Sonderausstellung „Stadel x Stadel – Dialog über die Donau“ Teil II

Ausstellungsreihe mit dem Künstlerhaus im Andreasstadel zum 20. Jubiläum des UNESCO-Welterbetitels geht in die zweite Runde!

Stadel X Stadel II Kachel © Grafik Marie Doerfler

Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums des UNESCO-Welterbetitels der Regensburger Altstadt setzt die Ausstellungsreihe „Stadel x Stadel – Dialog über die Donau“ den künstlerischen Austausch zwischen den beiden Speicherbauten, dem Salzstadel und dem Andreasstadel, fort.

Die Ausstellungsreihe ermöglicht einen künstlerischen Dialog über die Donau hinweg – zwischen zwei Orten, die einst durch Handel und Politik verbunden waren und heute gemeinsam das kulturelle Leben der Welterbestadt prägen: der Salzstadel in der Altstadt und der Andreasstadel in Stadtamhof.

Stadel X Stadel II Back © Grafik Marie Doerfler

Der zweite Ausstellungsteil „Zukunftserbe“ versammelt Werke von Marie Doerfler, Annika van Schoor, Johanna Kaljanac und Thomas Bieniek. Im Mittelpunkt stehen die Spannungsfelder zwischen kulturellem Erbe, Klimakrise und gesellschaftlichem Wandel.

Textilarbeiten, organisch anmutende Objekte sowie digitale und keramische Arbeiten verwandeln den historischen Speicherraum in der Altstadt in eine vielschichtige Landschaft aus Erinnerungen und Visionen. Wie durch einen begehbaren Gedankenraum entstehen neue Perspektiven auf Vertrautes, die den Blick auf das über Jahrhunderte gewachsene Erbe neu ausrichten.

Thomas Bieniek ist ein Multi-Media-Artist, der an der Schnittstelle von Code, bewegtem Bild und Gesellschaftskritik arbeitet. In seinen immersiven Installationen, Filmen, Drucken sowie Klang- und Musikarbeiten untersucht er, wie digitale Medien unsere Wahrnehmung von Realität prägen.

Marie Doerfler arbeitet als Illustratorin, Grafikdesignerin und freischaffende Künstlerin. In ihren farbintensiven Arbeiten verbindet sie Naturbeobachtungen, Alltagsmomente und Fantasie zu poetischen Bildwelten, die zum Entdecken, Träumen und Nachdenken einladen.

Annika van Schoor verbindet in ihren keramischen Arbeiten handwerkliche Präzision mit malerischer Oberflächengestaltung. Für „Stadel x Stadel – Dialog über die Donau“ setzt sie sich in einer kritischen Hommage mit der Bodenversiegelung urbaner Räume und ihren Folgen für das Stadtklima auseinander.

Johanna Kaljanac ist Künstlerin und Dozentin für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung. In ihren skulpturalen Arbeiten transformiert sie recycelte Materialien zu organisch anmutenden Formen und thematisiert das Verhältnis von Mensch, Natur und Nachhaltigkeit.

Zwischen Fragilität und Beständigkeit, Bewahren und Verändern entfalten die Arbeiten dieser vier Artists einen Dialog über Werte, Verantwortung und zukünftige Lebensformen. Die Ausstellung lädt dazu ein, kulturelles Erbe nicht als statisches Relikt zu begreifen, sondern als lebendigen Raum der Transformation.

Der Eintritt ist kostenlos zu den Öffnungszeiten des Besucherzentrums möglich!

Künstlerhaus Andreasstadel