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Atemschutzgeräteträger-Lehrgang bei INFINEON Regensburg

Vom 26. – 29. April fand an unserem Standort die Ausbildung für Atemschutzgeräteträger statt. Diese Ausbildung wurde gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 7 (FwDV 7) durchgeführt, die sämtliche Aspekte des Atemschutzes regelt. Als Ausbilder fungierte die Berufsfeuerwehr Regensburg.

Atemschutzgeräteträger-Lehrgang_2016 (C) Infineon Regensburg

Bereits zum zweiten Mal wurde ein solcher Lehrgang in Kooperation von drei Betriebsfeuerwehren der Stadt Regensburg durchgeführt. Organisiert wurde dieser durch Michael Heimerl, stellv. Leiter der Betriebsfeuerwehr Infineon Regensburg, an dem neben elf Kollegen von Infineon auch zwei Mitarbeiter von Continental, drei von Osram und einer der Leitstelle Regensburg teilnahmen. Durch die firmenübergreifende Zusammenarbeit profitieren sämtliche Teilnehmer vom Erfahrungsaustausch untereinander. Alexander Schmid, Leiter der Infineon-Betriebsfeuerwehr, ist stolz auf die gute Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Firmen, der Berufsfeuerwehr und allen am Lehrgang beteiligten Kollegen.
Die gute Stimmung in der Gemeinschaft war während der gesamten Ausbildung, v.a. bei den praktischen Übungen auch für einen Außenstehenden immer erkennbar.
Dennoch sind alle Teilnehmer stets mit dem notwendigen Ernst an die Sache herangegangen, denn als ausgebildeter Atemschutzgeräteträger wird man bei Unfällen unter erschwerten Bedingungen eingesetzt, zum Beispiel bei Austritt von giftigen Dämpfen, bei der Rettung von Personen aus verrauchten Räumen und der Beseitigung von Gefahrgut. Um solche Einsätze erfolgreich absolvieren zu können, müssen sich die Teilnehmer des Lehrgangs in einer guten körperlichen Verfassung befinden, weshalb sie vorab einen Check (G 26.3) beim Betriebsarzt absolvieren mussten.
Der Atemschutzlehrgang baut auf der Feuerwehrgrundausbildung auf und vermittelte den Teilnehmern neben der Theorie vor allem die praktische Herangehensweise. Am Anfang standen natürlich die theoretische Ausbildung und die Vermittlung von Fachwissen. Die Ausbilder der Berufsfeuerwehr erläuterten die FwDV 7, die Anforderungen an Atemschutzgeräteträger und erklärten den Aufbau und die Funktion der Umluft unabhängigen Atemschutzgeräte. Eine kleine Eingewöhnungsübung mit den Geräten rundete den ersten Tag des Lehrgangs ab.
Anschließend ging es überwiegend in der Praxis weiter. Vom Anlegen über das Handhaben der Atemschutzgeräte bis zur Orientierung wurde alles ausgiebig geübt. Eine Einsatzübung, Notfalltrainings mit Wärmebildkamera und Überdruckbelüftung sowie Wiederholungs- und Ergänzungsübungen schlossen den zweiten und dritten Tag der Ausbildung ab. Am dritten Tag hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit in einem Brandübungscontainer am Gelände der Berufsfeuerwehr einer Heißausbildung zu absolvieren.

Am letzten Tag wurden den Kursteilnehmern und einem Teil der Berufsfeuerwehr noch der Umgang und die Vorteile unseres Atemluftsystems und die Handhabung der Atemluftschlauchgeräte erklärt. Die Nutzung wurde anhand von bereits absolvierten Szenarien praktisch erleutert. Anschließend fand dann die Prüfung statt. Zuerst absolvierten die Teilnehmer den schriftlichen Leistungsnachweis und im Anschluss die praktische Prüfung. Die Aufgabe bestand darin, einen Angriffstrupp aus zwei Personen zu bilden und eine bewusstlose Person aus einem verrauchten Raum (Sichtweite ca. 20 cm) zu retten. Hier wurde natürlich nur eine Puppe verwendet. Zwei weitere Feuerwehrleute standen zur Unterstützung bereit. Ständiger Funkkontakt und die gegenseitige Absicherung ist bei solchen Einsätzen natürlich unabdingbar.
Die Abschlussprüfung war von einem echten Brandszenario nicht zu unterscheiden und die
Teilnehmer kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. Alle konnten die Prüfung aber mit Bravour meistern.
Für unseren Standort nahmen Ebentheuer Florian, Feuerer Julia, Klimstein Andreas, Loth Dennis, Merkl Markus, Miller Sergej, Spinelli Angelo, Galica Andreas, Gold Fritz, Kutti Georg, Zirzlmeier Christoph erfolgreich am Lehrgang teil.
Zur Zeugnisübergabe nahm sich auch Hr. Labs die Zeit um den Teilnehmern persönlich zu gratulieren.
Eine Auffrischung der im Lehrgang erworbenen Kenntnisse erfolgt jährlich an den jeweiligen Firmenstandorten. Die Ausbildung neuer Atemschutzgeräteträger soll erneut in gewohntem Umfang mit Beteiligung der anderen betrieblichen Feuerwehren durchgeführt werden.

Text und Bild: INFINEON Regensburg