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Kanale grande – Fotostory

Der Blick nach unten lohnt sich in Regensburg. Hier sind sogar Kanaldeckel schön. Also nicht durch die Stadt hetzen, sondern ruhig mal genauer hinsehen.

Kanaldeckel - Dombauhütte
Kanaldeckel am Dom © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Regensburg ist wirklich toll anzuschauen, aber manchmal lohnt es sich auch wegzusehen – auf den Boden zum Beispiel. Dort lassen sich interessante Dinge entdecken, die einem wohl nie auffallen würden, wenn man einfach nur durch die Stadt geht. In Regensburg sind sogar die Kanaldeckel schön – zumindest einige von ihnen. Um rund 9 000 Kanaldeckel und alles, was darunter ist, kümmert sich die Stadt Regensburg mit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es gibt etwa 20 verschiedene, runde Modelle. Die meisten Kanaldeckel erfüllen einfach nur ihren Zweck: Zugang und Belüftung der unterirdischen Rohre. Aber hier und da lassen sich echte Schönheiten aufspüren. 

 

Kanaldeckel Dom - Steinmetzmotiv
Kanaldeckel - Dombauhütte Motiv 1 © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Dom

Gleich zwei Motive lassen sich hier entdecken. 2008 hat die Dombauhütte nach einer Kanalsanierung beschlossen, eigene Deckel zu kreieren. Auf eigenem Grund ist das möglich. Motiv eins zeigt Petrus als Patron des Doms, die Schlüssel der Stadt und die bayerischen Rauten, darunter abgebildet ist das Zeichen der Regensburger Dombauhütte. 

Kanaldeckel - Dombauhütte Motiv 2
Kanaldeckel - Dombauhütte Motiv 2 © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Motiv zwei widmet sich den aktuellen Steinmetzen der Dombauhütte. Jeder Steinmetz hat sein ganz persönliches Zeichen, eine Art individuelle Signatur. Viele zeigen in ihrem Symbol auch einen Stuhl, das ist eine Respektbezeugung vor dem aktuellen Hüttenmeister Helmut Stuhlfelder. Den Entwurf und das Modell hat die Dombauhütte selbst gemacht, gefertigt wurden die individuellen Stücke in der Karonlinenhütte in Kallmünz.   

Kanaldeckel - Bayern
Kanaldeckel in Stadtamhof © Josef Weinfurtner/Stadt Regensburg

Stadtamhof

Dieser Kanaldeckel kann von der Geschichte der Stadt Regensburg erzählen. Früher mochten sich Stadtamhof und Regensburg nicht: Regensburg war eine stolze freie Reichsstadt, Stadtamhof bayerisch. Ende des 15. Jahrhunderts ging Regensburg jedoch bankrott und fiel an Bayern – nur für ein paar Jahre, aber das reichte, um die Abneigung zu befördern. "Über d'Bruck wird ned gheirat" – lautete jahrhundertelang eine strikte Regel.

Kanaldeckel Thurn und Taxis - Augustiner
Kanaldeckel im Hacker Pschorr-Biergarten © Bilddokumentation Stadt Regensburg

Thurn und Taxis

Auch fürstliche Deckel haben wir in Regensburg entdeckt. Sie zeigen das Namenskürzel der fürstlichen Familie und der gleichnamigen Brauerei und den so genannten Fürstenhut. Zu finden ist dieser private Deckel im Biergarten der Gaststätte am Neupfarrplatz 15.