand der Jüdischen Gemeinde Regensburgs berichtet in seinem erschütternden Buch „Als Gott und die Welt schliefen“ neben all dem unsagbaren Leid und vielen glücklichen Zufällen auch von den heimlichen Helfern, die ihm und seinem Vater das Überleben in Auschwitz ermöglicht haben, wenn auch immer nur für einen Augenblick, einen Tag.

Otto Schwerdt erinnerte sich auch bei einem Gedenkabend in der Regensburger Synagoge an die Stunde seiner Befreiung. Eine russische Soldatin sagte ihm auf Jiddisch: „Jetzt sind wir da. Jetzt ist alles gut.“
Schwerdt reagierte ungläubig: „Ich dachte, ich wäre im Himmel.“

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

  • 1938 lebten in Regensburg weit über 400 jüdische Mitbürger, denen freilich längst ihre Bürgerrechte genommen waren. Man hatte sie aus allen öffentlichen Ämtern gejagt.
  • Rund 170 gelang bis 1941 die Flucht, natürlich ihres Vermögens beraubt.
  • Ein dunkles Kapitel der Regensburger Geschichte ist auch – und ich sage das ganz offen - die Bereicherung einiger Regensburger am abgepressten und verschleuderten jüdischen Besitz.

44 Geschäfte und Unternehmen wurden in Regensburg zwangsarisiert.

  • Etwa 250 Regensburger Juden wurden Opfer des Holocaust.
  • Regensburg war das Zentrum für den Abtransport der Juden Niederbayerns und der Oberpfalz in die Vernichtungslager der NS-Todesmaschine.

Ein historisches Dokument ist eine heimlich vom Regensburger Reichsbankdirektor aufgenommene Fotografie. Vom Fenster seiner Wohnung aus fotografierte er am 2. April 1942 die jüdischen Frauen, Männer und Kinder, die auf dem Platz der dem Erdboden gleich gemachten Synagoge zum Abtransport mit ihren wenigen Habseligkeiten antreten mussten. 213 jüdische Menschen bildeten den ersten Sammeltransport, der nach Piaski in Westpolen ging und von dort weiter in die Vernichtungslager Belzec oder Sobibor. Darunter waren 106 Regensburger Juden, vom siebten bis zum dreiundsiebzigsten Lebensjahr.

Aber wir dürfen es nicht bei den bloßen Zahlen belassen. Sehen wir uns konkrete Einzelschicksale an.

Da war Max Kahn. Er hatte 1939 die Möglichkeit nach den USA zu emigrieren. Er blieb bei seiner alten Mutter in Regensburg. Als er 1942 unter den ersten auf der Regensburger Deportationsliste stand, die ja eigentlich eine Todesliste war, schloss sich ihm freiwillig seine Mutter, Maria Kahn an.

Da war die gebürtige Schweizerin Hedwig Bernheim, Gattin des Regensburger Fabrikanten Ludwig Bernheim. 1939 wollten sich beide in der Schweiz in Sicherheit bringen. Vor dem Grenzübertritt wurde Ludwig Bernheim festgenommen. Er hatte ein Rundfunkgerät in seinem Besitz. Das war zu jener Zeit Juden bereits verboten. Hedwig Bernheim hätte anstandslos ausreisen können. Sie blieb aber bei ihrem Mann in Deutschland. Beide wurden in einem KZ umgebracht.

Da ist die zum Christentum konvertierte Alice Heiß. 1943 wurde sie mit ihrem Mann, dem nichtjüdischen Anwalt Alfons Heiß, in Regensburg verhaftet. Dem Ehepaar wurde das Abhören von Feindsendern vorgeworfen. Alfons Heiß wurde zu einer Zuchthausstrafe und zu Ehrverlust verurteilt. Alice Heiß kam nach Auschwitz. Laut Sterbeurkunde des Standesamtes Auschwitz II ist sie dort am 3. Januar 1944 um 11.15 Uhr in der „Kasernenstraße“ verstorben. So zynisch und penibel führte man dort die Bücher des Todes.

