Europa – wirklich so schlimm?

Anlässlich der Europawoche fand an der Schule eine Informationsveranstaltung mit dem Thema „Europa – wirklich so schlimm?“ statt.

 

Der Referent Herr Peter Martin – Pressesprecher und stellvertretender Direktor der Vertretung der Europäischen Kommission in München – stellte diese provozierende Frage den Schülerinnen und Schülern und forderte sie damit zum „Reden miteinander“ über Europa auf.

 

Die Schüler äußerten sich gleich kritisch, indem sie die Eurokrise, die Stabilität des Euro, die negativen Stimmungen gegen Deutschland in den Krisenländern und die Gleichmacherei in Europa ansprachen.

In einer für die Jugendlichen gut verständlichen Sprache und mit von allen nachvollziehbaren Beispielen erklärte der Referent europäische Zusammenhänge und widerlegte die zum Teil eher als Bauchgefühl vorhandenen Ängste der Schülerinnen und Schüler.

Er ging aber auch auf die größte Schwäche von Europa ein und verglich Europa mit einem Fußballspiel, das zwar nach vorgegebenen Regeln gespielt werden soll, bei dem aber kein Schiedsrichter für die Einhaltung der Regeln sorgt bzw. der Schiedsrichter zu schwach ist, die Regeln durchzusetzen.

Bei der Kontorolle habe Europa ein großes Defizit, das von den europäischen Institutionen jetzt aber angegangen werde, so der Referent. Die Europäische Kommission werde für die Zukunft als durchsetzungsfähiger Schiedsrichter ausgestattet.

Abschließend ging er auf den bis heute wichtigsten Zweck der Europäischen Union ein – die Friedenssicherung. Nicht umsonst sei die EU mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, da seit deren Gründung die europäischen Völker friedlich miteinander lebten. Er könne gut verstehen, dass die heutige Jugend dies nicht mehr für so wichtig nehme. Krieg sei für sie weit weg und damit relativiere sich Europa bei den Jugendlichen durch den eigenen Erfolg.

Die Schülerinnen und Schüler applaudierten dem Referenten begeistert und es bleibt zu hoffen, dass nach diesem „Miteinander reden“ ein Stück dieser Begeisterung Europa gilt.

 

Begrüßung durch den Schulleiter: v.l. Peter Martin, OStD Anton Nenning

 

Peter Martin im angeregten Gespräch mit den Schülerinnen und Schülern

 

> Bericht der Mittelbayerischen Zeitung vom 23.05.2013

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