Der St.-Kassians-Platz – mitten im Zentrum
Zwischen den malerischen Gassen Regensburgs eröffnet sich von Süden kommend plötzlich der St.-Kassians-Platz. Auf gut 2.300 Quadratmetern begegnen sich hier Geschichte, Alltag und Architektur.
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Bilddokumentation Stadt Regensburg28. Juli 2026
Namensgeber des Platzes ist die Kirche St. Kassian, eine der ältesten Kirchen Regensburgs. Erstmals erwähnt wurde diese im Jahre 885 n. Christus. Schon in der späten Karolingerzeit befand sich an dieser Stelle ein Kirchenbau, der im Laufe der Jahrhunderte mehrfach erweitert und verändert wurde. So verbinden sich im Innern bis heute verschiedene Baustile: besonders Elemente des Rokoko, der Romanik und der Frühgotik. Benannt ist die Kirche nach dem heiligen St. Kassian, einem christlichen Märtyrer, der in weiten Teilen Europas verehrt wurde.
Benannt ist der Platz nach der gleichnamigen Kirche.
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Bilddokumentation Stadt RegensburgAuch die umliegenden Gebäude erzählen von der langen Geschichte des Platzes. Am heutigen St.-Kassians-Platz 3 befand sich von 1227 bis 1633 der damalige „Augsburger Hof“ in dem der jeweilige Augsburger Bischof bei seinen Besuchen in Regensburg, residierte.
Große Veränderung in den 1970er Jahren
1941: Wo heute das große Kaufhofgebäude steht, gab es bis in die 1970er-Jahre noch eine kleinteilige Häuserreihe.
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Bilddokumentation Stadt RegensburgAnfang der 1970er Jahre veränderte sich das Umfeld des St.-Kassians-Platzes grundlegend. Zahlreiche historische Bürgerhäuser am Übergang zum Neupfarrplatz und am St.-Kassians-Platz wurden abgerissen, um Platz für ein modernes Kaufhaus zu schaffen – darunter auch der damalige Augsburger Hof. Heute ist dort eine europäische Warenhauskette untergebracht.
Am St.-Kassians-Platz 5 lebte und arbeitete der Regensburger Maler Otto Baumann. Außerdem befand sich im Erdgeschoss die traditionelle Konditorei Rösch, die in ihrem Café auch die bekannten Baumkuchen anbot.
Der heutige St.-Kassians-Platz
Vom 16. Jahrhundert bis zum 19. Jahrhundert nannte sich der Platz übrigens „Häfermarkt“, da dort vor allem Tongefäße, sogenannte Häfen, verkauft wurden. Heute prägen vor allem Einzelhandelsgeschäfte, Fußgänger sowie ein Spielplatz das Bild des Platzes. Der verkehrsberuhigte Platz verbindet die Obermünsterstraße mit dem Neupfarrplatz und ist ein wichtiger Teil des Regensburger Altstadt.
Text: Maximilian Sommer
Die Reihe Regensburger Plätze entstand in Kooperation mit Janina Rummel von der Abteilung Welterbekoordination. Weitere spannende Einblicke in das baukulturelle Erbe von Regensburg finden Sie unter www.regensburg.de/welterbe.
Weitere Informationen
Quellen
- Karl Bauer: Regensburg. Kunst-, Kultur- und Alltagsgeschichte. MZ-Buchverlag 2014, S. 103 – 104
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Bernhard Lübers, Regensburg: Biografie einer Stadt, S. 58








