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  • Steinerne Brücke Merianstich

Geschichte

Die Steinerne Brücke kann auf eine lange, wechselvolle Geschichte zurückblicken

Vorgängerbauten
Schon Karl der Große ließ in Regensburg etwa 100 Meter stromabwärts eine hölzerne Brücke bauen. Allerdings wurde diese immer wieder durch die Naturgewalten zerstört. Darüber hinaus war sie dem zunehmenden Handelsverkehr nicht mehr gewachsen.

1135 bis 1146
Bau der Brücke durch einen nicht bekannten Baumeister; Auftraggeber waren die reichen Regensburger Kaufleute unter Förderung des Bayernherzoges Heinrich des Stolzen. Die Brücke war der einzige Donauübergang zwischen Ulm und Wien.

1147 und 1189
Ausgangspunkt für die 2. und 3. Kreuzzüge unter Kaiser Barbarossa I.

1182
Kaiser Friedrich I. verleiht der Brücke besondere Privilegien:

Freiheit des Brückenzuganges und Zollfreiheit; Brückenmeisteramt mit besonderen Rechten und Einkünften und eigenem Brückenmeister; eigenes Brückensiegel. Die Einnahmen aus dem Brückenzoll dienten der Erhaltung der Brücke.

Historische Ansichten

1499 bis 1502
Bau der Oberen Hölzernen Brücke zum Oberen Wöhrd 

1633
Sprengung des südlichen dritten Brückenbogens im Dreißigjährigen Krieg als Abwehr gegen die schwedische Belagerung. Bis 1791 überbrückte eine hölzerne Zugbrücke die Donau an dieser Stelle.

1784
Mächtiger Eisstoß und Hochwasser zerstören die zwei Brücken zum Oberen Wöhrd sowie die Mühlen, Schleif-, Polier- und Hammerwerke auf den Pfeilerbeschlächten. Der mittlere Turm wird abgetragen.

1810
Abbruch des schwarzen Turms auf Stadtamhofer Seite nach schweren Zerstörungen durch napoleonische und österreichische Truppen.

Um 1900
Bestrebungen die Steinerne Brücke abzubrechen und durch eine moderne Konstruktion zu ersetzen 

1945
Zerstörung von vier Bögen nach Sprengung durch deutsche Truppen in den letzten Kriegstagen

1951
Instandsetzungarbeiten, u.a. Gründungssicherung der Pfeiler, Rückbau der großen Pfeilerinseln (Beschlächte)

1967
Erneuerung der gesprengten Bögen. Die Brücke erhält einen neuen Belag und neue Brüstungen.

Veränderungen über die Jahrhunderte

Die Steinerne Brücke hatte in früheren Jahrhunderten ein anderes Aussehen. Von ehemals drei Türmen ist nur noch der Turm des Brücktores auf der Altstadtseite erhalten geblieben.

Die nördliche Brückenbefestigung auf der Stadtamhofer Seite mit dem markanten Schwarzen Turm wurde von den Truppen Napoleons zerschossen. Der Mittlere Turm musste 1784 wegen der Zerstörungen durch Eisstoß abgebrochen werden. Auch die zahlreichen Mühlen auf den Pfeilervorlagen auf der Stadtseite wurden durch dieses Naturereignis zerstört.