Regensburg als „Fahrradfreundliche Kommune“ bestätigt

Sieben Jahre nach der erstmaligen Auszeichnung hat eine Bewertungskommission die Fortschritte der Stadt im Bereich Radverkehr unter die Lupe genommen – mit positivem Ergebnis: Regensburg darf sich auch künftig „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen.

Fotografie: Im Rahmen einer Radexkursion konnte sich die Bewertungskommission vor Ort einen Eindruck davon verschaffen, was sich in Sachen Radverkehr in den vergangenen Jahren getan hat.Im Rahmen einer Radexkursion konnte sich die Bewertungskommission vor Ort einen Eindruck davon verschaffen, was sich in Sachen Radverkehr in den vergangenen Jahren getan hat. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

26. Juni 2026

Die Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ wird an Kommunen vergeben, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Betrachtet werden hierbei die vier Säulen der Radverkehrsförderung: Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service.

Zur Rezertifizierung besuchten Vertreterinnen und Vertreter des Staatsministeriums, der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e. V. (AGFK Bayern) sowie des Landesverbands des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) am Donnerstag, 25. Juni 2026, die Domstadt und verschafften sich vor Ort einen Eindruck von den Entwicklungen der vergangenen Jahre. Im Rahmen einer Radexkursion durch die Stadt sowie eines Fachgesprächs wurden verschiedene Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs vorgestellt.

Fotografie: Bürgermeister Thomas Thurow, Planungs- und Baureferent Florian Plajer und Nahmobilitätskoordinator Thomas Großmüller begrüßten die Bewertungskommission im Raum für Engagement in der Hemauerstraße 1.Bürgermeister Thomas Thurow, Planungs- und Baureferent Florian Plajer und Nahmobilitätskoordinator Thomas Großmüller begrüßten die Bewertungskommission im Raum für Engagement in der Hemauerstraße 1. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Die Bewertungskommission würdigte insbesondere das kontinuierliche Engagement der Stadt für eine sichere und attraktive Radverkehrsinfrastruktur. Seit dem Beitritt zur AGFK im Jahr 2012 konnte Regensburg den Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehr von 19 auf 26 Prozent deutlich steigern: „Die erneute Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für die Arbeit der vergangenen Jahre. Wir haben konsequent in den Radverkehr investiert und damit dazu beigetragen, dass heute deutlich mehr Menschen in Regensburg das Fahrrad als alltägliches Verkehrsmittel nutzen. Das hat sicher auch mit dem Ausbau unserer Radinfrastruktur und der Serviceangebote zu tun,“ so Bürgermeister Thomas Thurow. 

Zu den in den vergangenen Jahren umgesetzten Projekten zählen unter anderem wichtige Lückenschlüsse im regionalen Radwegenetz, die Verbesserung der Verbindungen in das Umland sowie der Ausbau fahrradfreundlicher Serviceangebote. Beispielhaft nannte Bürgermeister Thomas Thurow die neue Donaubrücke nach Sinzing, die Ausweitung des Fahrradstraßenangebots, Radlboxen an den Bahnhöfen, Reparaturstationen sowie das Lastenrad-Sharing-Angebot „Donau-Donkeys“.

Auszeichnung als Ansporn für die künftige Radverkehrsförderung

Fotografie: Planungs- und Baureferent Florian Plajer und Nahmobilitätskoordinator Thomas Großmüller erläuterten im Rahmen einer Radexkursion durch die Stadt die Entwicklungen der vergangenen Jahre.  Planungs- und Baureferent Florian Plajer und Nahmobilitätskoordinator Thomas Großmüller erläuterten im Rahmen einer Radexkursion durch die Stadt die Entwicklungen der vergangenen Jahre. © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Gleichzeitig versteht die Stadt die Auszeichnung zur „Fahrradfreundlichen Kommune in Bayern“ auch als Auftrag für die Zukunft: „Fahrradfreundlichkeit ist kein Zustand, sondern ein kontinuierlicher Prozess“, betont Planungs- und Baureferent Florian Plajer. „Wir haben bereits viel erreicht, kennen aber auch die Bereiche, in denen wir noch besser werden können. Einige haben wir gestern mit den Juroren besprochen, wie die Umsetzung einer Wegweisungsbeschilderung entlang des Hauptradroutennetzes, die Priorisierung der wichtigsten Radlrouten im Winterdienst und die regelmäßige Prüfung, ob der der Radverkehr beim Baustellenmanagement berücksichtigt wird. Für uns wichtig ist: Radverkehr ist für viele in unserer Stadt Alltagsmobilität. Damit dies so bleibt, müssen wir den Radwegeausbau in all seinen Facetten weiterhin priorisieren und vor allem gut finanzieren. Die Rezertifizierung ist deshalb nicht nur Anerkennung für das bereits Erreichte im Radverkehr, sondern auch Ansporn, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.“

Fotografie: Gruppenfoto mit den Mitgliedern der Bewertungskommission und Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats und der Stadtverwaltung sowie des ADFC Regensburg, des VCD Regensburg, der Verkehrswacht und des Landratsamtes  Die Mitglieder der Bewertungskommission mit Vertreterinnen und Vertretern des Stadtrats und der Stadtverwaltung sowie des ADFC Regensburg, des VCD Regensburg, der Verkehrswacht und des Landratsamtes © Stadt Regensburg, Verena Danner

Zu den Stärken Regensburgs zählen nach Einschätzung der Kommission unter anderem die gute Erreichbarkeit der Altstadt mit dem Fahrrad, die hohe Qualität vieler Radverkehrsanlagen sowie innovative Angebote wie das Lastenrad-Sharing. Zugleich wurden Hinweise und Empfehlungen für die weitere Entwicklung ausgesprochen, die in die zukünftige Arbeit der Stadt einfließen sollen.

Die Bewertungskommission wird dem Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr empfehlen, die Auszeichnung für weitere sieben Jahre zu verlängern. Die offizielle Verleihung der Auszeichnung durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr ist im Rahmen eines Festakts Anfang 2027 vorgesehen.

Text: Pressemitteilung / Verena Danner

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