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Vorher-Nachher-Ausstellung in der Fußgängerzone

Das zweite Baujahr in der zentralen Fußgängerzone endet zu Beginn des Christkindlmarktes

Das zweite Baujahr der Sanierungsmaßnahmen in der Zentralen Fußgängerzone ist beendet. Der diesjährige Bauabschnitt umfasste die Vier-Eimer-Gasse und die Königsstraße und konnte im Zeitplan fertiggestellt werden. Damit wird die Gesamtbauzeit von drei Jahren weiter gehalten. „Wir brauchen für die Sanierung der Fußgängerzone damit immer noch ein Jahr weniger als zu Beginn der Maßnahme angenommen“, sagte Gertrud Maltz-Schwarzfischer bei der Abschlusspressekonferenz in der Königsstraße.

Archäologie

Das war im Laufe des Jahres nicht immer selbstverständlich, denn das Bau-Team der ausführenden Baufirma Guggenberger stieß in diesem Jahr auf einige Grüße aus der Vergangenheit: „Auf Höhe eines Drogeriemarktes entdeckte man einen gut erhaltenen Rest eines Kellers mit Treppenabgang, wohl aus dem späten Mittelalter. Im Anschluss daran fand man in drei Metern Tiefe einen Teil eines römischen Mauerzuges. Und auch in der Viereimergasse verbarg sich ein Teil einer barocken Gartenmauer, daran anschließend ein mächtiger mittelalterlicher Mauerzug. Dazu kamen noch einige andere Funde, die dokumentiert und geprüft werden mussten“, erklärte die Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann. Richtig bedeutende Funde, die den Bauverlauf maßgeblich verzögert hätten, blieben jedoch aus. In einer historischen Stadt, wie in Regensburg, werde es meist archäologisch relevant, wenn in gewisse Tiefen gegraben werde. „In der Königsstraße West gingen die Grabungen bis auf vier Meter. Kein Wunder also, dass hier Funde zu Tage kamen“, sagte die Planungs- und Baureferentin.

Reibungsloser Ablauf

Insgesamt könne man in der Fußgängerzone auf ein erfolgreiches Baujahr zurückblicken. „Natürlich ist es bei einer Baustelle immer so, dass Staub und Lärm nicht ausbleiben, so auch hier im Sanierungsgebiet. Wir hatten dieses Jahr in der Fußgängerzone jedoch wirklich ein ausgesprochen ruhiges und erfolgreiches Baustellenjahr“, erklärt die Planungs- und Baureferentin. Die Geschäftstreibenden des Bauabschnitts erwiesen sich als äußerst pragmatisch und schlimme Schäden
blieben aus. „Wegen des späten Bodenfrosts konnten wir zwar erst etwas später mit dem Bau starten, und auch der trockene Sommer hatte seine Tücken, insgesamt war das Wetter dieses Jahr für den Bauverlauf jedoch sehr positiv“, so die Referentin
weiter.

In der Fußgängerzone wurden bereits zirka 200.000 der insgesamt 270.000 Steine des neuen warmtönigen Pflasters verbaut, es gibt bisher 16 neue Bänke, 30 zusätzliche Altstadtleuchten und zehn neue Bäume. In Kürze wird auch der LOOP in der Viereimergasse eingebaut. Der Brunnen in der Viereimergasse plätschert dann ab Frühjahr 2019. Unter der Erde liegen ein 65 Meter Hauptkanal in den Close-fit-Liner eingezogen wurden und ein Hauptkanal, der auf 100 Metern Länge neu errichtet wurde. Dazu entstanden noch 16 zugehörige Schächte und 250 Meter neu hergestellte Anschlusskanäle.

Fußgängerzone bleibt attraktiv

Um die Fußgängerzone während der Bauzeit weiter attraktiv zu halten, entwickelt ein städtisches Kommunikationsteam zusammen mit den Geschäftstreibenden, der Agentur Politide, dem Stadtmarketing und Faszination Altstadt jährlich ein abwechslungsreiches Programm für den Sanierungsbereich. 2018 fanden eine Modenschau, ein kleines Brunnenfest, eine Open-Stage und einiges mehr statt. „Manche Aktionen, wie die Modenschau und die Open-Stage waren echte Publikumsmagneten“, erklärte die Bürgermeisterin. Bei anderen Aktionen hatte man etwas Pech mit dem Wetter, die „Kunst am Bauzaun“ im Rahmen des Popkulturfestivals etwa musste wegen Dauerregens ganz ausfallen.

Die Bürgermeisterin erwähnte auch noch einmal, dass die Zusammenarbeit des Kommunikationsteams der Baumaßnahme reibungslos sei. Die begleitenden Veranstaltungen zur Baumaßnahme wurden 2018 fast durchwegs sehr gut angenommen. Die Stempelkarte, die in Zusammenarbeit mit Faszination Altstadt angeboten werde, sei ein Renner.

Vorher-Nachher-Ausstellung

Als symbolischen Abschluss des Baujahres gibt es nun noch vom 28.November bis 3. Dezember 2018 eine „Vorher-Nachher-Ausstellung“ im Sanierungsbereich. „Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit der Bilddokumentation der Stadt entstanden. Sie wird bei Jung und Alt für einige „Aha“-Momente sorgen, weil man ja schnell vergisst, wie die Stadt zuvor ausgesehen hat“, betont die Bürgermeisterin.

 

27.11.2018