„Furries – stay soft“
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Gustav FranzDer Begriff „furry“ entstammt einer Subkultur, in der Personen die Rollen von anthropomorphen Tier- und Fabelwesen annehmen und diese durch Fellkostüme darstellen. Dieses spannende Thema wird nun in der Kunstausstellung „Furries – stay soft“ im KunstvereinGRAZ (Rote-Hahnen-Gasse 6) aufgegriffen. Zu sehen sind Gemälde der Malerin Tabitha Rub und Installationen der Künstlerin Theresa Rothe, kuratiert von Barbara Muhr und Sofia Seidl.
Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, den 30. Mai 2026 um 19 Uhr statt. Die Künstlerinnen sind anwesend. Neben den Kunstwerken wird an diesem Abend auch eine Sound-Performance der ForeverGreatDiscoveryGirls geboten.
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Anne LippertZwischen Schutz und Sensibilität
Intellektuelle und emotionale Fähigkeiten sowie Charakter-eigenschaften der Tier- und Fabelwesen sind auch in den Rollen auf menschlichem Niveau ausgebildet. Neben der Lust an der Verkleidung bilden Furries vor allem eine Projektionsfläche als inklusive Identifikationsfiguren, die keine Rückschlüsse auf Geschlecht und Herkunft zulassen.
Als Allegorien auf menschliche Gefühlszustände und Verletzlichkeit fordern Furries Achtsamkeit und Feingefühl von ihrem Gegenüber. Das Fell, das zunächst als Schutzschild wahrgenommen werden könnte, ist doch eher eine durchlässige Hülle für die Gefühlswelt dahinter. Die Ausstellung möchte unter dem Slogan „stay soft“ zu mehr Fingerspitzengefühl im zwischenmenschlichen Umgang aufrufen.
Über die Künstlerinnen
Die 1987 in der Schweiz geborene Malerin Tabitha Rub studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und arbeitet seit 2016 als freischaffende Künstlerin. Ihre Gemälde aus Eitempera auf Leinwand werden von bunten, haarigen und gesichtslosen Wesen in alltäglichen, menschlichen Situationen und Settings bevölkert. Teils ersetzen sie auch die Figuren aus bekannten Bildern der Kunstgeschichte und Popkultur.
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Dominik PiotrowskiTheresa Rothe (*1990) lebt und arbeitet als bildende Künstlerin in Leipzig. Ab 2013 studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und schloss 2022 als Meisterschülerin ab. Ihre raumgreifenden, teils beweglichen und begehbaren Installationen zeigen textile Wesen, die sinnliche und emotionale Reaktionen hervorrufen. Dabei reflektiert und hinterfragt die Künstlerin in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und diversen Materialien die Kuriositäten des Alltags, Tierbetrachtungen oder auch den voyeuristischen Blick.
Weitere Informationen
Die Ausstellung ist im KunstvereinGRAZ (Rote-Hahnen-Gasse 6) von 31. Mai bis 5. Juli zu sehen. Die Öffnungszeiten sind bis 13. Juni freitags und samstags von 17 bis 19.30 Uhr. Anschließend ist die Ausstellung nach Vereinbarung und über das Schaufenster einsehbar.
Weitere Informationen über den KunstvereinGRAZ sowie die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zwecks Terminvereinbarung sind unter der unten angegebenen Website zu finden.
Das Projekt findet im Rahmen des kulturellen Jahresthemas 2026 „Fingerspitzengefühl“ statt und wird von der Stadt Regensburg finanziell unterstützt.