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„Tataaaa- hier bin ich!“

Theaterpädagogisches Präventionsangebot im Kindergarten

Die Gemeinschaft stärken und gleichzeitig die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit fördern, das sind die Ziele eines theaterpädagogischen Projektes für Vorschulkinder, das das Amt für Jugend und Familie anbietet. Derzeit wird es in der städtischen Kindertagesstätte Marienstraße durchgeführt. Dabei werden keine Rollen einstudiert, sondern die Kinder improvisieren und arbeiten mit ihren eigenen kreativen Potenzialen. „Die Kinder gehen auf eine Entdeckungsreise und spüren, dass in Jedem Ungeahntes und Vielfältiges wohnt“, strahlt Theaterpädagogin Evi Bossle, die das Projekt leitet. „Mit nur wenigen Mitteln gibt es so viel zu erleben! Die eigene Kreativität genügt, um Motor für positive Erlebnisse zu sein und sich stark und gut zu fühlen!“ Dass es Wahrnehmungs-, Sensibilisierungs- oder Körperübungen sind, dass sie die Rollen improvisieren oder in Entspannungsübungen eintauchen, ist den Kindern dabei nicht bewusst. Sie genießen es einfach, spielerisch neue positive Erfahrungen zu machen.

Im Kindergarten Marienstraße sind über dreißig Nationen vertreten – eine Herausforderung für alle Pädagogen, den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. In der präventiven Theaterarbeit ist – durch das verbindende Element des Spiels – ein solidarisches Zusammenspiel mit den unterschiedlichen kulturellen Vorerfahrungen möglich. Dies stellt für die Teilnehmer eine gemeinschaftsstärkende Erfahrung dar, unabhängig von Sprache und Vorkenntnissen. Es vereinen sich Körper, Sprache, Stimme, Emotionen und Kreativität – „eine wunderbare Methode zur ganzheitlichen Förderung von Kindern“, so Bossle. Der Schwerpunkt des Theaterprojekts liegt auf dem Prozess des Gruppenspiels und der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit durch Erprobung verschiedener Rollen. Um auch den Eltern einen Einblick in die Arbeit zu geben, steht am Ende der Treffen eine Präsentation des Projektes. Verbunden wird die Vorführung mit praktischen Anregungen für den Alltag und Informationen zur Sucht- beziehungsweise Gewaltprävention.

Einrichtungen, die Interesse an dem Angebot haben, können sich an das Amt für Jugend und Familie, Sachgebiet Jugendschutz, Telefon 507-4760, wenden.