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Neues Rathaus, Energetische Sanierung und Modernisierung, Gebäudeteile Minoritenweg 8 und 10

Projekterläuterung

Historie

Die Gebäudeteile Minoritenweg 8 und 10 sind Teil des denkmalgeschützten Ensembles „Neues Rathaus“ und entstanden in unterschiedlichen Bauabschnitten. Das Gebäude Minoritenweg 10 wurde 1938 errichtet, Minoritenweg 8 folgte 1955. Im Jahr 1973 wurde der Bereich an der Durchfahrt Kirschgäßchen erweitert.

Ein erster Sanierungsabschnitt des Neuen Rathauses mit der Erneuerung des Dach- und Erdgeschosses im Bereich Minoritenweg 4–6 wurde bereits 2012 abgeschlossen. Weitere notwendige Brandschutzmaßnahmen konnten in den Folgejahren während des laufenden Betriebs umgesetzt werden. Die umfassende Sanierung der Gebäudeteile Minoritenweg 8 und 10 war jedoch aufgrund der tiefgreifenden Eingriffe in die Bausubstanz nur nach einer mittlerweile erfolgten vollständigen Auslagerung der dort untergebrachten Dienststellen möglich.

Zeichnung: Neues Rathaus Minoritenweg 8+10 – Lageplan Zeichnung: Neues Rathaus Minoritenweg 8+10 – Ansicht Nord Zeichnung:  Neues Rathaus Minoritenweg 8+10 – Ansicht Ost Zeichnung: Neues Rathaus Minoritenweg 8+10 – Ansicht West Zeichnung:  Neues Rathaus Minoritenweg 8+10 – Ansicht Süd

Sanierungskonzept

Im Rahmen der Generalsanierung werden die Büroflächen funktional optimiert und an aktuelle Anforderungen angepasst, wobei die bestehende Gebäudestruktur weitgehend erhalten bleibt. Die gesamte technische Gebäudeausrüstung wird erneuert. Zudem werden die Geschossdecken brandschutztechnisch ertüchtigt und die Brandmeldeanlage zur Vollüberwachung ausgebaut.

Aufgrund asbesthaltiger Baustoffe in Innenwänden und Putzen ist eine umfangreiche Schadstoffsanierung erforderlich. Darüber hinaus werden Dachstuhl und Holzbalkendecken statisch verstärkt.

Die energetische Sanierung führt zum KfW-Effizienzhaus-Standard 70. Hierzu werden die Gebäudehüllen gedämmt, Fenster und Türen vollständig erneuert und mit Dreifachverglasung ausgestattet. Im Straßenbereich von Haus 10 kommt ein hochwirksamer Aerogel-Dämmputz zum Einsatz. Die zukünftige Wärmeversorgung erfolgt regenerativ über zwei Grundwasserwärmepumpen mit einer Brunnenanlage im Innenhof. Über Heiz- und Kühldecken können die Gebäude sowohl beheizt als auch im Sommer energieeffizient gekühlt werden. Besprechungsräume und Sanitärbereiche erhalten eine bedarfsgesteuerte Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Ergänzend wird auf den Dachflächen im Innenhof eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung des Rathauskomplexes errichtet.

Die Maßnahme wird  im Rahmen der Städtebauförderung vom Freistaat Bayern und der Europäischen Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE 2021-2027), für Beschäftigung und Wachstum in Bayern sowie mit Mitteln der KfW-Bank gefördert.

Gebäudedaten

Bruttogrundfläche:   7.707 m²

Bruttorauminhalt:   25.241 m³

Baubeginn:   August 2025

Fertigstellung:   Frühjahr 2028

Gesamtkosten:   19,165 Mio. € inkl. Freiraumplanung

Planung

Hochbau:   raith architekten gmbh, Kelheim