Steg über den Staustufenkanal: Aktueller Stand der Bauarbeiten

Der Steg über den Staustufenkanal wird derzeit grundhaft instandgesetzt. Inzwischen konnte planmäßig mit den Arbeiten im zweiten Bauabschnitt begonnen werden. Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger, Planungs- und Baureferent Florian Plajer und Michael Köstlinger, Leiter des Tiefbauamts, informierten vor Ort über den Baufortschritt.

Fotografie: (v. l. n. r.) Planungs- und Baureferent Florian Plajer, Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und Michael Köstlinger, Leiter des Tiefbauamtes, informierten vor Ort über den aktuellen Stand der Bauarbeiten. (v. l. n. r.) Planungs- und Baureferent Florian Plajer, Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger und Michael Köstlinger, Leiter des Tiefbauamtes, informierten vor Ort über den aktuellen Stand der Bauarbeiten. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

12. Mai 2026

Als wichtige Fuß- und Radwegeverbindung verbindet der Steg über den Staustufenkanal seit 1998 das westliche Ende von Stadtamhof auf der Südseite mit dem Stadtteil Pfaffenstein im Norden und verläuft parallel zur Autobahnbrücke. Neben dem eigentlichen Überbau umfasst das Bauwerk mit einer Gesamtlänge von rund 230 Metern auch Rampenbauwerke mit Treppenanlagen auf beiden Seiten des Kanals. 

Um die Verkehrssicherheit dieser wichtigen Geh- und Radwegquerung dauerhaft gewährleisten und den Steg langfristig erhalten zu können, wird dieser seit Februar 2026 saniert: „Wir müssen den Steg umfassend und nachhaltig instand setzen, da er erhebliche Schäden aufweist, die bei turnusmäßigen Brückenprüfungen festgestellt wurden. Deshalb war es wichtig, die Sanierungsarbeiten so schnell wie möglich durchzuführen. Aktuell liegen wir gut in der Zeit und können davon ausgehen, den Steg im Dezember 2026 wieder zu öffnen“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Thomas Burger. 

Zu den Schäden zählen insbesondere Korrosionsschäden an tragenden Stahlteilen des Überbaus, Schäden an den Stahlbetonplatten der Rampen sowie eine stark verwitterte und teilweise nicht mehr verkehrssichere Holzbeplankung des Überbaus. Im Rahmen der Instandsetzung werden deshalb die Stahlbetonplatten teilweise ersetzt, der Überbau sowie die Stahlkonstruktion neu beschichtet, einzelne Stahlelemente ausgetauscht, die vorhandenen Elastomerlager und Holzbohlen auf dem Überbau erneuert sowie die Leuchtmittel auf der Brücke modernisiert.   

Fotografie: Luftaufnahme HolzbohlenAuch die bestehenden, stark verwitterten Holzbohlen werden im Rahmen der Instandsetzungsarbeiten ausgebaut und durch eine neue, rutschhemmende Belagskonstruktion ersetzt. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Die erforderlichen Korrosionsschutz-, Metallbau- und Betonarbeiten wurden und werden in enger Abstimmung mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK (WSV) durchgeführt, da mit den Sanierungsarbeiten aufgrund der Lage des Stegs über der Schifffahrtsstraße besondere Herausforderungen verbunden sind. Da eine Sperrung des Kanals für mehrere Monate nicht möglich war, wurden im Vorfeld mehrere Varianten geprüft – darunter auch das vollständige Abheben des Überbaus und eine temporäre Anhebung der Konstruktion. Beide Optionen erwiesen sich jedoch als sehr kostenintensiv.  

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen in mehreren Abschnitten

Fotografie: Luftaufnahme des Gerüsts Stegs über den StaustufenkanalFür das Abstrahlen und Beschichten der Stahlkonstruktion ist – auch unterhalb des Brückenüberbaus – ein Arbeits- und Schutzgerüst als Einhausung notwendig. Dieses wurde zwischenzeitlich an die Südseite des Stegs verschoben. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Um die Schifffahrt während der Instandsetzungsarbeiten nicht zu behindern, wurde die Sanierung des Stegs in mehrere Abschnitte eingeteilt: Für den ersten Bauabschnitt, die Sanierung des Mitteilteils des Überbaus, wurde gezielt der Zeitraum der diesjährigen Schleusensperrung im März genutzt. In dieser Phase konnte – ohne Schiffsverkehr auf dem Europakanal – die Unterseite des Stegs mithilfe eines Hängegerüstes saniert werden. Dazu gehöhrten insbesondere Strahl- und Beschichtungsarbeiten an der Stahlkonstruktion. Trotz des engen Zeitfensters von rund drei Wochen konnten die Arbeiten erfolgreich und fristgerecht abgeschlossen werden. 

Mit den Arbeiten am zweiten Bauabschnitt im südlichen Bereich des Stegs, an den das erforderliche Arbeits- und Schutzgerüst inzwischen verschoben wurde, konnte planmäßig Ende März 2026 begonnen werden. Der Schiffsverkehr wurde hierfür mithilfe von Schifffahrtszeichen und -tonnen auf die Nordseite des Kanals verlegt. Nach Abschluss dieses Bauabschnittes wird die Schifffahrt erneut entsprechend umgestellt, sodass die Arbeiten im dritten Bauabschnitt fortgeführt werden können. Diese beiden größeren, äußeren Bauabschnitte im Norden und Süden des Stegs werden somit während des laufenden Schifffahrtsbetriebes durchgeführt. Parallel zu den Arbeiten am Überbau werden die Sanierungsmaßnahmen an den Rampenanlagen durchgeführt, da diese unabhängig vom Schiffsverkehr erfolgen können. 

Text: Pressemitteilung / Verena Danner 

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