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Archäologische Grabungen

Damit Sie sich ein Bild von den Ausgrabungen an der Südrampe machen können, haben wir für Sie eine Übersichtsgrafik bereitgestellt.

Steinere Brücke -  Archälogische Grabungen (C) Stadt Regensburg

Legende

  1. Erster Brückenbogen
  2. Originalpflaster der Brücke
  3. Brückenrampe
  4. Fundament eines mutmaßlichen ersten Tores
  5. Bautenreste 19. Jh.
  6. Bautenreste Mittelalter

Die aktuellen Grabungsergebnisse
(Stand 18.9.2009)

Der erste Brückenbogen konnte zweifelsfrei gefunden werden. Er ist derzeit von oben her freigelegt, von der Seite konnte er aus technischen Gründen nur zu einem kleinen Teil angegraben werden. Er ist deutlich kleiner als die anderen 15 Brückenbögen, er besitzt nämlich nur etwa neun Meter in der Spannweite. An seiner Westseite sind Spuren eines starken Brandes erkennbar, der noch während mittelalterlicher Zeit erfolgte. Über dessen Ursache ist noch zu forschen.

Als weitere völlige Neuerkenntnis setzt sich südlich des ersten Brückenbogens das Steinbauwerk der Brücke noch ein gutes Stück fort. Es bildet an der Außenseite ein mächtiges, etwa 1,60 Meter breites Fundament, das auf der östlichen Gegenseite (unter dem nicht aufgegrabenen Gehsteig) eine Entsprechung besitzen dürfte. Es darf spekuliert werden, ob diese Fundamente ganz am südlichen Ende der Brücke zu einem Bauwerk, vielleicht einer ehemaligen ersten romanischen Toranlage, gehören. Eine solche ist freilich historisch nicht überliefert und würde ein völlig neues Bild der Gestalt des südlichen Brückenkopfes im 12./13. Jahrhundert ergeben.

Derzeit deutlich zu erkennen sind die sorgfältig behauenen Außenquader der romanischen Brückenrampe (wieder mit Brandspuren), die vom heutigen Fahrbahnbelag weit in die Tiefe reichen.

Neben den Befunden zur Brücke sind eine Vielzahl von weiteren Mauerzügen und Gewölberesten zu erkennen. Sie gehören zu den erwähnten, 1901 abgebrochenen, Gebäuden und stammen aus dem Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Derzeit wird der Versuch unternommen, den genauen Standort der Margaretenkapelle zu klären bzw. die historische Überlieferung mit den neuen Baubefunden in Einklang zu bringen.