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Nehmen Sie Platz!

Möblierungselement_Aufmacher

Wer einen Spaziergang durch die Regensburger Innenstadt unternimmt, entdeckt an immer mehr Ecken einladende Sitzgelegenheiten und praktische Fahrradbügel. Seit den ersten Sofortmaßnahmen im Rahmen des Möblierungskonzeptes in 2016 hat die Stadt zahlreiche Bänke, Fahrradbügel und Abfalleimer aufgestellt.

Die Regensburger Altstadt ist bekannt für ihre hohe Gastronomiedichte und die zum Teil großzügigen Freisitzbereiche. Bis vor ein paar Jahren war es jedoch schwer, abseits von Restaurants und Cafés, einen Platz zum Ausruhen zu finden. Das Angebot an entsprechenden Sitzgelegenheiten war recht knapp und es gab auch kein einheitliches Erscheinungsbild der vorhandenen Möbel. Gleiches galt für Entsorgungsmöglichkeiten. Auch die immer größer werdende Zahl an Radfahrern hatte Schwierigkeiten, ihr Fahrrad an dafür vorgesehene Stellen abzustellen. Zeit, etwas zu unternehmen! Die Stadt Regensburg erkannte den Handlungsbedarf und erstellte für die Altstadt, die Wöhrde und Stadtamhof ein Möblierungskonzept. Doch damit nicht genug: Bei allen Neugestaltungsmaßnahmen, die in der Altstadt durchgeführt werden beispielsweise dem Schwanenplatz, achtet die Stadt ebenfalls darauf, Möblierungselemente einzuplanen und aufzustellen.

Bestandsaufnahme

In 2016 wurden sämtliche Objekte im öffentlichen Raum erfasst und kartiert. Im Zuge des Möblierungskonzepts wurden die Räume und Standorte herausgearbeitet, an denen der Bedarf an zusätzlichen Elementen besonders hoch ist. Auch die Bürgerinnen und Bürger wurden befragt: Braucht es überhaupt mehr Sitzgelegenheiten, Fahrradständer, Abfalleimer und Bäume? Wenn ja: wo? Das Ergebnis war eindeutig: Es braucht mehr – und zwar von all den genannten Elementen!

Die Elemente

Damit sich die Stadt in einem einheitlichen Erscheinungsbild präsentieren kann, wurde zunächst die Standardmöblierung definiert und in einem Katalog festgehalten: acht unterschiedliche, schlichte Bankvarianten aus Stahl und Holz beziehungsweise Granit und Holz, rechteckige Stahlbügel zum Abstellen von Fahrrädern und zwei unterschiedlich große Mülleimer. Auch eine Liste von Bäumen ist Teil dieses Standardkatalogs: insgesamt 17 unterschiedliche Arten eignen sich besonders für die Platzierung im Stadtraum, unter anderem Eichen, Buchen und Ulmen.

Neben den genannten Elementen soll die Innenstadt aber auch durch Spielpunkte erweitert werden. Dadurch soll die Innenstadt kinder- und familienfreundlicher werden. Das Dani-Karavan-Kunstwerk am Neupfarrplatz zeigt, dass Treffpunkte, an denen sich Jung und Alt treffen, sehr gut angenommen werden und dadurch das generationenübergreifende Miteinander stärken. Auch der Bismarckplatz hat eine ähnliche Eigenschaft. Zusätzliche Spielpunkte sollen diesen Beispielen folgen und weitere Treffpunkte bieten – unter anderem in der Königstraße, am St.-Kassians-Platz oder am Donaumarkt.

Aktueller Stand

Bisher (Stand 31. März 2019) wurden in der Regensburger Altstadt insgesamt 138 Bänke, 149 Fahrradbügel und 33 Abfalleimer aufgestellt sowie 49 Bäume gepflanzt. Doch damit hört die Umsetzung nicht auf: Geplant sind das Aufstellen weiterer Sitzmöglichkeiten, Bänke und Bäume unter anderem am Domplatz, in der Wahlenstraße und am St.-Kassians-Platz.

Dem übergeordneten Ziel, die Attraktivität der Innenstadt weiter zu steigern, ist die Stadt mit diesen Maßnahmen ein Stückchen näher gekommen. Egal ob jung oder alt, allein, mit Freunden oder Familie: Immer mehr Plätze laden in der Stadt zum Entspannen und Ausruhen ein. Am besten, Sie überprüfen es selbst und testen die neuen Elemente auf ihre Tauglichkeit.

Text: Tatjana Setz
4. April 2019