Europatag 2014 - Europa-Insider motiviert Auszubildende

Zwischen Europatag und Europawahl

Jürgen Kubosch, Leiter des Informationsbüros des Europäischen Parlaments München,  zu Gast an der Städtischen Berufsschule II

Nicht mit großer Staatslimousine  sondern mit der Bahn und vom Bahnhof zu Fuß kam Jürgen Kubosch für seinen Vortrag an die Berufsschule II.

Der Schulleiter Oberstudiendirektor Anton Nenning begrüßte den Gast und stimmte die Schülerinnen und Schüler auf das Thema ein. Jedes Jahr zum Europatag am 09. Mai organisiert die Schule eine Europaveranstaltung und konnte schon viele Europaabgeordnete als Redner gewinnen.  Dieses Jahr liegt die Veranstaltung auch noch vor der Europawahl am 25. Mai – ein Grund mehr, sich mit Europa auseinanderzusetzen.

100 Jahre nach dem Beginn des 1. Weltkrieges und 49 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges sollten sich die Schüler bewusst werden, dass in der Europäischen Union seit nunmehr 69 Jahren Friede sei und seit dem Ende des 2. Weltkrieg weltweit schon wieder über 60 Kriege geführt wurden, so Herr Nenning.  Er hätte in seinem Leben noch nie einen Krieg erleiden müssen, das wünsche er auch den Jugendlichen. Sie müssten aber ihre Zukunft selbst gestalten. Informieren sie sich und treffen sie eine bewusste Wahlentscheidung bei der Europawahl, appellierte er an die Schülerinnen und Schüler.

 

Herr Jürgen Kubosch trat nur mit seinem Manuskript er das Rednerpult.  Dann ließ er Manuskript Manuskript sein und gewann in freier Rede die Aufmerksamkeit der Zuhörer.

 

751 Abgeordnete im Europaparlament sind viel, angesichts der mehr als einer halben Milliarde Menschen aber auch wieder wenig, erläuterte Kubosch. Eindrucksvoll schilderte er anschließend  die Zusammensetzung und die Arbeitsweise des EU-Parlaments mit den zur Zeit 162 verschiedenen Parteien und den 24 verschiedenen Sprachen der Abgeordneten.

 

Der Vortrag was gespickt mit Zahlen. Das könnte für Schüler langweilig sein. Dem war aber ganz und gar nicht so. Wussten Sie, dass der EU-Haushalt nur dreimal so groß ist wie der bayerische Haushalt?  Diese Vergleiche machten die EU begreifbar. Auch die während des Vortrags gestellten Fragen zum Europäischen Rettungsschirm und zur finanziellen Belastung Deutschlands für die EU wurden mit Zahlen anschaulich erklärt und die großen Vorteile, die die EU speziell für Deutschland hat, verdeutlicht.

 

Ein Schüler bezeichnete Herrn Kubosch als “Europa-Insider“ und fragte nach seiner persönlichen Einschätzung, ob die Krisenländer jemals ihre Schulden wieder abbauen könnten. Er sieht Irland, Spanien und Portugal auf einem sicheren Weg, Griechenland aber noch vor einem langen, schwierigen Prozess.

 

Ein direktes Anliegen formulierte eine Schülerin, die wissen wollte, wie sie bei den vielen Kandidaten, von denen sie niemanden kenne, eine Wahlentscheidung bei der Europawahl treffen könne. Nachdem Herr Kubosch die Europawahl ausführlich erklärt hat, erhielt sie noch einen Hinweis aus der Zuhörerschaft auf den Wahl-o-mat im Internet.

 

Herr Kubosch bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern und zeigte sich überrascht über das Interesse und die Bereitschaft sich mit Europa auseinanderzusetzen.

 

 

 

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