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Schätze des Stadtarchives - Denkmäler aus Papier und Pergament

Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals 2017

Die kleine Ausstellung zeigt Plakate kurioser Veranstaltungen aus der "Theatersammlung Andreas Blank", Ausschnitte aus der sog. "Dimpfel-Chronik" des evangelischen Predigers Christian Gottlieb Dimpfel (1709-1781) und die Abbildungen einiger Meisterstücke aus einer "Brüllenmacherordnung" des Regensburger Brillenmacherhandwerks.

Vitrine 1 - Theatersammlung Andreas Blank

Der Theaterfreund Andreas Blank sammelte über Jahrzehnte Material zur Regensburger Theatergeschichte.

1938 tauschte er seine umfangreiche Sammlung gegen zwei Orchestersitzplätze auf Lebenszeit für sich und seine Gattin ein. Die Sammlung dokumentiert die Regensburger Theatergeschichte v.a. des 19. und des frühen 20. Jhs.

Die beiden Plakate kündigen außergewöhnliche Veranstaltungen in Regensburg an, nämlich die leider undatierte

Vorstellung von Tschuggmalls Automaten und eine – wetterabhängige - Fahrt des Mechanikus Bittorff mit Ballon im Juli 1811.

Stadtarchiv - Schätze des Stadtarchivs - Theatersammlung Andreas Blank 1
Reichsstadt Regensburg - Theatersammlung Andreas Blank © Stadt Regensburg – Abteilung Stadtarchiv
Stadtarchiv - Schätze des Stadtarchivs - Theatersammlung Andreas Blank 2
Reichsstadt Regensburg - Theatersammlung Andreas Blank © Stadt Regensburg – Abteilung Stadtarchiv

Vitrine 2 - Dimpfel-Chronik (I Ae 2, 1-5)

Der Prediger Christian Gottlieb Dimpfel verfasste ab 1740 mit der "Ratisbona nova antiqua" eine mehrbändige, teilweise umfangreich bebilderte, Chronik Regensburgs. Darin findet sich mit Text und mehreren Bildern auch die Ankunft Salzburger Religionsflüchtlinge (sog. "Exulanten") 1732 in Regensburg dokumentiert.

Stadtarchiv - Schätze des Stadtarchivs - Dimpfel-Chronik 1
Reichsstadt Regensburg - Dimpfel-Chronik © Stadt Regensburg – Abteilung Stadtarchiv
Stadtarchiv - Schätze des Stadtarchivs - Dimpfel-Chronik 2
Reichsstadt Regensburg - Dimpfel-Chronik © Stadt Regensburg – Abteilung Stadtarchiv

Vitrine 3 – "Brüllenmacherordnung" (Politica II, 14)

Die Brillenmacherei erlebte in Regensburg nur eine kurze aber intensive Blütezeit. Die hier schon um 1600 gefertigten Brillen hoben sich qualitativ deutlich von den in anderen Städten gefertigten Sehhilfen ab. Das dokumentiert auch die vorliegende Brillenmacherordnung mit ihren hohen Anforderungen an die zu fertigenden insgesamt 10 Meisterstücke. Die Käufer waren wohl nicht bereit, die höheren Preise der Regensburger Produkte zu bezahlen, so dass das Regensburger Brillenmacherhandwerk schon bald zur Bedeutungslosigkeit verkam.

Stadtarchiv - Schätze des Stadtarchivs - Brillenmacherordnung 1
Reichsstadt Regensburg - Brillenmacherordnung © Stadt Regensburg – Abteilung Stadtarchiv
Stadtarchiv - Schätze des Stadtarchivs - Brillenmacherordnung 2
Reichsstadt Regensburg - Brillenmacherordnung © Stadt Regensburg – Abteilung Stadtarchiv