REGENSBURG – Stadt mit vier Umgebungen
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Olivia Hernández
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13.11.2008
PRESSE-INFORMATION
REGENSBURG – Stadt mit vier Umgebungen
Durch die UNESCO Welterbestadt Regensburg kann man wandern, stundenlang. Man entdeckt dabei die Zeugen ihrer zweitausendjährigen Geschichte, malerische Winkel, verborgene lnnenhöfe und kommt auch ins Grüne, ins Blühende. Alleen umgürten die historische Freie Reichsstadt, die Weltstadt des Mittelalters. Donauufer und Inselstraßen bescheren fotogene Ansichten, Spazierwege auf den Höhen um die Stadt geben einen weiten Überblick.
„Stadtluft macht frei. Diese Erkenntnis hat in früheren Zeiten die Menschen vom Land in die Städte getrieben. Der Mensch heutiger Tage empfindet aber eher das Gefühl der Freiheit, wenn er aus seinen Städten aufbricht, um zu Fuß, mit dem Fahrrad — und sicher auch mit dem Auto - die Landschaft rund herum zu erobern. So wird der Freizeitwert einer Großstadt nicht nur an ihren kulturellen Möglichkeiten, sondern auch an der Umgebung gemessen. Und da befindet sich Regensburg in einer glänzenden Lage: die Stadt hat vier Umgebungen!
Vier Umgebungen? Ja, und das sind vier verschiedene Landschaften. Da ist einmal das ziemlich flache Bauernland im Osten, das bald in den fruchtbaren „Gäuboden‘ übergeht. Im Süden gibt es auch Bauernland, von Ackern geprägt. Dort ist aber die Welt voller Hügel, von denen jeder einen neuen Ausblick verschafft. Im Westen liegt der Jura mit den romantischen Wandertälern der Naab und der Schwarzen Laber. Im Norden aber beginnt der Bayerische Wald, sein Vorgebirge, mit dem Tal des Regen. Alle vier verbindet und trennt zugleich der große Strom, die Donau, zweitlängster Wasserlauf Europas. Allerhand Verlockung, ja?
Im Bauernland des Gäubodens
warten nicht nur freundliche Badeseen, sondern auch drei Kleinode des Barock und Rokoko. Der bedeutendste bayerische Barockbaumeister Johann Michael Fischer, im nahen Burglengenfeld geboren, hat in Aufhausen mit der Wallfahrtskirche „Maria Schnee‘ ein Glanzstück des Spätbarock hingestellt, der berühmte Münchner Hofarchitekt Francois Cuvillies schuf nicht nur das Schloß in Sünching, sondern auch dasjenige in Alteglofsheim, wo der geniale Cosmas Damian Asam prachtvolle Deckengemälde hinterließ.
Das Hügelland des Südens
durchziehen stille Radwege, führen zu freundlichen Dörfern mit gastlichen Wirten. Wem etwas mehr als 30 Kilometer nicht zu viel sind, der kommt bis zur einmaligen Frührokokokirche im Klosterort Rohr, wo Egid Quirin Asam seine erste Kirche mit dem „Theatrum Sacrum, der plastischen Darstellung der Himmelfahrt Mariens im Altarraum ausgestattet hat. Gar nicht mehr weit ist es dann ins historische Städtchen Abensberg, dem Geburtsort des ersten bedeutenden bayerischen Geschichtsschreibers Johannes Aventinus. Ein Wirtssohn war er. Nicht nur in seinem Geburtshaus — immer noch gastliche Stätte — gibt es in der Saison von Mai bis Mitte Juni Schlemmergerichte mit dem „Abensberger Spargel“.
Das Donautal
hat knapp 30 Kilometer stromaufwärts seinen absoluten landschaftlichen Höhepunkt: den Donaudurchbruch von Weltenburg, eine Landschaft mit Europa-Diplom. Am Eingang der Felsenschlucht liegt Kloster Weltenburg, Bayerns älteste Abtei, mit der Rokokokirche der Brüder Cosmas Damian und Egid Quirin Asam. Ausflugsschiffe fahren von Kelheim durch die wilde Felsenenge nach Weltenburg, bereisen auch die landschaftlich wunderschöne Strecke des Rhein-Main-Donau-Kanals durch das Altmühltal, wo auf steilem Felsen das wehrhafte Schloß Prunn aufragt. In Riedenburg beherbergt die Rosenburg den Bayerischen Landes-Jagdfalkenhof und im Kristallmuseum wird nahe der Schiffsanlegestelle die größte Bergkristallgruppe der Welt gezeigt. Kelheim selbst wird gekrönt vom Rundtempel der Befreiungshalle, die an die Befreiungskämpfe gegen Napoleon erinnert.
Der Bayerische Wald
schaut mit seinen südlichsten Hügeln auf das Donautal östlich von Regensburg herunter, trägt auf dem Breuberg die griechische Säulenhalle der Walhalla, vom Bayernkönig Ludwig 1. als „Ruhmeshalle der Teutschen“ erbaut. Von Regensburg kann man dorthin auch zu Schiff reisen. Bei Bach und Kruckenberg wächst an den Südhängen des Bayerischen Waldes sogar Wein. Albrecht Altdorfer, der „Meister von Regensburg“, hat diese Landschaft gemalt. Von den Tälern der Donau und des Regen aber führen lohnende Wanderwege hinein in die größte zusammenhängende Waldlandschaft Mitteleuropas. Ein Waldwandern schier ohne Ende.
Die Landschaft des Jura
ist bei Wanderern besonders beliebt. Die Schwarze Laber, die Naab und die oberpfälzische Vils schlängeln sich durch Felsentäler. Burgen und Ruinen grüßen von steiler Höhe, Höhlen wecken Forscherdrang, nahe Ausflugsziele wie Eilsbrunn, Schönhofen, Laaber und Beratzhausen laden zu erholsamer Rast. Im Waldland zwischen Naab und Regen versteckt sich die trutzige Burg Wolfsegg, in der immer noch die „Weiße Frau“ umgehen soll. Der Besucher des Marktes Kallmünz, am Zusammenfluß von Naab und Vils, wird sich beim Anblick des eindrucksvollen Ortsbildes nicht wundern, daß es hier eine Künstlerkolonie gibt (und noch mehr Angler!). Zu den berühmtesten Gästen von Kallmünz gehörten Gabriele Münter und Wassily Kandinsky. Die zwei haben sich sogar hier verlobt!
Ein Paradies für Radwanderer
ist die Umgebung von Regensburg. Durch die Stadt führt der über 600 Kilometer lange „DonauRadweg“, den man von der Quelle bis Passau, und, wenn man will, bis Wien befahren kann. Seit 1993 gibt es auch einen Rundkurs für drei bis fünf Radlertage, den „Fünf-Flüsse-Radweg‘, der Regensburg mit Amberg und Nürnberg verbindet und dabei die Täler von Donau, Naab, Vils, Pegnitz und Altmühl durchzieht. Natürlich gibt es für all diese Radtouren entsprechende Karten und andere Informationen.
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