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Brückenpreis 2004 für Hans Koschnick

Hans Koschnick wurde am 2. April 1929 geboren. Er war als SPD-Mitglied (seit 1950) von 1967 bis 1985 Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen und Mitglied des Bundesrates. Als ein Motor deutsch-polnischer Verständigung und Mitinitiator der Gründung der ersten westdeutschen-polnischen Städtepartnerschaft (Danzig/Bremen) bemühte er sich um Aussöhnung zwischen den Völkern. Zweimal amtierte er als Präsident des Bundesrates, um dann von 1987 bis 1994 als Mitglied des Bundestages sich für die Aussöhnungsarbeit zu engagieren.

Von 1994 bis 1996 vertrat er als Administrator von Mostar die Europäische Union in Bosnien-Herzegowina und setzte sich dabei besonders neben dem Wiederaufbau der Stadt Mostar als Vermittler zwischen den gegnerischen Bevölkerungsgruppen ein.

Von 1991 bis 1994 stand er als Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft vor, deren Vorsitz er wegen der Arbeitsaufnahme in Mostar niederlegen musste.

Koschnick ist Mitglied in vielen Vereinigungen, die sich um ein Nichtvergessen sowie um Versöhnung und Frieden bemühen. So ist er Mitglied im Unterstützerkreis des "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt" und Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Neben vielen anderen Auszeichnungen für das Engagement in der Friedensarbeit erhielt er 1996 den Moses-Mendelssohn-Preis zur Förderung der Toleranz gegenüber Andersdenkenden und zwischen den Völkern, Rassen und Religionen.