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Depotobjekt des Monats: Römischer Fassbrunnen

Das Historische Museum zeigt in einer Serie eine spannende Auswahl der Schätze aus den Museumsdepots

Seltenes, Wertvolles, Kurioses – viele Schätze schlummern in den Depots der städtischen Museen. Die Reihe „Depotobjekt des Monats“ zeigt eine interessante Auswahl. Das ganze Jahr über wird im Historischen Museum pro Monat ein Objekt, das sonst unzugänglich verwahrt wird, öffentlich gezeigt. So stellt die Präsentationsreihe die ganze Bandbreite der kunstgeschichtlichen, kulturhistorischen und archäologischen Objekte unter Beweis, die sich im Besitz der Museen der Stadt Regensburg befinden.

Da die Depots der Museen nicht öffentlich zugänglich sind, bietet die Reihe die einmalige Gelegenheit, gewissermaßen hinter die Kulissen zu blicken und Objekte zu erleben, die ansonsten dem Auge des Besuchers entzogen sind. In Zukunft werden sie zusammen mit zahlreichen anderen Objekten im geplanten neuen Depot der Museen der Stadt Regensburg aufbewahrt werden.

Aktuell ist bis 31. Juli eine Rarität aus der Römerzeit zu sehen. Bei Grabungen im Bereich eines römischen Gutshofs in Burgweinting wurde ein hölzernes Weinfass gefunden, das in Zweitverwendung als Verschalung eines Brunnenschachts diente. Die beiden Böden des Fasses wurden in diesem Zusammenhang entfernt. Dafür sind an der Daube noch originale Stempelungen in Gestalt von Namenskürzeln vorhanden. Eine davon befindet sich über einem Spund; bei ihm handelt es sich somit um die Markierung, die an dem Weinfass ursprünglich nach Befüllung und Verschließung gewissermaßen als Siegel angebracht wurde. Das Fass wurde seit seiner Bergung im Jahr 2012 mit finanzieller Unterstützung des Förderkreises der Museen der Stadt Regensburg e.V. und des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege sorgfältig konserviert und restauriert. Als „Depotobjekt des Monats‘“ wird es nun erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zum römischen Fassbrunnen finden am Donnerstag, 4. Juli und am Donnerstag, 18. Juli jeweils um 12 Uhr Führungen mit einer Dauer von 15 bis 20 Minuten statt – ideal für einen kurzen Besuch im Museum während der Mittagspause. Der Besuch der Führung ist mit dem Erwerb eines Museumstickets möglich.