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Der Römerrastplatz nimmt langsam Formen an

Ab 8. Oktober 2018 beginnt die Stadt mit der Aufwertung des Ernst-Reuter-Platzes

Ab Montag, 8. Oktober 2018, beginnt die Stadt Regensburg mit den Arbeiten am zukünftigen Römerrastplatz. Mit der Umgestaltung und Aufwertung des Ernst-Reuter-Platzes soll ein klarer Zusammenhang zur Römerzeit und dem römischen Regensburg hergestellt werden. Die Umgestaltung ist Teil des grenzübergreifenden Verbundprojekts „Inwertsetzung der römischen Kulturstätten in Ostbayern und Oberösterreich“ und wird durch das EU-Förderprogramm INTERREG Österreich-Bayern 2014-2020 bezuschusst. Im Frühjahr 2019 sollen die Arbeiten beendet sein.

 

Was ist geplant?

Der Architekt Joachim Peithner hat die Umgestaltung so konzipiert, dass das Umfeld als Rast- und Informationsplatz zum römischen Regensburg genutzt wird. Der umgestaltete Platz wird durch vier Gestaltungselemente geprägt sein: eine circa zwei Meter hohe Stahlplatte mit eingefrästem Donauverlauf, originale Römerquader als zusätzliche Sitzmöglichkeit, ein bodengleicher Brunnen, durch dessen Wassersäulen man hindurchlaufen kann sowie ein neuartiges Informationssystem, das über das römische Regensburg informiert. Die Gesamtkosten für die Umgestaltung liegen bei circa 550 000 Euro. Die INTERREG bezuschusst das Projekt mit 240 000 Euro.

 

Genaueres zu den vier Gestaltungselementen

Paul Schinner ist mit der künstlerischen Gestaltung der Stahlplatte beauftragt. Er hat eine Art Bogen konzipiert, auf dem der Verlauf der Donau mit den wichtigsten Stationen und Kastellen der Römer zu sehen sein wird. Dieser soll an der Ostseite des Platzes aufgestellt werden und somit ein Tor zur Römermauer darstellen, deren Südost-Ecke hinter dem Ernst-Reuter-Platz zu finden ist.

Das begleitende Informationssystem führt den Besucher der Stadt in das römische Regensburg und informiert über die römische Geschichte der Stadt. 

Der bestehende „Europabrunnen“ wird durch ein ebenerdiges und begehbares Becken mit zwölf Wasserdüsen ersetzt. Das Wasser sprudelt in Fontänen aus dem Boden und, wer möchte, kann zur Abkühlung an heißen Sommertagen durch die Wasserfontänen hindurchlaufen. Das Wasser – als Symbol für die Donau und den „nassen Limes“ – wird auf diese Weise für die Bürgerinnen und Bürger erlebbar gemacht. 

Die alten Steinquader aus der Römerzeit laden zum Verweilen ein und geben dem Platz seinen Namen: Römerrastplatz.