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Veranstaltungsreihe zum 400. Gedenkjahr des Dreißigjährigen Krieges

Von September 2018 bis Januar 2019 wird in einer Vortragsreihe, einer Ausstellungsreihe und einer thematischen Stadtführung das Thema „Dreißigjähriger Krieg“ von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet

Der Dreißigjährige Krieg verwüstete weite Teile Mitteleuropas und brannte sich so als Katastrophe biblischen Ausmaßes in das kollektive Gedächtnis ein. Diesem Ereignis, dessen Ausbruch sich 2018 zum 400. Male jährt, widmet sich in der zweiten Jahreshälfte eine große Veranstaltungsreihe. Von September 2018 bis Januar 2019 wird in einer Vortragsreihe, einer Ausstellungsreihe und einer thematischen Stadtführung das Thema „Dreißigjähriger Krieg“ von unterschiedlichsten Seiten beleuchtet.
Die Staatliche Bibliothek Regensburg rief die Veranstaltungsreihe zusammen mit zahlreichen Kooperationspartnern ins Leben. Zudem unterstützt das Kulturamt der Stadt Regensburg die Veranstaltungen im Rahmen des Jahresthemas 2018 „Stadt – Land – Fluss“.

Der Dreißigjährige Krieg in Regensburg
Nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges blieb auch Regensburg nicht lange verschont. 1633 belagerten die Schweden die Stadt und eroberten sie schließlich unter dem Kommando Bernhards von Sachsen-Weimar. Ein Jahr später wurde Regensburg von kaiserlichen Truppen zunächst wochenlang beschossen und schließlich zurückerobert. Zu allem Unglück wütete 1634 auch noch die Pest in der Donaustadt. Regensburg wurde somit – wie weite Teile des Reiches – in diesem Krieg schwer geprüft, auch deshalb, weil die Stadt durch ihre Lage an der Donau eine strategische Bedeutung innehatte.

Die Vortragsreihe
Am Donnerstag, 27. September 2018, um 19 Uhr beginnt die Vortragsreihe mit PD Dr. Astrid von Schlachta im Evangelischen Bildungswerk e.V. unter dem Titel „Verfilmte Geschichte. Der Dreißigjährige Krieg im Spielfilm“. Der Vortrag führt anhand von Filmbeispielen in die künstlerische Umsetzung des historischen Stoffes ein und zeigt auf, wie diese Kostümfilme vor dem Hintergrund ihrer Entstehungszeit zu sehen sind. Professor Dr. Silvia Serena Tschopps Vortrag „Federgefechte. Die Rolle der Medien im Dreißigjährigen Krieg“ findet am Donnerstag, 25. Oktober 2018, um 19 Uhr im Großen Runtingersaal statt. Am Beispiel des Dreißigjährigen Krieges erörtert sie die medienhistorischen Rahmenbedingungen frühneuzeitlicher Kriegspropaganda und zentrale Funktionen politischer Publizistik im Krieg.

„(K)ein Frieden ohne Frankreich? Der Westfälische Frieden aus der europäischen Perspektive“ lautet der Titel des Vortrags von Prof. Dr. Anuschka Tischer, der am Donnerstag, 22. November 2018, um 19 Uhr im Großen Runtingersaal stattfinden wird. Sie beleuchtet, unter welchen Umständen der Westfälische Frieden von 1648 nicht nur als deutscher, sondern als gesamteuropäischer Frieden betrachtet werden kann.

Den letzten Vortrag der Reihe hält Professor Dr. Christoph Kampmann am Donnerstag, 6. Dezember 2018, um 19 Uhr im Großen Runtingersaal zum Thema „Die Katastrophe als epochale Wende? Der Dreißigjährige Krieg in der Geschichte Europas“. Besonderes Augenmerk lenkt er dabei auf die politischen Grundeinstellungen und Mentalitäten der politisch Verantwortlichen.

Die Ausstellungsreihe und eine Führung
Am 24. Oktober werden gleichzeitig drei Ausstellungen zum Dreißigjährigen Krieg eröffnet. Die Ausstellung „Krieg, Pest und Schwedennot – Der Dreißigjährige Krieg in Regensburg“ unter der Federführung der Staatlichen Bibliothek Regensburg beleuchtet die Geschichte des Krieges in Regensburg.
Das Historische Museum zeigt eine Ausstellung zum Dreißigjährigen Krieg in Regensburg im Spiegel von Münzen und Medaillen.
Und auch die Ausstellung „Gleich ob Freund oder Feind. Die Regensburger Spitäler im Dreißigjährigen Krieg“ im Spitalarchiv Regensburg beginnt am gleichen Tag.
Ferner zeigt das Bischöfliche Zentralarchiv Regensburg ab dem 5. November 2018 eine Ausstellung zur Verarbeitung des Dreißigjährigen Krieges in ausgewählten Kinderbüchern aus dem Bistum Regensburg.

Zusätzlich zu den Vorträgen und Ausstellungen wird am Sonntag, 21. Oktober 2018 Dr. Rosa Micus eine Führung zum Stadtbild Regensburgs zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges geben.

Weitere Informationen
Kooperationspartner der Veranstaltungsreihe sind Staatliche Bibliothek Regensburg, Evangelisches Bildungswerk Regensburg e. V., Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg und der Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Regensburg.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe unter www.staatliche-bibliothek-regensburg.de. Informationen zu den kulturellen Jahresthemen sind zu finden unter www.regensburg.de/kultur.