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75-Jahr-Feier der Bauinnung Regensburg

 

-Es gilt das gesprochene Wort-

Grußwort von Bürgermeister Joachim Wolbergs zur 75-Jahr-Feier der Bauinnung Regensburg am 19. September 2008 im Haus Heuport

 

Anrede

 

Für die Einladung der Bauinnung Regensburg, ein Grußwort anlässlich ihres 75-jährigen Jubiläums zu sprechen, bedanke ich mich bei Ihnen.

Die Innung des Baugewerbes kann stolz auf ihre Geschichte zurückblicken. Zu ihren Leistungen in den vergangenen 75 Jahren beglückwünsche ich Sie recht herzlich.

Bauwerke prägen Stadtbilder: In der Stadt Regensburg mit ihrer 2000-jährigen Geschichte ist an jeder Ecke, auf jedem Platz und in jeder Gasse erlebbar, wie alt nicht nur diese Stadt, sondern auch das Handwerk der Bauleute ist.

Nur wenige Schritte von uns entfernt befindet sich ein ganz besonderes Bauwerk, das Dokument der langen Tradition ihres Gewerbes ist und zugleich demonstriert, welche Bedeutung ihr Handwerk für die Stadt Regensburg hat.

Der Regensburger Dom wäre nicht zu einem der Wahrzeichen der Stadt geworden, hätte es nicht die zahlreichen Bauleute gegeben, die bei der Entstehung dieses beeindruckenden Bauwerks mitgewirkt hätten.

Die beiden prachtvollen gotischen Türme die bereits aus weiter Ferne Regensburg ankündigen, verdanken wir der Arbeit von geschickten Steinmetzen und Bildhauern.

Bis zu seiner Fertigstellung verstrichen Jahrhunderte, bis „St. Peter“ mit seinen stolzen 105 Metern den weit sichtbaren Mittelpunkt der Stadt Regensburg bilden konnte.

Noch nicht ganz so alt, aber immerhin ein dreiviertel Jahrhundert existiert nun die Bauinnung Regensburg.

Vor dem Hintergrund der Zeitgeschichte haben Sie einen Wechsel von Höhen und Tiefen miterlebt.

Gegründet im Jahr 1933, haben die Baubetriebe die Wirren des Zweiten Weltkrieges miterlebt und den Neuaufbau zerstörter Gebäude begleitet. Die Innung musste sich den Anforderungen der Inflation und der Rezession stellen, erlebte aber auch Phasen der Hochkonjunktur des Baugewerbes.

Jede Zeit bringt neue Aufgaben mit sich, denen sich die Bauinnung Regensburg gestellt und die sie mit Erfolg gemeistert hat.

Kaum ein anderes Gewerbe ist der wirtschaftlichen Wechsellage so stark ausgesetzt wie das Handwerk der Bauleute. Gerade in konjunkturell schwachen Phasen ist die Bauinnung Ansprechpartner für viele Betriebe und unterstützt sie bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.

Doch nicht nur das: Auch das Baugewerbe sieht sich mit einer schnell fortschreitenden technischen und wirtschaftlichen Entwicklung konfrontiert. Auch hier steht die Bauinnung Regensburg den angeschlossenen Unternehmen zur Seite. Sie zeigt sich unter anderem verantwortlich für die Lehrlingsausbildung und vermittelt Fortbildungskurse.

Mir scheint dabei besonders wichtig, dass sich die Bauinnung darum bemüht, den Gemeingeist und die Berufsehre zu pflegen. Beim Handwerken steht nicht nur der Einzelne im Mittelpunkt, sondern das Team.

Gerade das Verständnis, dass man zusammen mehr erreichen kann als alleine und dass Interessen in der Gemeinschaft besser verwirklicht werden können, zeichnet für mich die Bauinnung aus.

Ohne Frage ist das Bauen mit der Technik von heute leichter geworden. Im Mittelpunkt steht aber nach wie vor der Handwerker, der bei Wind und Wetter mit seiner Hände Arbeit die von Architekten und Ingenieuren geplanten Ideen in die Tat umsetzt.

Heute gehören der Bauinnung Regensburg 205 Betriebe an. Das Spektrum ist weit: Hochbau, Fliesenleger, Zimmerer, Isolieren oder Stuckateure, sie alle haben sich der Bauinnung angeschlossen. Das Bauhandwerk verbindet Tradition und Zukunft. Denn das Baugewerbe ist eine der Schlüsselbranchen für Beschäftigung und für Wachstum. Für viele junge Leute ist das Baugewerbe trotz einer steten Technologisierung ein attraktiver Ausbildungsberuf.

Ihnen allen wünsche ich, dass es Ihnen auch in den kommenden 75 Jahren gelingen wird, diese Balance zwischen Tradition und Zukunft zu halten.