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„Frictions on Landscapes“

Grafik – Sujet für das Projekt Frictions on Landscapes © Miriam König

Dreiteiliges Projekt mit Hauptausstellung, Laborraum und Symposium 

Am Freitag, den 19. Juni 2026 wird die Ausstellung „Frictions on Landscapes“ mit einer Vernissage eröffnet. Diese findet ab 19 Uhr in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel (Bertoldstraße 9) statt. Im Zentrum stehen die Spannungen („Frictions“) zwischen Mensch, Natur und Ressourcennutzung der Gegenwart. Die Ausstellung verbindet künstlerische Positionen mit wissenschaftlicher Forschung und fragt danach, wie Landschaften historisch geformt und als kultureller, politischer und ökologisch geprägter Raum genutzt werden. 

Drei Module – Hauptausstellung, Laboratorium und Symposium – regen einen generationenübergreifenden Dialog an, der wissenschaftliche Inhalte sinnlich erfahrbar macht und die Möglichkeit bietet, neue Formen transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zu entwickeln.


Hauptausstellung im Leeren Beutel

Hauptausstellung im Leeren Beutel zeigt vier Positionen zwischen Landschaft und Wissenschaft 

Vom 20. Juni bis zum 6. September 2026 ist die Hauptausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel auf zwei Etagen zu sehen. Der Ausstellungsraum im zweiten Obergeschoss zeichnet sich durch einen analytischen Blick auf gesellschaftliche Reibungen aus, wobei die künstlerischen Positionen von Caterina Rossato (Italien), Mahroo Mohavedi (Iran) und Barbara Wimmer-Bulin (Deutschland) Spannungen aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren. Im Ausstellungsraum im dritten Obergeschoss inszeniert Andrina Jörg (Schweiz) einen poetischen und atmosphärischen Naturraum. Mit „Paranatur“ verschieben sich Wahrnehmungsebenen, die durch eine großräumige Installation gleichzeitig einen kritischen Blick auf die Mensch-Umwelt-Beziehung ermöglichen. 

Die Führungen durch die Hauptausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel finden am 28. Juni, 12. und 26. Juli sowie 9. und 23. August von 14.30 bis 15.15 Uhr durch die Kunsthistorikerin Amina Poss statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.


Wissenschaftliches Symposium

Wissenschaftliches Symposium zum Spannungsfeld Landschaft

 Begleitend finden zwei internationale, interdisziplinäre Symposien mit umfangreichem Programm an verschiedenen Orten statt. Die Veranstaltung am 19. Juni in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel ist von 13 bis 18 Uhr. Das Symposium am 20. Juni findet von 9 bis 15.30 Uhr im M26 (Maximilanstraße 26) statt.   

Beide widmen sich der Landschaftskonfliktforschung und beleuchten Landschaft als vielschichtiges Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Ökonomie, Eigentum und Ressourcennutzung. Renommierte Expertinnen und Experten aus Anthropologie, Geografie, Kunst und Medienwissenschaft diskutieren methodische Zugänge wie künstlerische Forschung, experimentelle Ethnographie und ästhetische Praktiken. 

Das Symposium am 19. Juni beinhaltet spannende Vorträge, etwa „Future Ecologies. Wie künstlerische Forschung das Bild der Zukunft prägt“ von Dr. Christina Landbrecht, Schering Stiftung Berlin. Am 20. Juni erwarten die Teilnehmenden zwei Workshops und ein erlebnisorientierter Spaziergang. Beide Tage verfolgen das Ziel, neue Perspektiven zu entwickeln und transdisziplinäre Kooperationen anzustoßen. Die Teilnahme ist kostenfrei.


Laborraum M26

Laborraum M26: Zukunft verhandeln 

Im Mittelpunkt des interaktiven Laborraums, der vom 20. Juni bis 5. Juli 2026 im M26 errichtet ist, steht ein offener Prozess, in dem Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit gemeinsam Fragen zu Stadt, Natur und Zusammenleben verhandeln. 

Das Forschungslabor von Andrina Jörg bietet die Möglichkeit, sich mit spekulativen Pflanzenarten auseinanderzusetzen, während bei Miloš Đurović seine ethnographische Feldforschung zu extraktivistischen Praktiken im Zentrum steht. Ein konzipierter Walklab von Kathrin Dröppelmann und Dr. Lorenza Manfredi ermöglicht es, Mikroprozesse in der Stadt explorativ zu erforschen. Die Installation von Barbara Wimmer-Bulin hinterfragt, wie viel Natur die Stadt braucht.


Begleitprogramm

Begleitprogramm für Studierende, Schulklassen und Familien 

Während der Ausstellung ist der Kulturort M26 Gastgeber eines umfangreichen Rahmenprogramms. Am 24. Juni und 1. Juli um 17 Uhr laden Sebastian R. Richter und Studierende ein, ihre im Rahmen des Seminars „In d’Stod nei – Urban Storyworlds“ entstandenen Projekte zu erkunden. Im Zentrum des Seminars stand das experimentelle Arbeiten mit virtueller Kunst und digitalen Erzählformen unter Zuhilfenahme von Augmented Reality. Dabei setzten sich die Teilnehmenden künstlerisch mit der Idee auseinander, wie die Natur urbane Räume zurückerobert. 

Das AR-Projekt ist jederzeit und dauerhaft unter der unten angegeben Website aufrufbar.

Zudem haben Lehrkräfte die Möglichkeit, Workshops für ihre Schulklassen zu buchen. Angelehnt an das Kunstprojekt „Paranatur Forschungslaboratorium“ von Andrina Jörg, kreieren und erforschen Kinder und Jugendliche in einem Workshop ihre eigene Paranatur-Pflanze und setzten sich unter dem Thema „Pflanzenwelt der Zukunft: Was soll bei uns wachsen?“ mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung auseinander. Die entstandenen Para-Pflanzen werden in der Ausstellung als Beitrag zur wachsenden Paranatur-Taxonomie im M26 präsentiert. Buchungsanfragen und weitere Informationen zu den Workshops im M26 für Schulklassen sind per Mail an ZWQuZ3J1YnNuZWdlci1lcGFjc2RuYWwkb2ZuaQ== zu stellen. 

Im Rahmen des Workshops „Frictional Walk. Den Stadtraum anders erkunden, um ihn neu zu erzählen.“ beobachten und tauschen sich die Teilnehmenden während eines gemeinsamen Spaziergangs durch die Regensburger Altstadt untereinander aus und verändern dadurch eventuell den Blick auf die Stadt. Dabei stehen die Fragen im Vordergrund: Wer bewegt sich hier wie selbstverständlich – und wer nicht? Wie prägt die Stadt unsere Wahrnehmung, und wie verändert sie sich, wenn wir uns anders durch sie bewegen? Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter ZWQuZ3J1YnNuZWdlci1lcGFjc2RuYWwkb2ZuaQ== erforderlich.


Projektverantwortliche

„Frictions on Landscapes“ ist ein Projekt von Barbara Wimmer-Bulin (Universität Regensburg). Veranstaltet wird das Projekt vom Kulturamt der Stadt Regensburg mit der Städtischen Galerie im Leeren Beutel und dem Kulturenort M26. 

Das Projekt findet statt in Kooperation mit der Regensburger Nachhaltigkeitswoche, Studies in the Arts (SINTA) an der Universität Bern, der Fakultät für Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf der Universitätsstiftung Hans Vielberth sowie dem Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung.


Fotografie – Treibhaus mit künstlichen Pflanzen © Barbara Bühler