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5. Dezember

Archiv - Denkmaladvent - Tür 5. Dezember

 

Ägidienplatz 7 und 7a

Das Gebäude wurde 1922/1923 als Wohnhaus für fürstliche Bedienstete anstelle des ehemaligen fürstlichen Ballhauses errichtet. Dreigeschossig mit jonischer Pilastergliederung, U-förmiger Grundriss in Anlehnung an den Entwurf K.V. Keims von 1841 für ein fürstliches Hoftheater. 

Das dort einst befindliche städtische Ball- und Komödienhaus war 1652 erbaut und 1783 erweitert worden. Die Errichtung des Ballhauses im 17. Jahrhundert entfachte erneut alte Streitigkeiten der Nutzer des Platzes, namentlich der Dominikaner, der Deutschherren und der protestantischen Reichsstadt.

Die geistlichen Institutionen wehrten sich erfolglos gegen das städtische Ballhaus mit Verweis auf die Feuergefahr des in Holz errichteten Gebäudes. Ab 1760 wurde das Haus durch Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis gemietet und ging 1804 an das Haus Thurn- und Taxis über. Mit dem Einschalten der fürstlichen Familie brachen die Widerstände gegen die Nutzung ab.

Das Ballhaus stand kulturell in Blüte und war beispielsweise Wirkungsort von Emmanuel Schikaneder. Mit Errichtung des Theaters am heutigen Bismarckplatz auf Initiative des neuen Stadtherrn Carl von Dalberg 1804 diente das Ballhaus bis zum Abbruch 1922 für Lagernutzungen des Hauses Thurn und Taxis. 

 

Archiv  - Denkmaladvent - Haus 5. Dezember

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