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Erinnerung - Kunst gegen das Vergessen/Bilder jüdischer Gefangener im KZ Flossenbürg

Ausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel bis 27. Juni 2021

Museen - Ausstellung "Erinnerung"

Kunst und KZ? Können wir diesen Widerspruch an sich, diese absolute Unvereinbarkeit überhaupt verstehen, geschweige denn in Worte fassen? Auch praktisch können wir uns kaum vorstellen, wie ein Gefangener in einem KZ ohne Materialien und Malutensilien, ohne einen geschützten Raum und ohne ein Minimum an freier Zeit bildende Kunst schaffen konnte. Das KZ Flossenbürg und seine Außenlager waren Stätten unmenschlicher Arbeit, täglicher Grausamkeiten, allgegenwärtiger Bedrohung und Todesangst – hier soll „Kunst“ entstanden sein? 

Nur in besonderen Ausnahmefällen malten jüdische Gefangene unter Todesgefahr im KZ. Bei den meisten gruben sich die mörderischen Bedingungen der Lager in ihrem Gedächtnis so tief ein, dass sie nach der Befreiung wie unter Zwang Werke schufen, die die Erinnerung an dieses Menschheitsverbrechen in einzigartiger Weise festhalten. 

Die in der Ausstellung gezeigten Werke sind mehrheitlich nach 1945 entstanden, wenn auch erste Skizzen noch aus dem KZ stammen. Es handelt sich sowohl um Bilder und Grafiken später ausgebildeter bekannter Künstlerinnen und Künstler wie auch um Zeichnungen von Autodidakten.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft ehemaliges Konzentrationslager Flossenbürg e.V. statt.