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Am 17. März: Vortrag: „Die Treppe: Eine Wissenschaft für sich“

Ausstellungseröffnung Masterarbeiten der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen der Technischen Universität Dortmund „Deutsches Treppenmuseum in Regensburg“ am 17. März 2017 um 18:00 Uhr im UG des Historischen Salzstadels.

Wussten Sie schon: Die meisten gewendelten Treppen werden von unten aus gesehen links herum gewendelt. In Burgen sind Wendeltreppen jedoch meist rechtsherum gewendelt, da dies im Falle einer Verteidigung Vorteile für die in der Burg heimischen (rechtshändigen) Schwertkämpfer hatte: Der von unten kommende Angreifer wurde beim Schlagen mit dem Schwert durch den Mittelpfosten der Treppe behindert, während der oben stehende Verteidiger mit dem Schwert mehr Platz zum Ausholen hatte. 

Es gibt alltägliche Dinge, die so simpel sind, dass man kaum darüber nachdenkt. Treppen gehören sicherlich für die meisten von uns dazu, zumindest solange man sie noch ohne Probleme selber bewältigen kann. Doch es gibt sogar einen eigenen Wissenschaftszweig namens „Scalalogie“, der sich einzig mit der Erforschung von Treppen befasst, sowohl im historischen Sinne, als auch im Hinblick ihrer Wirkungen auf den Menschen. 

Von Oktober bis Dezember 2015 hat die Welterbekoordination in Zusammenarbeit mit der Fakultät Architektur und dem Friedrich-Mielke-Institut für Scalalogie der OTH Regensburg eine Ausstellung mit dem Titel „Treppen im Welterbe Regensburg“ im Salzstadel präsentiert. Gezeigt wurde ein Querschnitt historisch bedeutsamer Treppen im Welterbe Regensburg, die in mehreren Seminaren von Studierenden des Studiengangs Master Historische Bauforschung erfasst und dokumentiert wurden. Vorgestellt wurde der Treppenforscher Friedrich Mielke sowie das Institut Friedrich-Mielke an der OTH, das sich in Forschung und Lehre mit den Stufungen unserer Welt befasst. 

Im Wintersemester 2015/2016 haben sich Masterstudenten der Fakultät Architektur an der Technischen Universität Dortmund ebenfalls mit dem Thema Treppen für ihre Masterarbeit auseinandergesetzt und ein fiktives „Deutsches Treppenmuseum für Regensburg“ geplant. Die sechs besten Entwürfe dürfen wir nun in einer Ausstellung bewundern. Herr Prof. Dr. Benedikt Schulz von der Universität Dortmund, der die Abschlussarbeiten begleiten hat, wird uns in einem Vortrag die Arbeiten sowie deren Prozess vorstellen. Freuen dürfen wir uns auch über eine Mitarbeiterin der Fakultät Architektur an der OTH Regensburg, die uns das Friedrich-Mielke-Institut präsentieren wird. 

Die Ausstellung läuft von 17. März bis 26. Mai 2017 im UG des Historischen Salzstadel // Besucherzentrum Welterbe Regensburg. Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung und der Ausstellung ist frei. 

Öffnungszeiten des Besucherzentrums Welterbe täglich von 10 bis 19 Uhr

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.regensburg.de/welterbe/aktuelles