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Brixen/Bressanone

Die Südtiroler Stadt Brixen, die am Zusammenfluss von Eisack und Rienz liegt, wurde am 18. Oktober 1969 Regensburgs dritte Partnerstadt. Der Bürgermeister von Brixen, Dr. Zeno Giacomuzzi, und Oberbürgermeister Rudolf Schlichtinger unterzeichneten die Partnerschaftsurkunde bei einem Festakt im historischen Reichssaal des Alten Rathauses.

Doch die Verbindungen zwischen den Städten Brixen und Regensburg begannen schon Jahrhunderte früher. Die Urkunde, in der Brixen erstmals erwähnt wurde und die die Stadt somit als älteste in Tirol ausweist, ist in Regensburg ausgestellt worden. Darin wird die Schenkung des Hofes Prichsna bescheinigt, den Ludwig das Kind im Jahre 901 an Bischof Zacharias übereignete. Auch das Patrozinium der St. Kassians-Kirche weist auf die frühen Beziehungen der beiden Städte hin. Die 885 erstmals urkundlich erwähnte Kirche führt den Namen des Bistumspatrons der Diözese Brixen/Säben. Im Jahre 1002 schenkte Heinrich II. dem Bischof von Brixen einen Hof in Regensburg. Der "Brixener Hof", der heute noch das Wappen des Brixener Domkapitels trägt, diente den Bischöfen als Wohnung bei den in Regensburg stattfindenden Landtagen des Bayerischen Herzogtums.

Partnerstadt Brixen 02

Die Verbindungen mit Brixen lassen sich bis in die Gegenwart fortsetzen. Heute ist die drittgrößte Stadt Südtirols (etwa 18 000 Einwohner) mit ihren zahlreichen Kunstdenkmälern und wertvollen Sammlungen für viele Regensburger zur zweiten Heimat geworden. Zu den Zeugen der großen Vergangenheit Brixens zählen der prachtvolle Dom, der Kreuzgang mit einzigartigen spätromanischen und frühgotischen Fresken, die Fürstbischöfliche Hofburg, in der das Diözesanmuseum untergebracht ist, und die Fassaden der beiden Laubengassen. Brixen ist ein florierendes Handels- und Dienstleistungszentrum; der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nicht ohne Grund nennt man Brixen das "Tor zum sonnigen Süden". Die Kontakte der Regensburger Bürgerinnen und Bürger mit der Bischofsstadt Brixen sind inzwischen so zahlreich, dass sie nur beispielhaft aufgezählt werden können. Schüler und Sportler, Kolpingfamilien und Musikgruppen, bildende Künstler und Mitglieder der Alpenvereine, um nur einige Gruppen zu nennen, vertiefen seit vielen Jahren die herzlichen Beziehungen zwischen beiden Städten. Anlässlich des 40-jährigen Partnerstädte-Jubiläums wurde eine Straße in „Viale Ratisbona“ bzw. „Regensburg-Allee“ umbenannt.