Und da ist schließlich die Familie Brandis zu nennen. Karl Brandis hatte noch 1935 Paula Weinert-Odenheimer geschrieben, die 1933 nach Palästina ausgewandert war und ihn aufgefordert hatte, ihrem Beispiel zu folgen: „Wenn es notwendig ist, nehmen wir den letzten Zug.“

Der letzte Zug für das Ehepaar Brandis und seine Kinder führte 1942 nach Piaski und von dort in eines der Vernichtungslager. Von der 17jährigen Charlotte Brandis gibt es in Regensburger Archiven zwei erschütternde Briefe aus Piaski an zurückgebliebene Verwandte in Regensburg. Sie bittet darin um warme Wintersachen und Lebensmittel sowie Desinfektionsmittel. Sie schreibt auch, dass ihre Eltern und ihr Bruder Werner bereits fortgeschafft worden seien. Auch die Spur von Charlotte Brandis verliert sich in den NS-Todeslagern.

Ihre große Sorge in ihrem letzten Schreiben lautet: „Ihr könnt Euch nicht denken, wie schlimm und nervenzehrend es ist, nicht zu wissen, wo man seine Liebsten suchen muss, wenn man nicht weiß, wie es ihnen geht, ob sie gesund sind oder überhaupt noch leben. Wir selbst sind ja hier auch nicht sicher. Jeden Tag kann etwas passieren.“

Was waren das für Menschen, die den Holocaust auch in Regensburg erst möglich gemacht haben?

An der Ausgrenzung, der Entrechtung und Enteignung der Regensburger Juden waren viele beteiligt. Wie etwa ist das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger zu beurteilen, die 1939 Gold- und Silberschmuck, Perlen und Edelsteine bei einer Versteigerung der Regensburger städtischen Pfandleihe erstanden haben? 53 242 Reichsmark gingen dabei ein. Die Wertsachen stammten aus dem Besitz von Regensburger Juden. Wusste das wirklich niemand?

Ja, wir können nicht die Augen davor verschließen, dass auch in unserer Stadt Bürger vom Schicksal der Juden profitiert haben. So war es ja auch in der NS-Gauzeitung zu lesen: Tüchtige deutsche Angestellte hätten durch die Arisierung jüdischer Geschäfte die Chance zur Gründung einer selbstständigen Existenz bekommen.

Wen wundert es, dass dabei nicht wenige mitgemacht haben. Eines der falschen Vorbilder für die Menschen in dieser Zeit war in Regensburg ausgerechnet ein sozial engagierter Arzt, Dr. Otto Schottenheim. Als er im Amt des NS-Oberbürgermeisters 1937 die Ausstellung „Blut und Rasse“ eröffnet hat, bediente er sich eines Zitats aus Hitlers Sudelbuch „Mein Kampf“: „Der Jude ist ein Parasit und wird es bleiben. Und ein Parasit kann sich immer nur am wohlsten fühlen, wo er sich am faulenden Gewebe ansetzen kann.“

Und man stelle sich vor: Der Oberbürgermeister hat dabei zugesehen als die Synagoge in Brand gesteckt worden ist. Der Feuerwehr hatte er die strikte Anweisung erteilt, nicht einzugreifen. Nur die umliegenden Gebäude sollten geschützt werden.

Auch an vorderster Front war ein Regensburger aus gutbürgerlicher Familie beim Holocaust dabei. Der Kommandeur des SS- und Polizeiregiments Russland Süd kommt aus unserer Stadt. Das Regiment war unter anderem an der Ermordung von 30 000 Juden in der Babijar-Schlucht bei Kiew beteiligt. Als ihm und seinen Offizieren Anfang der 70er Jahre der Prozess gemacht worden ist, war er verhandlungsunfähig.

Der Regensburger Oberstaatsanwalt, der in jahrelanger Arbeit die Blutspur der Sonderkommandos im besetzten Russland verfolgt hat, stieß bei den Angeklagten immer wieder auf die Generalentschuldigung: Wenn sie die Erschießungsbefehle nicht befolgt hätten, wären sie selbst erschossen worden.

Doch da fand sich ein Zeuge aus den Reihen der Täter. Ein Bataillonskommandeur hatte sich geweigert, Kinder, Frauen und Greise zu erschießen. Ihm ist nichts weiter passiert, als dass er versetzt worden ist. Die Rechtslage erlaubte es also auch im Krieg, sich gegen verbrecherische Befehle zu widersetzen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, dieser Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialistischen Terrors richtet nach der Intention des früheren Bundespräsident Roman Herzog bewusst seinen Focus auf den Holocaust.

