Kleine Ursache - Große Wirkung: Akkus als Brandherd

Am Donnerstagabend, den 9. April 2026, sorgte ein Brand im Osten der Stadt für Aufsehen. Die Rauchsäule war weit zu sehen und der Geruch gut wahrnehmbar. 

Am Westhafen hatte sich ein Ballenlager von bereits sortiertem Altpapier entzündet. Die Löscharbeiten waren aufwendig, da sich immer wieder Glutnester entzündeten.

Ursache des Brandes war, entgegen ersten Vermutungen, kein technischer Defekt in der Anlage. Stattdessen ist davon auszugehen, dass der Brand durch unsachgemäß über das Altpapier entsorgte Akkus ausgelöst wurde. 

Lithium-Batterien erzeugen im Fall eines Kurzschlusses, etwa durch Beschädigungen, hohe Temperaturen und können so Brände auslösen.

Diese Akkus sind nicht nur bei Elektrowerkzeugen, Laptops oder E-Bikes ein Problem. So enthalten „tönende“ Glückwunschkarten eine kleine Lithium-Batterie. In der Papiersortieranlage kann der Akku einer solchen Karte ebenfalls einen Brand auslösen. 

Auch kleinere Geräte wie Handys, smart watches oder E-Zigaretten enthalten Li-Akkus. Werden diese unsachgemäß über die Papiertonne entsorgt, sind sie bei der Papiersortierung nur schwer zu finden und auszusortieren.

Um künftig Brände zu verhindern, ist also die korrekte Entsorgung von Akkus und akkuhaltigen Geräten wichtig. Diese gehören in die entsprechenden Sammelbehälter im Handel oder auf dem Recyclinghof. Im Restmüll, im Altpapier oder bei Wertstoffen haben Akkus- und Akkuhaltige Geräte nichts zu suchen.

Fotografie: Brand in PapiersortieranlageFotografie: Brand in PapiersortieranlageFotografie: Brand in einer Papiersortieranlage