Das Fürstenhaus Thurn und Taxis in Regensburg
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Das Fürstenhaus Thurn und Taxis in Regensburg
Das in seinen Ursprüngen aus Cornello bei Bergamo in Oberitalien stammende Fürstenhaus Thurn und Taxis kam erst relativ spät - 1748 - nach Regensburg, der Stadt des Immerwährenden Reichstags.
Nachdem dieses früheste deutsche Ständeparlament seit dem Jahre 1663 "immerwährend" tagte, suchte der Kaiser als oberster Repräsentant des Reiches einen fürstlichen Vertreter für die Reichsversammlung. Dieses ehrenvolle und kostspielige Amt eines "kaiserlichen Prinzipalkommissars" übten die Fürsten von Thurn und Taxis in drei Generationen, von 1748 bis zum Ende des Reiches (1806), aus.
Die thurn und taxisschen Prinzipal-Kommissare residierten zuerst im sog. Freisinger Hof, einen befreiten Stadtpalais der Freisinger Bischöfe am Emmeramsplatz. Als dieses 1792 bis auf die Grundmauern niederbrannte, mietete man vom Reichsstift St. Emmeram die westlich davon gelegene ehemalige kurtrierische Gesandtschaft an, das sogenannte "Äußere Palais".
Mit dem Ende des Reiches 1806 erlosch auch das kaiserliche Reichspostgeneralat der Fürsten von Thurn und Taxis. Das junge Königreich Bayern überließ zunächst das einträgliche Postwesen auf seinem Staatsgebiet lehenweise den ehedem kaiserlichen Amtsinhabern. Jedoch ließ König Max I. Joseph von Bayern 1808 durch seinen Staatsminister Graf Montgelas dem kgl. bayer. Kron-Oberst-Postmeister Fürst Karl Alexander von Thurn und Taxis mitteilen, daß künftig das Königreich Bayern die Post als Staatspost in eigener Regie verwaltet. Für diese Verstaatlichung mußte Bayern dem Fürstenhaus nach Artikel 13 des Reichs- Deputationshauptschlusses von 1803 eine finanzielle Entschädigung gewähren.
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