Ich sehe es aber auch als unsere Pflicht an, all die anderen in das Gedenken einzuschließen, die aus unserer Stadt unter dem NS-Regime leiden mussten, ins Konzentrationslager kamen und Schaden an Existenz und Gesundheit genommen haben. All diese Menschen, christliche Gewerkschafter, Sozialdemokraten und Christen, unter ihnen Geistliche, haben bewiesen, dass es auch Aufrechte in Regensburg gegeben hat.

Erinnert sei vor allem an die Ermordung des Dompredigers Johann Maier.
Mit ihm starben der pensionierte Polizeibeamte Michael Lottner und der Rentner Josef Zirkel. Lottner wurde am 22. April 1945 nach der Demonstration Regensburger Frauen für die Übergabe der Stadt an die heranrückenden Amerikaner in der NS-Kreisleitung erschossen. Der Domprediger und der Rentner wurden auf dem Moltke-Platz, dem heutigen Dachauplatz, aufgehängt. Der Priester hatte ein Schild um den Hals mit der verhöhnenden Aufschrift:
„Hier starb ein Saboteur!“

Und auch hier zeigt sich wieder die verhängnisvolle Nähe zwischen Opfern und Tätern. Es war kein wild gewordenes Standgericht des Gauleiters Ruckdeschel, das den Domprediger Maier und Josef Zirkel in den Tod geschickt hat. Das Todesurteil wegen „Wehrkraftzersetzung und defätistischer Äußerungen“ sprach ein biederer Landgerichtsdirektor, der Vorsitzende des beim Landgericht Regensburg fest installierten Sondergerichts.

Meine Damen und Herren,
ich habe mich heute der nicht leichten Aufgabe unterzogen, Ereignisse in Regensburg und auch Namen zu nennen. Damit will ich gerade jüngeren Mitbürgern und Mitbürgerinnen vor Augen führen, dass wir auch in unserer friedlichen Stadt nicht gefeit sind, dem Unrecht in die Hände zu spielen, ja selbst Täter zu werden.

Aber auch das muss uns heute bewusst sein: Es steht uns nicht an, den Stab zu brechen über diejenigen, die gefehlt haben. Wir müssen aber sehr wohl in der Lage sein, ein moralisches Urteil über diese Zeit und ihre Verfehlungen zu haben.

Wie schwer es ist, in Zeiten des brutalsten Terrors richtig zu entscheiden, dazu darf ich noch einmal den verstorbenen Otto Schwerdt als glaubwürdigen Zeugen bemühen.

Otto Schwerdt hat öfters öffentlich davon erzählt, dass ihn immer wieder ein Alptraum gequält hat. Es ist ein Nachtmär, der für ihn einen sehr realen Hintergrund hatte. Als Auschwitzhäftling sah er, wie ein hünenhafter Mann bei der Selektion mit seinem kleinen Sohn den Weg in die Gaskammer gewählt hat, obwohl er als Arbeitsfähiger aussortiert war und wenigstens für einige Zeit noch leben hätte können.

Otto Schwerdt peinigte der Traum:
Er müsste mit seinen Kindern an die Selektionsrampe. Die Kinder würden in den Tod geschickt und er dürfte nach rechts zu denen, die weiterleben durften. Und immer wieder – so Otto Schwerdt – die Entscheidung: Würde ich mit meinen Kindern gehen?

Meine Damen und Herren,
wenn wir der Opfer des Nationalsozialismus gedenken, dann können wir das nur mit ernst gemeinten Verpflichtungen glaubwürdig tun:

  • Wir müssen diese Menschen dem Vergessen entreissen.
  • Die Opfer sollen und müssen in unserer Erinnerung weiter leben.
  • Wir sind bei diesen Männern, Frauen und Kindern in der Pflicht:
  • So etwas darf sich nie mehr wiederholen.
  • Wehren wir den Anfängen.
  • Treten wir ein gegen Intoleranz und Gewalt.
  • Schützen wir die Schwachen.
  • Erheben wir unsere Stimmen gegen das Unrecht.

Das sind wir den Opfern des Nationalsozialismus schuldig.

Damit ehren wir ihr Andenken.

Damit schützen wir auch am besten unsere freiheitliche Demokratie mit einer lebenswerten Gesellschaft für uns und unsere Kinder.