Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
unsere Stadt steht am 29. März 2011 vor einer spannenden Entscheidung. An diesem Tag gibt eine vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft berufene Jury in Mainz bekannt, ob Regensburg im Jahr 2012 den begehrten Titel „Stadt der Wissenschaft“ tragen darf. Unsere Mitbewerber sind Halle und Lübeck. Alle drei Bewerberstädte haben Konzepte für ein Programm vorgelegt, das im kommenden Jahr die Wissenschaft in den Mittelpunkt der jeweiligen Stadtgesellschaft rücken soll.
Ich hoffe sehr, dass wir mit unserem Konzept überzeugen können. Schließlich hat es in unserer Stadt noch nie eine so engmaschige und von großen Erfolgen getragene Kooperation zwischen der Stadt und dem Umland, der Hochschule, der Universität, der Wirtschaft, der Politik und Kultur gegeben wie jetzt. Die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft trägt maßgeblich dazu bei, dass Regensburg in nationalen und internationalen Bewertungen der Zukunftschancen und wirtschaftlichen Erfolge von Städten und Regionen immer wieder Spitzenplätze belegt. Die Universität und die Hochschule für angewandte Wissenschaften bilden hoch qualifizierte Fachkräfte aus, wovon wiederum die in unserer Stadt ansässigen Unternehmen stark profitieren.
Darüber hinaus ist in Regensburg die Wissenschaft in vielen weiteren Bereichen präsent: Die Kinder-Uni, unser Naturkundemuseum und zahlreiche kulturelle Veranstaltungen bereiten wissenschaftliche Themen mal nachdenklich, mal unterhaltsam auf. Hinzu kommen die Hochschule für Kirchenmusik und das Institut Benedikt, das sich der wissenschaftlichen Begleitung und Erforschung des Lebens und Werkes von Papst Benedikt XVI., einem Ehrenbürger unserer Stadt, verschrieben hat.
Schon längst hat die Wissenschaft in Regensburg den sprichwörtlichen Elfenbeinturm verlassen. Sie prägt tagtäglich das Leben unserer Stadt. Und deswegen bin ich guter Dinge, dass Regensburg im Wettbewerb „Stadt der Wissenschaft“ punkten kann. Das gesamte Jahr 2012 über würde dann die Wissenschaft das große Thema in unserer Stadt sein. Bei einer Vielzahl von Veranstaltungen und Aktionen würden Bürgerschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur Hand in Hand gehen und den Weg für eine Vision bereiten - die Vision von einer Stadt, in der Bildung und Wissenschaft wesentliche Grundlage einer hohen Standortqualität ist. Auch das ist für mich ein Beweis, dass Regensburg auf besondere Weise Geschichte und Moderne verbindet.
Ich bitte Sie alle, unserer Stadt fest die Daumen zu drücken, damit es am 29. März in Mainz heißt: Und der Gewinner ist… Regensburg.
Ihr
Hans Schaidinger