Die Entwicklung des Regensburg-Plans 2005

Die Arbeiten zum Regensburg-Plan begannen bereits Ende der 1990er Jahre, als die Regensburger Stadtverwaltung mit der Fortschreibung des Stadtentwicklungsplanes aus dem Jahr 1977 anfing. Ein erster Entwurf lag im Mai 2000 vor.

Dieser diente als Grundlage für ein intensives, frühzeitig angesetztes Bürgerbeteiligungsverfahren im Sommer 2001: In neun so genannten „Planungszellen" beteiligten sich insgesamt 227 Bürgerinnen und Bürger der Stadt Regensburg und einiger Umlandgemeinden aktiv am Prozess der Erstellung des Regensburg-Planes.

Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens sowie eine Vielzahl weiterer Anregungen aus der Stadtgesellschaft (Bürger, Verbände, Institutionen) wurden von der Verwaltung geprüft, bewertet und in den Plan eingearbeitet. Der überarbeitete Entwurf wurde erneut mit den Fachämtern abgestimmt.

Da die umfangreiche Bürgerbeteiligung und ressortübergreifende Arbeit eine größere Zeitspanne beanspruchte, in der sich Regensburg weiterentwickelt hatte, musste schließlich der gesamte Plan noch einmal grundlegend aktualisiert und überarbeitet werden. Leitprojekte waren beispielsweise bereits realisiert und gesellschaftliche Veränderungen, wie der demographische Wandel, zeichneten sich deutlicher ab – diese Aspekte sollten im Stadtentwicklungsplan zusätzlich Berücksichtigung finden. Der abschließende Stadtentwicklungsplan, der „Regensburg-Plan 2005“, wurde schließlich im Juli 2005 vom Stadtrat beschlossen.

Der Regensburg-Plan 2005 soll keinen „endgültigen Zustand von Regensburg" beschreiben, sondern Orientierungen für ca. ein bis zwei Jahrzehnte geben - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bei so umfangreichen räumlichen Planungen ist für eine Stadt nicht allein der Plan das Wichtige, sondern vor allem der Prozess seiner Entstehung, mit einem ständig stattfindenden Interessensausgleich sowie der Möglichkeit, die Bewohnerinnen und Bewohnern zu motivieren, an der Entwicklung ihrer Stadt aktiv teilzuhaben und diese mitzugestalten.