Drachenstich Furth im Wald
Der Drachenstich - das älteste Festspiel Deutschlands mit einer 500-jährigen Tradition - ist jetzt in einer neuen, beeindruckenden Fassung zu sehen: eine aufwändige Inszenierung voller Dramatik, Mystik und packenden Bildern aus dem prallen, überschäumenden Leben des Mittelalters.
Ab 2010 erleben Sie auch einen neuen Hauptdarsteller: den neuen High-Tech-Drachen.
Mit 16 Metern Länge wird sich das Ungetüm in die Arena wälzen, fünf Meter hoch baut es sich vor Ritter Udo auf. Sechs Meter lange Flammen schießen aus seinem Rachen und sollen den Ritter vernichten, der das Monster nach uralter Tradition mit Lanzenstichen und Schwerthieben töten will. Ausgefeilte Technik auf der Höhe der aktuellen Entwicklung ermöglichen dem Ungeheuer wechselnde Gesichtsausdrücke und realistische Bewegungsabläufe.
In der Abenddämmerung des Mittelalters, an einem Sonntag im August 1431, wird in Furth im Wald Weltgeschichte geschrieben: Ein mächtiges Heer hat sich hier versammelt, um die abtrünnigen Böhmen, die den Prediger Jan Hus verehren, vernichtend zu schlagen. Die Schlacht ist so gut wie gewonnen, denn der Anführer des Kreuzzugs ist kein Geringerer als der mächtige Kardinal Cesarini, ein Abkömmling von Julius Cäsar.
Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Im Schatten des Krieges erhebt sich jenes grauenvolle Untier, das seit Urzeiten durch einen Fluch gebannt war. Nur zwei Menschen können dem Drachen Einhalt gebieten: Die junge Schlossherrin von Furth, in deren Hand nun das Schicksal Tausender liegt - und der furchtlose Ritter Udo, der aber in einem Netz tödlicher Intrigen gefangen ist.
Unaufhaltsam wälzt sich der Drache auf die Stadt zu. Wenn er hier nicht besiegt werden kann, dann wird sich das düsterste Kapitel der Bibel auf entsetzliche Weise erfüllen ...













