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Frictions on Landscapes

Grafik – Sujet für das Projekt Frictions on Landscapes © Miriam König

Perspektiven auf Stadt, Natur und Mensch

Frictions on Landscapes lädt zu einer vielschichtigen Auseinandersetzung mit der Landschaft ein.

Im Zentrum stehen die Spannungen „Frictions“ zwischen Mensch, Natur und Ressourcennutzung der Gegenwart. Die Ausstellung verbindet künstlerische Positionen mit wissenschaftlicher Forschung und fragt danach, wie Landschaften historisch geformt und als kultureller, politischer und ökologisch geprägter Raum genutzt werden.

Dabei geht es um das Nachdenken über Verantwortung, die sich daraus für einen nachhaltigen Umgang mit unserem Lebensraum ergibt.

Frictions on Landscapes bietet drei Formatebenen: eine Hauptausstellung, ein Laboratorium, ein wissenschaftliches Symposium sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Ziel ist es, einen generationenübergreifenden Dialog anzuregen, wissenschaftliche Inhalte sinnlich erfahrbar zu machen und neue Formen transdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen Kunst, Wissenschaft und Stadtgesellschaft zu entwickeln.

Hauptausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel 20. Juni bis 6. September 2026

Fotografie – Treibhaus mit künstlichen Pflanzen © Barbara Bühler

Alltag, Umwelt und globale Veränderungen. Von Regensburg über die Alpen bis Portugal und Iran.

Viele Landschaften, die wir als „Natur“ wahrnehmen, wurden über Jahrhunderte durch menschliche Nutzung verändert. Landwirtschaft, Forstwirtschaft oder Pflege haben sie geformt. Dadurch entsteht Spannung zwischen Bewahrung, Folgen menschlicher Eingriffe und Ressourcenausbeutung. Die geschützte Landschaft wird zum Sehnsuchtsort, touristisch verwertet, auf Social Media vermarktet und vermittelt ein romantisches Bild, das schwere Folgen für die Stadtgesellschaft und die Ökosysteme selbst mit sich bringt.

Die Ausstellung im Leeren Beutel findet auf zwei Etagen statt:

Der Ausstellungsraum im 2. Obergeschoss zeichnet sich durch einen analytischen Blick auf gesellschaftliche Reibungen aus. Die künstlerischen Positionen von Caterina Rossato (Italien), Mahroo Mohavedi (Iran) und Barbara Wimmer-Bulin (Deutschland) reflektieren Spannungen aus unterschiedlichen Perspektiven.

Gemeinsam eröffnen sie eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie Landschaft entsteht – materiell, sozial, kulturell und visuell.

Im Ausstellungsraum im 3. Obergeschoss inszeniert Andrina Jörg (Schweiz) einen poetischen und atmosphärischen Naturraum. Mit “Paranatur” verschieben sich Wahrnehmungsebenen, sie bietet Raum für Spekulation. Gleichzeitig ermöglichen ihre großräumigen Installationen einen kritischen Blick auf die Mensch-Umwelt-Beziehung.

Performance von Mahroo Mohavedi – The Forgotten Tree

Mahroo Movahedis Performance The Forgotten Tree (2015) beschäftigt sich mit den Themen Erinnerung, Heimat und Zugehörigkeit. Ausgangspunkt der Arbeit ist der Kontrast zwischen der grünen Landschaft ihrer neuen Umgebung in der Schweiz und einem vertrockneten Baum in ihrer Heimatstadt Isfahan im Iran. In einer Video- und Performanceinstallation verbindet Movahedi persönliche Migrationserfahrungen mit Fragen nach Identität und emotionaler Bindung an Orte. Der „vergessene Baum“ wird dabei zur Metapher für Verlust, Wandel und das Leben zwischen unterschiedlichen kulturellen Räumen.

Führungen im Leeren Beutel

An jedem zweiten Sonntag lädt die Städtische Galerie im Leeren Beutel gemeinsam mit Amina Poss (Kunsthistorikerin) zur Entdeckung der Ausstellung Frictions of Landscapes" ein.

Termine 28.6. / 12.7. / 26.7./ 9.8. / 23.8.

Uhrzeit 14.30 – 15.15 Uhr

Teilnahme kostenfrei.

Projektverantwortliche:

„Frictions on Landscapes“ ist ein Projekt von Barbara Wimmer-Bulin (Universität Regensburg). Veranstaltet wird das Projekt vom Kulturamt der Stadt Regensburg mit der Städtischen Galerie im Leeren Beutel, Dr. Caroline-Sophie Ebeling und dem M26, Carolin Binder.

In Kooperation mit der Regensburger Nachhaltigkeitswoche; Studies in the Arts (SINTA) an der Universität Bern; Fakultät für Landschaftsarchitektur an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf; Universitätsstiftung Hans Vielberth; Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung.

Kurationsassistenz: Licia Soldavini, Sebastian R. Richter