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Eröffnung Welterbetag

 

-Es gilt das gesprochene Wort-

Rede von Oberbürgermeister Hans Schaidinger anlässlich der Eröffnung des Welterbetags am Sonntag, 1. Juni 2008, um 12 Uhr, vor der Historischen Wurstkuchl

 

Anrede,

ich begrüße Sie alle herzlich zum 1. Welterbetag in Regensburg.
Wir feiern diesen Tag heute zum ersten Mal, und das unter dem Motto „Junges Welterbe“. Dieses Motto charakterisiert Regensburg gleich auf zwei Weisen:

Im Jahr 2006 wurde Regensburg von der UNESCO in die Welterbe-Liste aufgenommen und ist damit die jüngste Welterbestätte in Deutschland.

Zum anderen beschreibt das Motto vortrefflich den Charakter unserer Stadt. Wir leben hier zwar in einer sehr alten Stadt, mit einer fast 2000-jährigen Geschichte. Dennoch hat sich Regensburg seinen jungen und lebendigen Geist bewahrt. Regensburg weist nicht nur ein bedeutendes bauliches Erbe auf, sondern ist eine wirtschaftlich erfolgreiche Stadt mit einem breit gefächerten kulturellen Leben.

Und nicht zuletzt wendet sich das Motto „Junges Welterbe“ natürlich auch direkt an die Hauptakteure dieses Tages: Die jungen Regensburger und Regensburgerinnen – die jungen „Welterben“.

Es ist ein Tag für uns Regensburger, gestaltet und umgesetzt von engagierten Regensburger Bürgerinnen und Bürgern.

Ziel dieses Tages, der auf die Initiative der UNESCO zurückgeht, soll sein, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für das Welterbe zu stärken.

Dieses Jahr stehen unsere jungen Welterben im Zentrum. Sie sollen ihrer Welterbestadt und dem Thema Welterbe auf besondere Art und Weise begegnen und das Bewusstsein für das Welterbe schärfen.

Die Kinder und Jugendlichen sind die Erben der Zukunft, und darum ist es sehr wichtig Bewusstsein und Zugänge zum Thema Welterbe zu schaffen.

Wie wichtig kulturelles Erbe und dessen Erhaltung für unsere Identität sind, soll uns durch diesen Tag bewusst gemacht werden.

Geschichte, Baukunst und das Leben selbst, dies blickt uns täglich in unserer Stadt aus vielen Winkeln entgegen. Diese Einzigartigkeit unserer mittelalterlichen Heimatstadt soll heute speziell Euch, den jüngeren Regensburgern aufgezeigt werden, damit Verständnis für Kultur und Denkmalpflege erlangt werden kann. Auch sollt Ihr erkennen, dass Welterbe auch Entwicklung und Mithilfe verlangt. Nicht nur bei der Bewahrung und Erhaltung unserer Stadt, sondern auch bei der Entwicklung neuer Ziele.

Denn der Status Welterbe ist ein permanenter Appell an unsere Fantasie, unsere Kreativität und an unseren Gemeinsinn das Welterbe zu erhalten.

Daher liebe Kinder und Jugendliche, liebe Bürgerinnen und Bürger, möchte ich allen Beteiligten des Projekttages herzlich für ihr großes und einzigartiges Engagement danken.

Ich bin beeindruckt vom großen Willen, der Bereitschaft und dem Herzblut der Regensburger Bürgerinnen und Bürger sich am Welterbe zu beteiligen. Dank ihres Einsatzes und ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten ist es erst möglich geworden diesen Tag zu gestalten.

Das Ergebnis der Mühen ist ein wunderbares aktions- und erlebnisreiches Programm, mit welchem wir viel Spaß und Freude haben werden.

Wir werden heute unsere Welterbestadt hören, sehen, gestalten, entdecken und erleben können. Ihr könnt zum Welterbereporter bei der Mittelbayerischen Zeitung werden, Radiobeiträge produzieren, lernen wie man Eisen schmiedet oder in Stadtführungen Neues über Eure Stadt erfahren. Ihr könnt Eure künstlerischen und handwerklichen Fähigkeiten testen und besondere Blickwinkel auf die Stadt Regensburg kennenlernen.

Ich freue mich, dafür gleich den Startschuss geben zu können.

Ich wünsche euch Kindern und Jugendlichen und Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, viel Freude beim Entdecken ihres persönlichen Welterbes, und hoffe, dass die Begeisterung für unsere Stadt als Welterbestadt noch lange erhalten bleibt.